Beschreibung der Studie

Patienten mit M.Parkinson leiden häufiger und intensiver unter Schmerzen als Patienten ohne diese Erkrankung. Der Schmerz kann bereits einige Jahre vor den klassischen Symptomen der Erkrankung auftreten. Zusätzlich erfahren Patienten mit M.Parkinson seltener eine ausreichende Behandlung mit Schmerzmitteln als Schmerzpatienten ohne diese Erkrankung. Die Patienten leiden häufig unter mehr als einer Schmerzart. Teilweise lassen sich diese Schmerzen durch die eingeschränkte Beweglichkeit der Patienten erklären. Bei Patienten mit M. Parkinson, die unter Nervenschmerzen leiden, lassen sich in ca. 10% der Fälle keine Ursachen finden. Daher geht man davon aus, dass diese Schmerzen im Gehirn entstehen. Meist ist eine Körperhälfte der Patienten stärker von Schmerzen betroffen. Morbus Parkinson ist eine Erkrankung, die Strukturen im Gehirn verändert. Daher besteht der Verdacht, dass die Erkrankung ebenso die Entstehung der Schmerzempfindung im Gehirn beeinflusst. In dieser Studie soll geprüft werden, ob Patienten mit Morbus Parkinson eine zu Kontrollpersonen veränderte zentrale Schmerzverarbeitung zeigen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Detektion einer zentralen Störung der Schmerzverarbeitung bei Patienten mit Morbus Parkinson
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligungsfähigkeit der Studienteilnehmer (MOCA > 18), Unterschriebene Einwilligungserklärung
  • Fähigkeit zu angemessener Kommunikation und Bearbeitung der verwendeten Fragebögen
  • Klinische Zeichen eines Morbus Parkinson im Stadium Hoehn und Yahr 2 - 3;
  • Sniffing Sticks - Test auffällig
  • In der Transcraniellen Sonografie bei Suffizientem Schallfenster mindestens eine einseitige Hyperechogenität der Substantia nigra; außerdem keinen Hinweis auf ein sekundäres Parkinsonsyndrom oder ein atypisches Parkinsonsyndrom
  • In der Kohorte mit Schmerzen müssen andere Ursachen für Schmerz ausgeschlossen sein

Ausschlusskriterien

  • Früherer Alkohol-, Drogen-, oder Arzneimittelmissbrauch (oder dahingehender Verdacht des Prüfers)
  • Bekannte andere neurologische Erkrankungen, die mit einer Veränderung der sensorischen Wahrnehmung einher gehen
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Familienmitglieder der Prüfer
  • Gleichzeitige Teilnahme an einer anderen Studie oder Teilnahme innerhalb der letzten vier Wochen vor Rekrutierungsvisite
  • Therapie mit starken Analgetika (WHO - 3)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Patienten mit M.Parkinson leiden häufiger und intensiver unter Schmerzen als Patienten ohne diese Erkrankung. Der Schmerz kann als „Non-Motor Symptom“ bereits einige Jahre vor den klassischen Symptomen (Rigor, Tremor, Akinese, posturale Instabilität) der Erkrankung auftreten. Häufig wird er als Frühzeichen kaum wahrgenommen. Außerdem erfahren Parkinsonpatienten seltener eine suffiziente Behandlung mit Analgetika. Grund hierfür ist u.a. das relativ häufige Vorliegen mehrerer Schmerzentitäten. Einige dieser Schmerzen korrelieren mit den motorischen Symptomen der Erkrankung. Bei Patienten mit M. Parkinson, die unter Neuropathischen Schmerzen leiden, lassen sich in ca. 10% der Fälle keine Ursachen finden. Daher geht man von einer zentralen Genese aus. Die motorisch stärker betroffene Seite ist auch von diesem zentralen neuropathischen Schmerz stärker betroffen. Da Morbus Parkinson eine zentral- neurodegenerative Erkrankung ist, besteht der Verdacht, dass durch die Erkrankung auch die zentrale Schmerzverarbeitung gestört wird. In dieser Studie soll geprüft werden, ob Patienten mit Morbus Parkinson eine zu Kontrollpersonen veränderte zentrale Schmerzverarbeitung zeigen.

Quelle

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