Beschreibung der Studie

Inspektion und Punktion der linken Nebenniere ist bei Diagnostik eines Lungentumors häufig erforderlich. Zunehmend diskutiert wird die Kombination der endosonographischen Untersuchungen EBUS (Endobronchialer Ultraschall) und EUS (Ösophagus-Ultraschall) in einer Untersuchung. Ob hierfür 2 Endosonographie-Endoskope erforderlich sind, oder dies auch mit dem EBUS-Bronchoskop insgesamt machbar ist, wird in dieser Studie prospektiv untersucht. Dies würde die Diagnostik beschleunigen und helfen, die Kosten zu senken.

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Studiendetails

Studienziel Prospektive Evaluation der Durchführbarkeit der kombinierten Endosonographie von Mediastinum und linker Nebenniere in einem Untersuchungsgang mit dem EBUS-Bronchoskop in der klinischen Praxis
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universität EssenKlinik für Pneumologie, Abteilung Interventionelle Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten mit Indikation zum EBUS (Endobronchialer Ultraschall)

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikation für die EBUS-Untersuchung; Kontraindikation für Ösophagogastroskopie; bekannte höhergradige Ösophagusvarizen; kürzlich stattgehabte obere Gastrointestinalblutung; effektive Antikoagulation ohne Möglichkeit zur Pausierung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund Die linke Nebenniere ist Ort häufiger Metastasierung eines primären Bronchialkarzinoms, der Nachweis hat therapeutische Relevanz. Die prädiktiven Parameter der (PET)-CT-Bildgebung sind eingeschränkt und bedürfen prätherapeutisch einer invasiven Abklärung. Hierfür ist bei Befall parabronchialer Lymphknoten die endobronchiale Sonographie (EBUS) Methode der ersten Wahl. Eine Beurteilung der Lymphknotenstationen des unteren Mediastinums und der linken Nebenniere ist nur über den Ösophagus sowie Magen möglich (EUS). Bereits etabliert hat sich eine Endosonographie der Lymphknoten des gesamten Mediastinums in einem Untersuchungsgang mit dem EBUS-Bronchoskop. Es wird hierzu nach der bronchialen eine ösophageale Endosonographie angeschlossen und als EUS-B bezeichnet, was die Durchführung mit einem Bronchoskop kennzeichnet. Für die endosonographische Lymphknotenmorphologie gibt es evaluierte Parameter, die eine Aussage hinsichtlich der wahrscheinlichen Dignität erlauben. So ist es bei unklarem Punktionsergebnis möglich, anhand der sonographischen Morphologie die Notwendigkeit einer invasiveren Abklärung abzuschätzen. Für die Nebenniere ist ein solches Verfahren im Rahmen der Diagnostik eines Lungenkarzinoms bislang nicht untersucht. Vielmehr ist die Endosonographie der linken Nebenniere bisher die Domäne der gastroenterologischen Endosonographie, die nur bei klinischem geäußertem Verdacht auf eine pathologische Veränderung in einer zweiten Untersuchung in Sedierung durchzuführen ist. Zunehmend diskutiert wird ein kombiniertes tracheobronchiales und ösophago-gastrales Staging mittels des Standard EBUS-Bronchoskops in der gleichen Untersuchung wie das Tumorstaging, sodass auf eine separate Untersuchung zur Endosonographie der linken Nebenniere zukünftig ggf. verzichtet werden kann. Alle Patienten zur Diagnostik bei mediastinaler Lymphadenopathie erhalten nach radiologischer Schnittbilddiagnostik und ggf. PET-CT eine Endosonographie (EBUS/EUS). Es werden zwei Patientengruppen gebildet. Die Interventionsgruppe wird durch Patienten gebildet, die im Rahmen einer Umfelddiagnostik (Staging) bei vermutetem oder bereits gesichertem Bronchialkarzinom mittels EBUS untersucht werden. Als Kontrollgruppe werden Patienten mit mediastinaler Lymphadenopathie, z.B. bei klinischem Verdacht auf eine Sarkoidose eingeschlossen, da bei diesen Patienten keine pathologischen Veränderungen der Nebenniere zu erwarten sind. Die mediastinalen Lymphknoten werden wie bereits bisher mit dem EBUS-Bronchoskop routinemäßig sowohl transbronchial als auch transösophageal in einer Untersuchung beurteilt und bei Auffälligkeit bioptiert. Additiv werden wir bei allen Patienten in beiden Gruppen die linke Nebenniere aufsuchen. Der Zugang erfolgt über den bereits intubierten Ösophagus und bedarf keiner zusätzlichen Untersuchung. Für die Punktion der Nebenniere über die Magenhinterwand, die nur in der Interventionsgruppe bei sonographischer Auffälligkeit oder bei dringendem Malignitätsverdacht im PET-CT erfolgt, ist wie bisher auch eine zusätzliche Aufklärung, insbesondere über die möglichen Risiken einer Perforation, Blutung und Infektion notwendig. Es ist von einer nur minimalen Verlängerung der Untersuchungszeit um wenige Minuten auszugehen.

Quelle

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