Beschreibung der Studie

Kognitive Beeinträchtigungen stellen neben den motorischen Symptomen ein häufiges Symptom bei der Parkinsonschen Erkrankung dar. Zu den häufigsten und frühsten kognitiven Beeinträchtigungen bei Parkinson-Patienten zählen Dysfunktionen des Arbeitsgedächtnisses. Das Arbeitsgedächtnis ist ein kapazitätsbegrenztes System des Gedächtnisses, das für die kurzfristige Speicherung und Manipulation von Informationen verantwortlich und daher von zentraler Bedeutung für das Ausführen anderer kognitiver Prozesse ist. Bei Parkinson-Patienten können sowohl der Umfang als auch die Effizienz des Arbeitsgedächtnisses beeinträchtigt sein. Studienergebnisse bei Gesunden und verschiedenen Patientengruppen, jedoch bislang nicht bei Parkinson-Patienten, deuten darauf hin, dass sich sowohl der Umfang als auch die Effizienz des Arbeitsgedächtnisses mit gezieltem Training positiv beeinflussen lassen und zudem möglicherweise auch andere kognitive Leistungen (u.a. die Aufmerksamkeit) davon profitieren können. Bei Parkinson-Patienten wurden die Effekte eines gezielten Arbeitsgedächtnistrainings bislang noch nicht untersucht. Es ergibt sich daher die Frage, welche Effekte ein intensives Training des Arbeitsgedächtnisses bei Parkinson-Patienten auf kognitiven Leistungen hat und und ob mögliche Veränderungen der kognitiven Leistungen auch mit Veränderungen der Hirnaktivität zusammenhängen. Zudem soll untersucht werden, durch welche Faktoren der Trainingserfolg vorhergesagt werden kann. In dieser Studie sollen Parkinson-Patienten ohne kognitive Beeinträchtigungen im Alter von 45 bis 85 Jahren zufällig in zwei Gruppen eingeteilt werden, von der die eine Gruppe (Interventionsgruppe) zwischen der ersten und der zweiten Testung an einem fünfwöchigen digitalen Arbeitsgedächtnistraining teilnimmnt, während die andere Gruppe (Kontrollgruppe) im selben Zeitraum kein Training erhält. Es wird erwartet, dass ein fünfwöchiges Arbeitsgedächtnistraining bei Parkinson-Patienten ohne kognitive Beeinträchtigung zu einer Verbesserung der Leistungen des Arbeitsgedächtnisses führt und darüber hinaus Verbesserungen in anderen kognitiven Leistungen und motorischen Symptomen beobachtet werden können. Zudem soll die Hypothese geprüft werden, ob der Trainingserfolg durch das Alter, die Bildung, die Krankheitsschwere, die Selbstwirksamkeitserwartung und die Motivation an einem Training teilzunehmen vorhergesagt werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Leistungen zur Prä-, Post- und 14-Wochen Follow-Up-Testung in den Bereichen des verbalen Arbeitsgedächtnisses (digit span forward (Wechsler Memory Scala-revidierte Fassung; WMS-R), digit span backward (Wechsler Memory Scala-revidierte Fassung; WMS-R), verbal n-Back (Wiener Testsystem; WTS)) und des visuellen Arbeitsgedächtnisses (Corsi-Block Tapping forward (Wiener Testsystem; WTS), Corsi-Block Tapping backward (Wiener Testsystem; WTS), nonverbal n-Back (Wiener Testsystem; WTS))
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 72
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Medizinische Psychologie: Neuropsychologie und Gender Studies Uniklinik Köln

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Einschlusskriterien

  • Diagnose eines idiopathischen Parkinsonsyndroms, keine kognitiven Beeinträchtigungen (MDS-Level II-PD-MCI Kriterien), keine Demenz, sehr gute Deutschkenntnisse, ausreichendes oder ausreichend korrigiertes Seh- und Hörvermögen, Probandeninformation und Einwilligungserklärung unterzeichnet

Ausschlusskriterien

  • andere aktuelle oder vergangene neurologische Erkrankungen (außer Parkinson), Tiefenhirnstimulator, aktuelle psychiatrische Erkrankungen, schwere depressive Symptome, körperliche Beeinträchtigungen, die die Bedienung eines Computers nicht ermöglichen, Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung

Adressen und Kontakt

Uniklinik Köln, Köln

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Kognitive Beeinträchtigungen stellen ein häufiges nicht-motorisches Symptom bei der primär durch motorische Symptome charakterisierten Parkinson-Erkrankung dar. Zu den häufigsten und frühsten kognitiven Dysfunktionen zählen, neben Beeinträchtigungen anderer exekutiver Funktionen, Dysfunktionen des Arbeitsgedächtnisses. Das Arbeitsgedächtnis ist ein kapazitätsbegrenztes System des Gedächtnisses, das für die kurzfristige Speicherung und Manipulation von Informationen verantwortlich ist und daher von zentraler Bedeutung für das Ausführen anderer kognitiver Prozesse ist. Bei Parkinson-Patienten können sowohl die Kapazität als auch die Effizienz des Arbeitsgedächtnisses beeinträchtigt sein. Studienergebnisse bei Gesunden und verschiedenen Patientengruppen, jedoch bislang nicht bei Parkinson-Patienten, deuten darauf hin, dass sich sowohl der Umfang als auch die Effizienz des Arbeitsgedächtnisses mit gezieltem Training positiv beeinflussen lässt und zudem möglicherweise auch andere kognitive Leistungen (u.a. die Aufmerksamkeit) davon profitieren können. Bei Parkinson-Patienten wurden die Effekte eines gezielten Arbeitsgedächtnistrainings bislang noch nicht untersucht. Es ergibt sich daher die Frage, welche kognitiven und neuralen Effekte ein intensives Training des Arbeitsgedächtnisses bei Parkinson-Patienten hat und durch welche Faktoren der Trainingserfolg vorhergesagt werden kann. In dieser Studie sollen 72 Parkinson-Patienten im Alter von 45 bis 85 Jahren im Rahmen einer einfach-blinden randomisierten, kontrollierten Studie entweder einer Interventionsgruppe, die zwischen der Vor- und Nachtestung ein fünfwöchiges digitales Arbeitsgedächtnistraining durchführt, oder einer passiven Kontrollgruppe zugeteilt werden, um die kognitiven und neuralen Effekte des Trainings zu evaluieren und Prädiktoren des Trainingserfolgs zu ermitteln. Es wird erwartet, dass sich die Teilnehmer Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe in ihren Leistungen in Arbeitsgedächtnistests sowie in anderen kognitiven Tests verbessern werden. Darüber hinaus erwarten wir, dass mit der Arbeitsgedächtnisleistung assoziierte Hirnregionen bzw. deren Netzwerke in Folge des Arbeitsgedächtnistrainings effizienter funktionieren, was sich in einer Zunahme subkortikaler Aktivität im Bereich der Basalganglien und/oder in einer Reduktion kortikaler Aktivität in frontro-parietalen Hirnregionen darstellen sollte. Zudem soll die Hypothese geprüft werden, ob der Trainingserfolg durch das Alter, die Bildung, die Krankheitsschwere, die Selbstwirksamkeitserwartung und die Motivation an einem Training teilzunehmen vorhergesagt werden kann.

Quelle

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