Beschreibung der Studie

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine häufige, stark beeinträchtigende und schwer zu behandelnde psychische Störung, die mit einer niedrigen Lebensqualität und geringer sozialer Integration einhergeht. In den letzten Jahren hat sich die Behandelbarkeit von BPS deutlich verbessert. In wissenschaftlichen Studien konnte die Wirksamkeit von Dialektische Verhaltenstherapie (DBT) und Schematherapie (ST) gezeigt werden. Es mangelt bisher jedoch an Praxisstudien, in denen die positiven Ergebnisse unter realitätsnahen Versorgungsbedingungen repliziert werden. Zudem gibt es keine Studie, die diese beiden Therapiemethoden miteinander vergleicht. In der PRO*BPD-Studie werden erstmals DBT und ST in ihrer Wirksamkeit unter Versorgungsbedingungen verglichen. Es 128 Patienten (64 pro Arm) untersucht. Die Patienten erhalten in beiden Studienarmen über 18 Monate jeweils eine Einzel- und eine Gruppensitzung pro Woche. Untersucht wird insbesondere der Effekt der Therapieprogramme auf den Schweregrad der BPS-typischen Symptome. Zusätzlich werden Daten zur Lebensqualität, zum psychosozialen Funktionsniveau und sozialer Integration, zur Kosteneffektivität und zum Vorliegen weiterer psychischer Störungen erhoben. Die Datenerhebung findet vor Therapiebeginn und dann alle 6 Monate bis zu Therapieende statt sowie 1 und 2 Jahre nach Therapieende.

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Studiendetails

Studienziel Reduktion der Borderline-typischen Symptomatik gemessen anhand des Mittelwertes des Borderline-Personality Disorder Severity Index zum 1-Jahres-Follow-up
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 128
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universität zu LübeckKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Primäre Diagnose einer BPS nach DSM-IV (diagnostiziert durch SKID-II-Interview), Schweregrad der BPS > 20 Punkte im BPDSI-Interview (dies ist ein empirisch gesichertes Schweregrad-Kriterium, das die BPS-Pathologie von anderen PS abgrenzt), Bereitschaft an der Studie teilzunehmen (informed consent), Bereitschaft über 1,5 Jahre in der Studie zu verbleiben und regelmäßig an den Therapien teilzunehmen (keine Umzugspläne, keine längeren stationären Aufenthalte geplant)

Ausschlusskriterien

  • Psychotische Störung (Lebenszeitdiagnose)
  • Minderbegabung (IQ<85)
  • Unzureichende Kommunikationsfähigkeit in der deutschen Sprache
  • Akute schwerwiegende Substanzabhängigkeit (DSM-IV), die starke kognitive Einschränkungen bei den Therapien verursacht und eine Entzugsbehandlung erforderlich macht. Nach der Durchführung einer Entzugsbehandlung und eines Beobachtungszeitraumes von 4 Wochen Abstinenz ist eine Teilnahme möglich.

Adressen und Kontakt

Psychiatrische Institutsambulanz, Lübeck

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Häufig gestellte Fragen

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In den letzten Jahren hat sich die Behandelbarkeit von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörund (BPS) durch die Entwicklung störungsspezifischer Konzepte deutlich verbessert. Für Dialektische Verhaltenstherapie (DBT) und Schematherapie (ST) konnte in mehreren randomisiert kontrollierten Studien gezeigt werden, dass sie effektiver als andere Therapien sind. Es mangelt bisher jedoch an Praxisstudien, in denen die positiven Ergebnisse unter realitätsnahen Versorgungsbedingungen repliziert werden. Zudem gibt es keine Studie, die diese beiden Therapiemethoden miteinander vergleicht. In der PRO*BPD-Studie werden erstmals DBT und ST in ihrer Wirksamkeit unter Versorgungsbedingungen verglichen. Es handelt sich um ein randomisiertes Studiendesign mit geplanten 128 Patienten (64 pro Arm). Die Patienten erhalten in beiden Studienarmen über 18 Monate jeweils eine Einzel- und eine Gruppensitzung pro Woche. Primäres Outcome ist der Schweregrad der BPS-typischen Symptome. Als sekundäre Outcomes werden Daten zur Lebensqualität, zum psychosozialen Funktionsniveau und sozialer Integration, zur Kosteneffektivität, zum Vorliegen weiterer psychischer Störungen sowie zur allgemeinen und störungsspezifischen Symptomatik (z.B. Dissoziation, Emotionsregulation, Erlebnisvermeidung) erhoben. Die Datenerhebung findet vor Therapiebeginn und dann alle 6 Monate bis zu Therapieende statt. Follow-up-Messung sollen 1 und 2 Jahre nach Therapieende durchgeführt werden. Im Rahmen einer explorativen Datenanalyse sollen zusätzliche Moderatoren und Mediatoren (z.B. Geschlecht, Alter, Symptomschwere der Borderline-Symptomatik, psychiatrische Komorbidität, traumatische Kindheitsereignisse, Erlebnisvermeidung). Zudem sollen Wirkfaktoren aus Perspektive der Patienten rekonstruiert werden.

Quelle

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