Beschreibung der Studie

Es wird angenommen, dass 19-83% der Menschen mit Demenz im Heim mit Schmerzen leben. Das Ziel dieser Studie ist die Bedürfnisse der Menschen mit Demenz bei Schmerzen zu erfassen. Pflegende aller Qualifikationsstufen werden im Schmerzassessment und im Schmerzmanagement geschult. Outcomes sind: Schmerzereignisse pro Schicht und Woche, Schmerintensitiät, schmerzfreie Intervalle.

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Studiendetails

Studienziel -Schmerzereignisse pro Arbeitsschicht und Arbeitswoche -Schmerzintensität pro Arbeitsschicht und pro Arbeitstag - schmerzfreie Intervalle gemessen bei T0 (Tag 1-49), T1 (Tag 159-207) und T2 (377-425) mittels BPSD-Skala. Die Daten der Vergleichsgruppe kommen aus der Zurich Life And Death with Advanced Dementia (ZULIDAD) Study. die ZULIDAD Daten wurden gesammelt von Menschen mit Demenz in Heimen (Männer und Frauen), die älter als 70 Jahr als waren (n=150) und in einem Pflegeheim lebten. Die Daten der Interventions- und Vergleichsgruppe sind ähnlich, weil dasselbe Assessmentinstrument benutzt wird und beinhaltet Schmerzdauer, Schmerzintensität, Verhaltensauffälligkeiten, Unterschiede bei der Psychopharmakaeinnahme und Unterschiede bei Schmerzmedikamenten. Der Vergleich wird je am ersten und 49.Tag bei T0, T1 und T2 vorgenommen und mit der historischen Stichprobe verglichen.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 411
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Swiss Academy of Medical Science
Weitere Informationen Studienwebseite

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Pflegende aller Qualifikationsstufen werden in die Studie aufgenommen, trainiert und beraten während den Interventionen. Folgende Einschlusskriterien wurden für das Pflegepersonal (Assistent, Sekundar- und Tertiärstufe) festgehalten:
  • sind mindestens 18 Jahre alt;
  • sind seit mindestens 12 Monate in der jeweiligen Organisation beschäftigt;
  • arbeiten mindestens 30%;
  • sind in der Lage auf Deutsch zu kommunizieren.

Adressen und Kontakt

Alters- und Pflegeheim, Thürgau und Zürich

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andrea Koppitz

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Häufig gestellte Fragen

Es wird geschätzt, dass 19% bis 83% der Menschen mit Demenz an Schmerzen leiden, die in den letzten Lebensmonaten unzureichend behandelt werden. Einer großen Anzahl von Mitarbeitern, die sich um diese Personen in Pflegeheimen kümmern, fehlt es an fachlicher Kompetenz und daher werden die medizinischen Probleme in komplexen Situationen nicht rechtzeitig, ordnungsgemäß und effizient eingeschätzt und behandelt, wie die Schmerztherapie bei Demenz. Ziel dieser Interventionsstudie ist die Untersuchung der Schmerzintensität und -dauer bei Demenzkranken in Pflegeheimen. Eine quasi-experimentelle pflegegeleitete-Interventionsstudie auf der Basis einer Gelegenheitsstichprobe in vier Pflegeheimen im Kanton Zürich untersucht die Auswirkungen auf die Demenzkranken (n = 411), auf die Einrichtung und das Qualifikationsniveau der Beschäftigten mittels einer Ereignisanalyse und einer mehrebenen Analyse. Es gibt drei Beobachtungszyklen (T0, T1, T2) und zwei Interventionszyklen (I1, I2) mit einer Gesamtstudiendauer von 425 Tagen. Weiter findet eine Prozessevaluation auf der Grundlage von Dobbins statt, die insbesondere das Veränderungspotenzial in der klinischen Praxis von Change-Agenten analysiert. Pflegeheime können die Erkenntnisse aus der Interventionsstudie in ihren internen Qualitätskontrollprozessen integrieren. Verbesserungen können von den Pflegeheimen selbst beeinflusst werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien