Beschreibung der Studie

Eigene Vorarbeiten sowie Erkenntnisse unserer Kooperationspartner weisen auf die besondere Bedeutung des Blut-Hirn-Schranken-Gens ABCB1, des Stressregulationsgens FKBP5 sowie der sog. „Gliotransmitter“-Gene P2RX4 und P2RX7 in Hinblick auf Depressionsrisiko und antidepressiven Therapieerfolg hin. Genomische Indikatoren der Aktivität dieser Gene auf Expressionsebene sowie deren epigenetische Modifikationen eignen sich als sog. genomische Biomarker, die in Hinblick auf ihren diagnostischen Einsatz bei Depression validiert werden sollen. Das Vorhaben umfasst drei Teilprojekte. Im vorliegenden Teilprojekt, der sogenannten EDSP-Studie, steht die Frage im Mittelpunkt, welche Rolle epigenetischer Biomarker in Hinblick auf die Vererbung eines Erkrankungsrisikos für Depression spielen. Hierzu wird eine Familienstudie mit 100 Kindern und Jugendlichen durchgeführt, von denen die Hälfte eine an Depression erkankte Mutter aufweisen (Fälle), während die Eltern der andere Hälfte keine psychiatrischen Auffälligkeiten berichten (Kontrollen). Bei den Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern werden Speichelproben erhoben, um aus den darin enthaltenen Zellen Moleküle der Erbsubstanz, die sogenannte DNA, zu bestimmen. Neben den genetischen Bausteinen sollen insbesondere chemische Modifikationen der DNA gemessen werden (sog. epigenetische Modifikationen), die genauso wie die DNA von den Eltern an die Kinder weitergegeben werden und dadurch zur Vererbung des Erkrankungsrisikos beitragen können. Wir erwarten, dass sich das Erkrankungsrisiko in einer höheren Ähnlichkeit der epigenetischen Modifikationen zwischen Kind und Eltern aus Familien mit einer mütterlichen Depressionsdiagnose darstellt. Ziel des Teilrpojekts ist, dies Modifikationen zu identifizieren und deren Anteil am Erkrankungsrisiko zu ermitteln.

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Studiendetails

Studienziel Assoziation der Methylierungsraten zwischen Kind und Mutter bzw. Vater getrennt nach Familien mit und ohne maternale Depression. Ziel ist, diejenigen Genloci zu identifizieren, die die stärkste Differnzierung beider Gruppen an Familien ermöglichen. Der Focus der Analyse liegt insbesonderen auf den DNA-Methylierungsraten in CpG-reichen Regionen der Gene ABCB1, FKBP5, P2RX4 und P2RX7.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von 3 bis 17 Jahren; auf eine Balancierung der Alters- und Geschlechtsverteilung zwischen Fall- und Kontrollkohorte ist zu achten; Vorliegen der rechtsverbindlichen Studieneinwilligung mindestens eines Erziehungsberechtigten des Studienteilnehmers sowie mündliche und/oder schriftliche Einwilligung des minderjährigen Studienteilnehmers

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung beim Studienteilnehmer gemäß der Diagnosegruppe F84 des ICD10

Adressen und Kontakt

Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München

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Häufig gestellte Fragen

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Zur Klärung der Bedeutung epigenetischer DNA-Modifikationen für die Vererbung des Erkrankugnsrisiko für Depression wird eine Familienstudie mit 100 Kindern und Jugendlichen aus Familien mit und ohne maternale Lebenszeitdiagnose einer Depression durchgeführt. Die Diagnostik erfolgt bei den Kindern mittels des Diagnostischen Interviews bei psychischen Störungen im Kindes- und Jugendalter (Kinder-DIPS), bei den Eltern mittels des Munich Composite Internation Diagnostic Interview for Mental Disorders (M-CIDI). Bei Kindern und Eltern werden Speichelproben gesammelt, aus denen DNA extrahiert und genoytpisiert wird und die Methylierungsrate CpG-reicher Genregionen untersucht werden. Insbesondere stehen dabei die folgenden Kandidatengene im Mittelpunkt der Analysen: ABCB1, FKBP5, P2RX4, P2RX5. Der Anteil genetisch und epigenetisch an die Kinder vererbte Information wird zwischen Fall- und Kontrollfamilien verglichen.

Quelle

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