Beschreibung der Studie

Internationale Studien zeigen, dass eine Krebserkrankung große finanzielle Auswirkungen für die Betroffenen haben kann. Dabei werden die psychosozialen Belastungen, die aus den finanziellen Veränderungen entstehen können, jedoch selten untersucht. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen einer qualitativen Studie die Erfahrungen der Patienten zu den finanziellen Auswirkungen einer Krebserkrankung sowie mögliche, daraus entstehende psycho-soziale Belastungen zu untersuchen. Dazu werden ca. 30 Patienten mit einer Krebserkrankung mittels leitfadengestützter Interviews mündlich zu ihren Erfahrungen befragt. Eingeschlossen in die Studie werden Patienten ab einem Alter von 30 Jahren mit einer Darm-, Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs-Erkrankung. Die Akutbehandlung der Krebserkrankung soll abgeschlossen sein und maximal 5 Jahre zurück liegen.

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Studiendetails

Studienziel Mittels leitfadengestützter teilstandardisierter Interviews werden die Krankheitsgeschichte, die finanzielle Situation vor und nach der Krebserkrankung, daraus resultierende psychosoziale Folgen und Ressourcen zur Reduzierung der finanziellen Belastung erfasst. Folgende Fragestellungen sollen beantwortet werden: 1.Welche Auswirkungen hat eine Krebserkrankung auf die finanzielle Situation von Patienten und ihren Angehörigen in Deutschland? 2.Welche psychosozialen Konsequenzen für die Lebensqualität, subjektive Gesundheit und Zufriedenheit haben die finanziellen Belastungen bei den Patienten? 3.Können soziale Risikogruppen identifiziert werden, die von den finanziellen Belastungen einer Krebserkrankung besonders betroffen sind? 4.Durch welche Einflussfaktoren werden finanzielle Belastungen am stärksten beeinflusst und welche personalen und sozialen Faktoren können dazu beitragen diese zu reduzieren bzw. zu verstärken?
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Stiftung Deutsche Krebshilfe
Weitere Informationen Studienwebseite

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten ab 30 Jahren
  • mit einer ersten Krebserkrankung (Darmkrebs, Lungenkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs)
  • Akutbehandlung abgeschlossen und maximal 5 Jahre zurückliegend

Ausschlusskriterien

  • unzureichenden Sprachkenntnissen zur Durchführung eines Interviews in Deutsch
  • moribunde Patienten

Adressen und Kontakt

Halle Saale

Ansprechpartner: Sara Schröder

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Selbsthilfegruppen, Halle Saale

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Krukenberg Krebszentrum, Halle Saale

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Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau, Halle Saale

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Diakoniekrankenhaus Halle, Halle Saale

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Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, Halle Saale

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Häufig gestellte Fragen

Die Zahl an Patienten, die mit einer Krebserkrankung leben, steigt kontinuierlich an. Eine Krebserkrankung ist nicht nur mit physischen und psychischen, sondern ebenso mit finanziellen Auswirkungen verbunden. Die finanziellen Folgen einer Krebserkrankung sind in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der internationalen Forschung gerückt. Dabei werden die psychosozialen Belastungen, die aus den finanziellen Veränderungen entstehen können, jedoch selten untersucht. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen einer qualitativen Studie die Erfahrungen der Patienten zu den finanziellen Auswirkungen einer Krebserkrankung sowie mögliche, daraus entstehende psychosoziale Belastungen zu untersuchen. Dazu werden ca. 30 Patienten mit einer Krebserkrankung konsekutiv rekrutiert und mittels leitfadengestützter Interviews mündlich zu ihren Erfahrungen befragt. Eingeschlossen in die Studie werden Patienten ab einem Alter von 30 Jahren mit einer Darm-, Lungen-, Brust- oder Prostatakrebs-Erkrankung. Die Akutbehandlung der Krebserkrankung soll abgeschlossen sein und maximal 5 Jahre zurück liegen. Die Rekrutierung der Interviewpartner erfolgt die Nachsorgeprogramme in Klinikambulanzen und onkologischen Schwerpunktpraxen, sowie über Hausarztpraxen, Selbsthilfegruppen und Krebsberatungsstellen. Basierend auf der Methodik der Grounded Theory, werden die Interviews mit Hilfe der Software MAXQDA ausgewertet.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien