Beschreibung der Studie

Eine Schlittenprothese stellt für Patienten mit Kniearthrose in nur einem Gelenkabschnitt eine gute Alternative zur Totalendoprothese dar. Neben der konventionellen Operationstechnik besteht bei einer Schlittenprothese auch die Möglichkeit computer-unterstütz zu operieren. Studien zeigen, dass im Gegensatz zu computer-unterstützt operierten Prothesen konventionelle Implantation zu Positionierungsungenauigkeiten von bis zu 30% auftreten können. Bei einer Schlittenprothese ist allerdings die optimale Prothesenpositionierung und somit der Erhalt eines für den Patienten idealen Verlaufs der Beinachse essentiell. Der Operationserfolg nach künstlichem Gelenkersatz wird mittlerweile nicht mehr nur an Haltbarkeit der Prothese, Komplikationsraten etc. gemessen. Die Sicht des Patienten rückt immer mehr in den Fokus des Interesses. Die derzeitige Datenlage nach computerunterstützt versus konventionell operierter Schlittenprothese lässt allerdings derzeit keinen befriedigenden Vergleich bezüglich des klinischen Ergebnisses und der Patientenzufriedenheit zwischen beiden Operationsverfahren zu. Ziel dieser prolektiven Studie ist daher der Vergleich von navigierter versus konventionell operierter Schlittenprothese hinsichtlich des funktionellen Ergebnisses und der Patientenzufriedenheit.

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Studiendetails

Studienziel Unterschiede zwischen navigiert und konventionell operierten Patienten bezüglich der klinischen Ergebnisse und der Patientenzufriedenheit.Folgende klinische Parameter werden erhoben: aktive und passive Kniegelenksbeweglichkeit sowie anteriore, mediale und laterale Stabilität des operierten Knies im Vergleich zur nicht operierten Seite. Die Beweglichkeit des Knies wird mittels Goniometermessung erhoben, die anteriore Stabilität durch den Lachmann-Test und die mediale/laterale Stabilität mittels Valgus-/Varus-Test ermittelt. Die Funktionalität des Kniegelenks wird zudem objektiv durch den Timed up and Go-Test und subjektiv mittels des Oxford Knee Scores und des Knee Osteoarthritis Outcome Scores - Physical Function Short Form ermittelt. Die Patientenzufriedenheit wird durch den EQ-5D-3L erhoben.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 44
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Pius-Hospital; Medizinischer Campus Universität Oldenburg

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  • Z.n. In-Domo-Versorgung mit einer medialen unicondylären Schlittenprothese (Typ UnivationX) zwischen 2014-2016;
  • Alter > 18 Jahre
  • Unterschriebene Einwilligungserklärung

Ausschlusskriterien

  • Unfähigkeit die deutsche Sprache zu verstehen, zu lesen und/oder zu schreiben.

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Unikondyläre Knieprothesen (UKP) stellen für Patienten mit isolierter, einseitiger Gonarthrose eine gute Alternative zur Knie-Totalendoprothese (Perkins et al. 2002, Lorbach et al, 2014) und/oder hohen tibialen Umstellungsosteotomie dar (Schai et al. 1998). UKP werden aktuell in ca. 8% aller endoprothetischen Eingriffe am Knie implantiert (Braun 2013). Durch die steigende Zahl junger Menschen mit klinisch auffälliger Gonarthrose (Fitz et al. 2009) nimmt die Indikation zur Implantation einer UKP allerdings stetig zu. Die Operation ist sehr anspruchsvoll (Manzotti et al. 2014). Der Erfolg einer UKP hängt eng mit der Präzision der Implantatpositionierung und dem Erhalt eines für den Patienten optimalen Alignments der unteren Extremität zusammen (Weber et al. 2013, Keene et al. 2006, Rosenberger et al. 2008). Allerdings führen konventionelle „frei Hand“ Implantationstechniken zu Positionierungsungenauigkeiten von bis zu 30% (Jenny & Boeri 2003). Computer-assistierte Systeme, ursprünglich entwickelt für die Implantation von Knie-Totalendoprothesen (Jenny 2007), kommen heute u.a. auch bei der Implantation von UKP zum Einsatz und die Anwendung von Navigationssystemen bei der UKP-Implantation scheint präzisere Ergebnisse hinsichtlich Positionsgenauigkeit zu generieren (Weber et al. 2013, Song et al. 2016, Weber et al. 2012, Rosenberger et al. 2008, Keene et al. 2006, Jenny 2007). Lange Zeit wurde das Ergebnis von Operationen im Bereich des künstlichen Gelenkersatzes allein anhand von Kriterien wie z.B. Standzeiten, Komplikationsraten und Mortalität bewertet (Allvin et al. 2012). In den letzten Jahren rückte indes das klinische Ergebnis und die Sicht des Patienten immer mehr in den Fokus des Interesses (Allvin et al. 2012). Ob die präzisiere Positionierung einer UKP mittels Navigation Auswirkungen auf das klinische Ergebnis und die Zufriedenheit der Patienten hat, ist wissenschaftlich derzeit allerdings noch nicht hinreichend geklärt (Song et al. 2016, Weber et al. 2013, Weber et al. 2012, Seon et al. 2009). Das Ziel dieser Studie ist daher ein Vergleich non navigierter versus konventionell operierter Schlittenprothese hinsichtlich des funktionellen Ergebnisses und der Patientenzufriedenheit.

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