Beschreibung der Studie

Asthma bronchiale kann mit einer Reihe von Einschränkungen im alltäglichen Leben der Betroffenen verbunden sein, unter anderem mit reduzierter Arbeitsfähigkeit und Erwerbsminderung. Der Krankheitsverlauf von Asthma ist nicht nur von einer kompetenten ärztlichen Betreuung abhängig, sondern auch von einer wirksamen Selbstbehandlung. Die Fähigkeit, im Alltag – insbesondere im beruflichen – mit der Erkrankung wirksam umzugehen, ist von bestimmten Rahmenbedingungen abhängig. Diese Bedingungen für einen wirksamen Umgang mit Asthma am Arbeitsplatz sowie Ansatzpunkte möglicher Verbesserungen untersuchen wir im Rahmen dieses Projekts. Die geplante Studie besteht aus mehreren Phasen: Zunächst wird mithilfe von Einzelgesprächen beleuchtet, welche arbeitsbezogenen Rahmenbedingungen aus der Sicht Beschäftigter mit Asthma den wirksamen Umgang mit der Erkrankung fördern bzw. beeinträchtigen und welche Maßnahmen zur Verbesserung vielversprechend wären. Im nächsten Schritt soll ein Fragebogen zur Erfassung dieser Bedingungen entwickelt und mithilfe einer zweiten Runde von Patientengesprächen verbessert werden. Dieser Fragebogen soll schließlich von vielen erwerbstätigen Personen mit Asthma ausgefüllt werden, wobei auch die Zusammenhänge analysiert werden sollen zwischen den erhobenen Arbeitsbedingungen und anderen Merkmalen – wie dem Umgang mit Asthma am Arbeitsplatz, der Asthma-Kontrolle, der Lebensqualität und der eigenen Einschätzung der künftigen Erwerbstätigkeit. Zuletzt werden die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung asthmarelevanter Arbeitsbedingungen im Rahmen von Diskussionen mit Klinikern hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit bewertet.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist es, Determinanten erfolgreichen Asthma-Selbstmanagements am Arbeitsplatz und Ansatzpunkte möglicher Interventionen zu untersuchen. Hierzu dient ein fünfstufiges Mixed-Methods-Design, dessen quantitativen Phasen auf den Ergebnissen vorangegangener qualitativer Phasen beruhen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle refonetRehabilitations-Forschungsnetzwerkder Deutschen Rentenversicherung Rheinland

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlusskriterien: Die Zielpopulation umfasst Personen, ...
  • die die Diagnose „Asthma bronchiale“ von einem Arzt erhalten haben,
  • die in den letzten sechs Monaten in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis standen mit einem Stellenumfang von mindestens 20 Stunden pro Woche und
  • die mit der Diagnose mindestens sechs Monate gearbeitet haben.

Ausschlusskriterien

  • Ausgeschlossen werden selbstständig Erwerbstätige und Patienten mit COPD-Diagnose (Selbstauskunft).

Adressen und Kontakt

MEDIAN Klinik Heiligendamm, Bad Doberan

Ansprechpartner: Katherina Heinrichs

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Nordseeklinik Borkum, Borkum

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Häufig gestellte Fragen

Asthma bronchiale kann mit einer Reihe von Einschränkungen im alltäglichen Leben der Betroffenen verbunden sein, unter anderem mit reduzierter Arbeitsfähigkeit und Erwerbsminderung. Der Krankheitsverlauf von Asthma ist nicht nur von einer kompetenten ärztlichen Betreuung abhängig, sondern auch von einer effektiven Selbstbehandlung. Die erfolgreiche Umsetzung von Krankheits-Selbstmanagement im Alltag – insbesondere im beruflichen – ist von Kontextfaktoren abhängig. Diese Determinanten erfolgreichen Asthma-Selbstmanagements am Arbeitsplatz und Ansatzpunkte möglicher Interventionen werden im Rahmen dieses Projekts untersucht. Die geplante Studie bedient sich eines sequentiell-explorativen Mixed Methods Designs: Zunächst wird mithilfe qualitativer Einzelinterviews exploriert, welche arbeitsbezogenen Faktoren aus der Sicht Beschäftigter mit Asthma effektives Selbstmanagement fördern bzw. beeinträchtigen und welche Interventionen vielversprechend wären. Im nächsten Schritt soll ein Fragebogen zur Erfassung dieser identifizierten Faktoren entwickelt und mithilfe kognitiver Interviews optimiert werden, der schließlich in einer größeren Fragebogenstudie eingesetzt und psychometrisch evaluiert wird. Dabei werden die Zusammenhänge zwischen den erhobenen beruflichen Kontextfaktoren und den Möglichkeiten des Asthma-Selbstmanagements am Arbeitsplatz sowie nachgelagerten Outcomes – wie asthmaspezifischen Morbiditätsindikatoren und der subjektiven Prognose der Erwerbstätigkeit – untersucht. Zuletzt werden die möglichen abgeleiteten Interventionen zur Verbesserung asthmarelevanter Arbeitsbedingungen im Rahmen strukturierter Diskussionen mit Klinikern hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit bewertet.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien