Beschreibung der Studie

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation liegen in der Verantwortung der Deutschen Rentenversicherung und zielen auf Verbesserung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Häufig werden diese Leistungen aufgrund von Rückenschmerzen durchgeführt. Allerdings fehlen für Rückenschmerzpatienten aktuelle Befunde zu Zugangsbarrieren und dem Nutzen medizinischer Rehabilitation. Die Studie verfolgt daher zwei wesentliche Ziele: Erstens werden Zugangsbarrieren zur medizinischen Rehabilitation untersucht. Zweitens wird der Nutzen medizinischer Rehabilitation überprüft. Um diese Fragen beantworten zu können, werden Versicherte der Deutschen Rentenversicherung in den Jahren 2017 und 2019 mit einem Fragebogen befragt. Die Fragebogendaten werden mit administrativen Daten zu in Anspruch genommenen Rehabilitationsleistungen verknüpft. Die Stichprobe schließt 45- bis 59-jährige erwerbstätige Personen ein.

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Studiendetails

Studienziel Schmerzbezogene Beeinträchtigung: 3 Items zu Beeinträchtigungen in Alltag, Freizeit und Arbeit mit einem Wertebereich von 0 bis 100 Punkten. Höhere Werte verweisen auf höhere Beeinträchtigungen (Klasen et al. 2004). Der primäre Endpunkt wird mittels schriftlicher Befragung zum ersten (2017) und zweiten (2019) Messzeitpunkt erfasst.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 45000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erwerbstätige Personen werden eingeschlossen.

Ausschlusskriterien

  • Ausgeschlossen werden Personen mit beantragten oder durchgeführten medizinischen Rehabilitationsleistungen innerhalb der letzten vier Jahre und Personen mit bereits beantragten oder bewilligten Rentenleistungen.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Bei eingeschränkter oder bedrohter Erwerbsfähigkeit können Leistungen zur medizinischen Rehabilitation beantragt werden. Durchgeführt werden diese Leistungen häufig aufgrund von Rückenschmerzen. Der bedarfsgerechte Zugang zur medizinischen Rehabilitation wird kritisch diskutiert, da Rehabilitationsbedarf offenbar nicht zwingend zur Antragstellung führt: Trotz der Maxime „Reha vor Rente“, hat jede zweite Person, die in Erwerbsminderungsrente geht, im Vorfeld keine medizinische Rehabilitation erhalten. Aktuelle Studien zu Barrieren der Beantragung medizinischer Rehabilitationsleistungen gibt es jedoch nicht. Zudem haben kontrollierte Studien, die Personen mit und ohne Rehabilitation verglichen haben, widersprüchliche Befunde zur Wirksamkeit medizinischer Rehabilitation generiert. Allerdings war das Setting dieser Studien auf spezifische Einrichtungen beschränkt bzw. regional eng eingegrenzt. Verallgemeinerbare Aussagen zur Wirksamkeit der Rehabilitation lassen sich daraus nicht ableiten. Die Studie untersucht erstens Zugangsbarrieren zur medizinischen Rehabilitation und prüft zweitens den Nutzen medizinischer Rehabilitation bei Rückenschmerzen. Die Kohortenstudie identifiziert Personen mit Rückenschmerzen und vergleicht anschließend Teilnehmer und Nicht-Teilnehmer einer medizinischen Rehabilitation. Primäres Zielkriterium ist die schmerzbezogene Beeinträchtigung in wichtigen Lebensbereichen (Alltag, Freizeit, Arbeit). Um einen unverzerrten Effektschätzer für den Nutzen medizinischer Rehabilitation zu erhalten, werden Teilnehmer und Nicht-Teilnehmer anhand der Wahrscheinlichkeit, eine Rehabilitation zu erhalten, gematcht (Propensity Score Matching). Die Ziehung der Stichprobe erfolgt bei zwei beteiligten Rentenversicherungsträgern (Deutsche Rentenversicherung Nord: n = 22.500, Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland: n = 22.500). Die Stichprobe berücksichtigt 45- bis 59-jährige erwerbstätigte Personen. Ausgeschlossen werden Personen mit beantragten oder durchgeführten medizinischen Rehabilitationsleistungen innerhalb der letzten vier Jahre und Personen mit bereits beantragten oder bewilligten Rentenleistungen. Mittels schriftlicher Befragungen werden 2017 und 2019 Fragebogendaten erhoben. Zusätzlich werden administrative Daten aus den Versichertenkonten extrahiert.

Quelle

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