Beschreibung der Studie

Medizinische Laien sind mit der Durchführung einer Reanimation oftmals unsicher und überfordert. Es wurde daher in der Vergangenheit immer wieder versucht, die Laienreanimation durch telefonische Anleitung aus der Rettungsleitstelle zu unterstützen und deren Qualität zu verbessern. Unsere Studie untersucht, ob die telefonische Anleitung während einer Reanimation, die Anleitung durch eine Smartphone-App oder die Kombination aus beiden Ansätzen die Qualität der kardiopulmonalen Reanimation verbessern kann. Bei der in unserer Studie zum Einsatz kommenden Smartphone-App handelt es sich um die „British Heart Foundation PocketCPR"-Application, die für Android und Apple kostenlos heruntergeladen werden kann. Während der Durchführung werden Laien gebeten, eine kardiopulmonale Reanimation an einer Puppe zu beginnen und für 8 Minuten fortzuführen. Je nach Zugehörigkeit zu den einzelnen Studiengruppen führt der Proband die kardiopulmonale Reanimation a) ohne weitere Unterstützung, b) mit telefonischer Anleitung durch eine simulierte Leitstelle, c) nur unter Zuhilfenahme der Smartphone-App oder d) unter telefonischer Anleitung durch die simulierte Leitstelle und unter Zuhilfenahme der Smartphone-App durch.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Vergleich der Qualität der Reanimation. Dazu ermitteln wir jeweils die Zeitdauer bis zum Beginn der ersten Thoraxkompression, die Anzahl der Thoraxkompressionen, Anzahl korrekter Thoraxkompressionen (Kompressionstiefe und –frequenz), die durchschnittliche Kompressionsfrequenz, die Anzahl der Thoraxkompressionen mit korrekter Frequenz sowie die korrekte Handposition, die Entlastung des Thorax und die „no flow"-Zeit. Darüber hinaus vergleichen wir diese Parameter von Minute eins bis acht.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Uniklinik KölnKlinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • freiwillige männliche oder weibliche Probanden, medizinische Laien ohne medizinische Vorkenntnisse, Alter zwischen 18 und 65 Jahre, Vorherige schriftliche Zustimmung nach schriftlicher und mündlicher Aufklärung

Ausschlusskriterien

  • Medizinischer Beruf (Arzt, Krankenschwester, Rettungsassistens oder –Sanitäter u.a.), Kinder, d.h. Alter unter 18 Jahren, Schwangere, Personen mit körperlicher oder geistiger Behinderung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Der Herz-Kreislaufstillstand zählt zu den häufigsten Todesursachen in Mitteleuropa. Die jährliche Inzidenz von Personen, die außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislaufstillstand erleiden und wiederbelebt werden müssen, liegt zwischen 40 und 90 je 100.000 Einwohnern. Lediglich 5-14% davon können wieder lebend aus der Klinik entlassen werden. In dieser klinisch-prospektiven, randomisierten, kontrollierten (RCT) Studie an einer Reanimationspuppe (Ambu®Man W, Ambu, Dänemark) lassen wir Laien eine kardiopulmonale Reanimation für 8 Minuten an einer Simulationspuppe durchführen, während die Probanden Unterstützung auf verschiedenen Wegen erhalten. Wir untersuchen dabei folgende Fragestellungen: Führt die alleinige Anleitung durch eine Smartphone-App zu einer Verbesserung der Qualität der kardiopulmonalen Reanimation gegenüber der konventionellen Laien-Reanimation bzw. gegenüber der Telefon-Reanimation? Führt die Kombination aus telefonischer Anleitung und automatisiertem Feedback durch eine Smartphone-App zu einer Verbesserung der Qualität der kardiopulmonalen Reanimation im Vergleich zu einer der beiden singulären Ansätze? Dazu ermitteln wir jeweils die Zeitdauer bis zum Anruf bei der Rettungsleitstelle, die Zeitdauer bis zum Beginn der ersten Thoraxkompression, die Anzahl korrekter Thoraxkompressionen (Kompressionstiefe und –frequenz, sowie Entlastung des Thorax), die „Hands off“ - bzw. "no flow"-Zeit sowie einen Vergleich der Kompressionstiefe und –frequenz von Minute eins bis acht. Schließlich erfassen wir Abweichungen von den Guidelines des ERC 2015 zur kardiopulmonalen Wiederbelebung. Die Reanimation erfolgt nach dem „Compression-only“-Ansatz. Bei der in unserer Studie zum Einsatz kommenden Smartphone-App handelt es sich um die „British Heart Foundation PocketCPR“- Application, die bereits in mehreren klinischen Studien zum Einsatz gekommen ist.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.