Beschreibung der Studie

Für die Beatmung während einer Narkose werden verschiedene Atemhilfsmittel genutzt. Dazu zählen Hilfsmittel, die im Rachen platziert werden, sogenannte extraglottische Atemwegsmittel (z.B. die Larynxmaske). Dadurch kann der Kehlkopf geschont werden, andererseits dichten diese Hilfsmittel nicht so gut ab wie ein Schlauch, der in der Luftröhre platziert wird (Endotrachealtubus - ET). Bei der Verwendung von Larynxmasken kann es besonders bei der Verwendung hoher Atemwegsdrücke zu Undichtigkeiten kommen, d.h., dass Luft im Rachen nach außen oder in die Speiseröhre entweicht. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Drücke zu begrenzen. Gleichzeitig führt aber die Applikation eines sog. positiven endexspiratorischen Druckes (PEEP) zur Verhinderung eines Kollaps der Lunge und damit zur Verbesserung der Lungenfunktion und zur Erleichterung der Beatmung. Mit der vorliegenden Studie sollen zwei unterschiedliche PEEP bei der Beatmung mit einer Larynxmaske verglichen werden.

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Studiendetails

Studienziel Dichtigkeit während der Beatmung (hörbare Undichtigkeit und/oder gemessene Differenz zwischen exsp. und insp. Atemminutenvolumen am Beatmungsgerät)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 450
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universität Leipzig, medizinische Fakultät

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Klinische Notwendigkeit der Durchführung einer Allgemeinanästhesie mit einer Indikation für die Anwendung einer Larynxmaske
  • ASA I-II
  • Alter > 18 Jahre
  • BMI

Ausschlusskriterien

  • ASA > II
  • BMI > 30
  • Fehlende Einwilligungsmöglichkeit durch den Patienten selbst (z.B. Betreuung)
  • Kardiopulmonale Vorerkrankungen
  • Patienten mit einem erhöhten Aspirationsrisiko: fehlende Nüchternheit,
  • gastroösophageale Refluxkrankheit, Magenentleerungsstörung, Ösophagitis, Gastritis, Ulkuskrankheit - Operationen, bei denen eine dynamische Veränderung von Atemwegsdrücken zu erwarten ist (Operationen am Thorax, intraabdominelle Eingriffe, laparoskopische Eingriffe)
  • Andere Kontraindikationen gegen die Anwendung einer Larynxmaske
  • Schwangerschaft
  • Teilnahme an einer anderen interventionellen Studie
  • Klinische Notwendigkeit intraoperativer Spontanatmung

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Leipzig

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Häufig gestellte Fragen

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Die Atemwegssicherung ist zu jeder Allgemeinanästhesie eine conditio sine qua non. Zur Verfügung stehen neben der klassischen Maskenbeatmung verschiedene supraglottische Atemwegshilfen sowie der klassische Endotrachealtubus. Sowohl für elektive Narkosen als auch für die präklinische Notfallmedizin wurden in den letzten Jahren diverse supraglottische Atemwegshilfen (SAD) in die Praxis eingeführt, die eine gute Alternative versprachen. Allerdings sind viele Aspekte der Beatmung mit supraglottischen Atemwegshilfen wenig untersucht. So wissen wir beispielsweise, dass die Dichtigkeit von SAD mit zunehmender Höhe des verabreichten Spitzendruckes nachlässt. Daraus wird im klinischen Alltag typischerweise der Schluss gezogen, dass eine Druckbegrenzung zu einer sichereren Anwendung führt. Um Drücke begrenzen zu können, wird typischerweise auch ein niedrigerer PEEP angewandt. Unabhängig von der Art der Atemwegssicherung konnte für einzelne Patientenkollektive gezeigt werden, dass die intraoperative Beatmung mit kleinen Tidalvolumina und erhöhtem PEEP die Rate postoperativer Komplikationen senkt. Allerdings sind Daten uneinheitlich und eine aktuelle Metaanalyse kommt zu dem Schluss, dass der Vorteil einer alleinigen PEEP Erhöhung derzeit nicht belegt ist. Unabhängig von der Studienlage werden im klinischen Alltag regelmäßig höhere PEEP Niveaus angewandt und der Einfluss auf die Dichtigkeit von SAD bzw. die Durchführbarkeit der Beatmung ist bislang in einer größeren Untersuchung nicht beschrieben. Durch das vorliegende Studienprotokoll soll die Anwendung von SAD bei zwei unterschiedlichen PEEP Niveaus untersucht werden. Dazu werden die Dichtigkeit sowie Gasaustausch- und Beatmungsparameter nach einem standardisierten Protokollerfasst . Die Beatmung wird im Rahmen des Studienprotokolls standardisiert durchgeführt (druckkontrollierte Beatmung, definierte Tidalvolumen (6-8 ml/kg pbw), I:E 1:1 bis 1:2, Spitzendruckbegrenzung auf 20 mbar, Blockung der LMA nach Herstellerangaben. Es werden erwachsene Patienten eingeschlossen, die während einer Operation mit einer Larynxmaske beatmet werden, die einen BMI<30 haben und die eine Risikoklassifikation von I oder II (ASA) haben. Ausgeschlossen werden Schwangere und Patienten, die ein angenommenes erhöhtes Aspirationsrisiko haben. Insgesamt sollen 450 Patienten eingeschlossen und randomisiert werden.

Quelle

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