Beschreibung der Studie

Bei der Grauenstaroperation wird die getrübte, natürliche Linse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Hierbei spielt die Position der implantierten Kunstlinse eine wichtige Rolle für das postoperative Sehvermögen, die Position der Kunstlinse im Kapselsack soll innerhalb der Studie untersucht werden. Es werden Patienten beiderlei Geschlechts mit einem Mindestalter von 22 Jahren eingeschlossen, die sich einer Grauenstaroperation unterziehen. Das Ziel der Studie ist es die Vorhersagbarkeit der Linsenposition zu bestimmen.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel • Korrelation der präoperativ gemessenen Kapselsackäquatorposition (Mittelpunkt des Kapselsacks) mit der postoperativen Position der Intraokularlinse (Mittelpunkt der IOL). • Vergleich zwischen Kapselsack- und Vorderkammertiefenmessungen Erhebung der Daten mit optischer Kohärenztomographie
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH Augenklinik

Ihr ganz persönlicher Grauer Star-Studienberater

Über 25.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Visuslimitierende Linsentrübungen (Grad 1 – 5/ LOCS III-Klassifikation)
  • Kataraktabhängige Sehleistung von 0,8 oder weniger
  • Patientenalter > 22 Jahre
  • Geplante Operation am grauen Star an einem Auge
  • Verstandene und unterschriebene Einverständnisserklärung

Ausschlusskriterien

  • Vorherige Hornhauteingriffe oder intraokulare Eingriffe
  • Ausgeprägte (>5 Dpt.) oder irreguläre Hornhautverkrümmungen
  • aktive Entzündungen des vorderen oder hinteren Augenabschnitts
  • Z.n. okulärem Trauma
  • Pseudoexfoliationssyndrom
  • vorbestehende oder intraoperative Zonulyse
  • intraoperative Kapseldefekte
  • Pupillenweite in Mydriasis kleiner 6 mm
  • Aschenlänge kleiner als 20,5 mm oder größer als 25 mm
  • unkontrolliertes Glaukom
  • Angeborener grauer Star
  • Schwangerschaft, geplante Schwangerschaft oder stillend
  • Teilnahme an einer Studie in den letzten 30 Tagen

Adressen und Kontakt

Augenklinik, Bochum

Ansprechpartner: Dr. med. Tim Schultz

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Bei der Operation des grauen Stars wird die natürliche getrübte Linse entfernt und durch eine künstliche Intraokularlinse (IOL) ersetzt. Die Brechkraft der IOL wird vor der Operation mit Hilfe verschiedener Formeln berechnet. Ein wichtiger Parameter für die Berechnung ist die voraussichtliche Linsenposition nach der Operation. Bisher konnte diese nur auf Basis der Tiefe der vorderen Augenkammer berechnet und nicht direkt gemessen werden. Insbesondere durch die individuelle Beschaffenheit des Kapselsacks, kann es jedoch zu Abweichungen kommen. In einer Studie mit einer großen Fallzahl konnte gezeigt werden, dass das die angestrebte Brechkraft in nur 55 % der Fälle erreicht werden konnte. Einer der Hauptgründe ist die ungenaue Brechkraftkalkulation der IOL, dessen Hauptfehlerquelle in der ungenauen Vorhersage der Linsenposition liegt. Mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) ist es erstmals möglich den gesamten vorderen Augenabschnitt zu visualisieren und gleichzeitig den Mittelpunkt des Kapselsacks zu messen. Die präoperativen Messungen dieses Punktes sollen mit der postoperativen Linsenposition verglichen werden. Weiterhin soll untersucht werden, ob mit dieser Methode eine Vorhersage der Linsenposition möglich ist. Die Ergebnisse dieser Studie können dazu genutzt werden, die Vorhersagbarkeit der postoperativen Kunstlinsenposition zu verbessern und eine neue Formel zur IOL-Berechnung zu entwickeln.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien