Beschreibung der Studie

Das eigene Schmerzerleben ist durch viele Faktoren beeinflusst. Unter anderem können Schmerzen anderer Personen "mitgefühlt" werden, die sog. Schmerzempathie. Diese Studie soll untersuchen, welche Auswirkungen die alleinige Beobachtung von schmerzhaften Rückenbewegungen auf die Schmerzwahrnehmung der beobachtenden Personen, besitzt. Hierfür wird die Schmerzwahrnemung der Probanden in Form der Druckschmerzschwelle getestet. Diese Schwelle beschreibt den Punkt, an welchem ein zunehmender Druck als Schmerz wahrgenommen wird. Bei Erreichen der Schwelle wird die Testung sofort beendet, sodass den Probanden weder unnötig Schmerzen noch Schaden zugefügt wird. Anschließend betrachten die Probanden ein Video, welches Personen bei Ausführung von offensichtlich schmerzhaften Bewegungen des Rückens (z.B. Heben schwerer Gewichte) zeigt. Diese Untersuchung soll eine Antwort darauf geben, ob und in welchem Maße unser eigenes Schmerzerleben durch empathische Prozesse mit der Umwelt, beeinflusst wird. Zunächst soll die Untersuchung in dieser Studie an gesunden Personen durchgeführt werden. Später soll eine Untersuchung an Persoenen mit Rückenschmerzen nachfolgen.

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Studiendetails

Studienziel Veränderungen der Druckschmerzschwelle am unteren Rücken. Die Messungen mit einem analogem Druckalgometer ("Force Dial", Wagner Instruments) erfolgten unmmitelbar vor und nach der Betrachtung des Videos/des Buches .
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Hochschule für Gesundheit

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Studierende der Hochschule für Gesundheit Bochum b) Alter > 18 Jahre c) Grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache (lesen und verstehen)

Ausschlusskriterien

  • akute untere Rückenschmerzen,
  • operative Eingriffe an der Wirbelsäule in der Vorgeschichte, c) Wunden, Hämatome, o.ä. am unteren Rücken,
  • schwerwiegende Einschränkungen der Sehfähigkeit,
  • schwerwiegende Einschränkungen der Kognition
  • „Red Flags“, welche auf eine schwerwiegende Grunderkrankung hinweisen können

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Rückenschmerzen-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Bei der Beobachtung von Schmerzerlebnissen werden vergleichbare kortikale Aktivierungsmuster im Bereich der Schmerzmatrix beim Beobachter ausgelöst, als würden diesem die Schmerzen selbst zugefügt. Dieses Phänomen wird als Empathie für Schmerz beschrieben. Personen mit unspezifischen Rückenschmerzen sind häufig durch psychosoziale Kontextfaktoren beeinflusst. Hierzu zählen unter anderem schmerzbezogene Ängste, Angtvermeidungsverhalten oder Kinesiophobie. Hypothetisch könnten Rückenschmerzpatienten bei der Beobachtung einer schmerzhaften Rückenbewegung, von beiden Faktoren beeinflusst werden, wodurch sich ihr eigenes Schmerzerleben verändert. Die Schmerzwahrnehmung wird hier in Form der Druckschmerzschwelle und mittels eines analogen Algometers gemessen. Die Empathiefähigkeit wird mithilfe des "Saarbrücker Persönlichkeitsfragebogens zur Empathie (SPF)" erhoben. Als Intervention dienen Videoaufnahmen schmerzhafter Rückenbewegungen des Alltags.

Quelle

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