Beschreibung der Studie

Die optische Kohärenztomographie (OCT) und das Narrow Band Imaging (NBI) sind etablierte optische Verfahren zur Untersuchung von Gewebeoberflächen hinsichtlich krankhafter Veränderungen. Ihr Einsatz im Urogenitaltrakt war bisher dadurch beschränkt, dass die vorhandenen Untersuchungsinstrumente zu groß waren. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Mikrosystemtechnik der Universität Freiburg sollen nun Instrumente entwickelt werden, die klein genug für den Einsatz im Urogenitaltrakt sind und gleichzeitig eine ausreichende Bildqualität liefern. Die Bildqualität und Anwendbarkeit soll zunächst an Gewebeproben und am Leichnam evaluiert werden. Dafür werden kleine Anteile von Gewebeproben, die ohnehin im Rahmen einer Operation an der Urolgoischen Universitätsklinik Freiburg entnommen werden, mittels OCT-Sonden verschiedener Größen untersucht. Eine zusätzliche Gewebeentnahme nur zu Studienzwecken erfolgt nicht, die histopathologische Aufarbeitung einer repräsentativen Gewebeprobe ist gewährleistet. Da ausschließlich Gewebeproben untersucht werden, ist eine zusätzliche Belastung für den Patienten selbst ausgeschlossen (z.B. schmerzhafte Zusatzuntersuchung).

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Studiendetails

Studienziel Eignung der entwickelten Sonden zur Darstellung anatomischer Verhältnisse sowie pathologischer Veränderungen im Urogenitaltrakt
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Männliche und weibliche Patienten über 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Männliche und weibliche Patienten und Probanden < 18 Jahre, Schwangere, Notfallpatienten, nicht einwilligungsfähige Patienten, Behinderte, Demenzkranke

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Verhältnisse haben sich in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich weiterentwickelt. Neue optische Verfahren – allen voran die optische Kohärenztomographie (OCT) oder das Narrow Band Imaging (NBI) - haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte erlebt und haben sich in bestimmten medizinischen Bereichen etabliert. So gehört die OCT seit ihrer Entwicklung 1991 (D. Huang) in der Augenheilkunde zur standardhaften Beurteilung der Netzhaut (P. Massin et al. 2006). Ferner lassen sich mit technischen Modifikationen dieses Verfahrens auch grundlegende anatomische Gegebenheiten – zum Beispiel der Lymphabfluß – beurteilen, ohne den zu Untersuchenden zusätzlichen Einflüssen wie z.B. Kontrastmittel auszusetzen. Das NBI wird bereits in der Gastroenterologie zur Beurteilung von Schleimhautveränderungen genutzt (A. Boeriu et al. 2015). In den letzten Jahren wurden zunehmend Studien durchgeführt, die den Einsatz des NBI in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde evaluierten und hierbei Vorteile zum Beispiel in der Diagnostik der Larynxpapillomatose mittels NBI zeigten (S. Dippold, C. Becker et al., 2015). Auch in der Urologie wurden bereits erste Studien unter Anwendung dieser Methodik veröffentlicht (M. T. J. Bus et al. 2016), die vielversprechende Ergebnisse liefern. Die möglichen Einsatzgebiete neuer spektraler Analyseverfahren im Urogenitaltrakt reichen daher von der weitergehenden Untersuchung der natürlichen Anatomie (z.B. in vivo-Untersuchung von Schleimhautverhältnissen) bis hin zu ergänzenden Untersuchungen bei krankhaften Veränderungen (z.B. Entzündungen / Neubildungen). Der Einsatz im Urogenitaltrakt war bislang dadurch limitiert, dass die vorhanden OCT- oder NBI-Sonden zu groß waren und ihr Einsatz aufgrund der beengten anatomischen Verhältnisse limitiert war. Zudem war oft die Eindringtiefe der verwendeten Geräte ins Gewebe nicht ausreichend, so dass vor allem im Bereich der Harnblase eine Anwendung nicht standardisiert möglich war. Entwicklungen am IMTEK ermöglichen nun immer kleinere Sonden / Endoskope mit höherer Eindringtiefe und dadurch prinzipiell Untersuchungen im Harntrakt mit denen beispielsweise auch das Urothel der Harnblase beurteilbar wird. Die Analyse der Bildqualität und Anwendbarkeit der Untersuchungsinstrumente ist Gegenstand dieser Studie.

Quelle

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