Beschreibung der Studie

Personen im Alter von 40-60 Jahren haben bei familiärer Vorbelastung von Darmkrebs ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, selbst an Darmkrebs zu erkranken. Dabei könnten bei einer frühzeitigen Vorsorge fast alle Darmkrebsfälle verhindert werden. Die RaPS-Studie (Risiko-adaptierte Präventions-Strategien für Darmkrebs) ist eine multizentrische epidemiologische Beobachtungsstudie und wird vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg organisiert und in enger Zusammenarbeit mit den Studienzentren in Dresden, München, und Stuttgart durchgeführt. Mit der RaPS-Studie möchten wir unter anderem herausfinden, bei wie vielen Menschen in Deutschland eine familiäre Vorbelastung durch Darmkrebs vorliegt. Das hilft uns bei der Erarbeitung von Konzepten und Maßnahmen, um diesen Personen mit einer gezielteren Vorsorge in Zukunft noch besser helfen zu können. Der Ablauf der Rekrutierung der Studienteilnehmer besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil der Studie werden ca. 160 000 Personen im Alter von 40-54 Jahren aus der Allgemeinbevölkerung in Dresden, München und Stuttgart angeschrieben und gebeten einen Online-Fragebogen auszufüllen. Das primäre Ziel dabei ist es Personen mit einer familiären Vorgeschichte von Darmkrebs zu identifizieren. Im zweiten Studienteil werden diese Personen zu einem Beratungsgespräch über Darmkrebsprävention in die Studienzentren eingeladen (erwartete Anzahl: 3000 Personen). Im Rahmen des Beratungsgesprächs werden die Teilnehmer um das Ausfüllen eines weiteren Fragebogens sowie die Abgabe einer Blutprobe und Rücksendung einer Stuhlprobe gebeten. Unter anderem wird auch die Durchführung einer diagnostischen Koloskopie empfohlen (entsprechend der deutschen S3-Leitlinie für diese Risikogruppe). Mit der RaPS-Studie möchten wir einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, in Zukunft eine noch bessere Darmkrebsvorsorge für Personen mit familiärem Risiko in Deutschland zu ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Die Ziele dieser multizentrischen Studie sind: a) die Schaffung der notwendigen empirischen Evidenz für die Konzeption und Umsetzung von effizienten Risiko-adaptierten KRK (kolorektale Karzinome)-Screening-Strategien in der Hochrisikogruppe von Personen mit familiärer Anamnese von KRK; b) die Ermittlung und Bewertung neuer Biomarker für die nichtinvasive Risiko-Stratifizierung und Früherkennung von KRK und seiner Vorstufen bei Personen mit familiärer Anamnese von KRK.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Person in gezogenen Stichproben enthalten (Wohnhaft in Dresden, München, Stuttgart; 40-54 Jahre);
  • Ausreichende Deutschkenntnisse

Ausschlusskriterien

  • Nicht in Stichprobe enthalten oder unzureichende Deutschkenntnisse

Adressen und Kontakt

Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie (IKP), Stuttgart

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Universitätsklinikum, München

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Universitätsklinikum, Dresden

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Häufig gestellte Fragen

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Personen im Alter von 40-60 Jahren mit einer familiären Anamnese von Darmkrebs bei Verwandten ersten Grades haben ein 2- bis 4-fach erhöhtes Risiko für kolorektale Karzinome (KRK) im Vergleich zu Personen ohne familiäre Vorbelastung. Deshalb wird für diese Hochrisikogruppe ein früherer Beginn des Darmkrebsscreenings empfohlen, z.B. eine erste Screening-Koloskopie bereits vor dem 50. Lebensjahr. Allerdings ist die Datenlage zur Prävalenz von relevanten Koloskopiebefunden und deren Anstieg mit dem Alter in dieser Gruppe noch sehr begrenzt. Auch gibt es im deutschen Gesundheitssystem bislang keine risiko-adaptierten Screeningangebote. Die RaPS-Studie (Risiko-adaptierte Präventions-Strategien für Darmkrebs) wird am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg koordiniert und bundesweit an Partnerstandorten des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) in Dresden, München und Stuttgart durchgeführt. Ziele dieser multizentrischen epidemiologischen Beobachtungsstudie sind: a) die Schaffung der notwendigen empirischen Evidenz für die Konzeption und Umsetzung von effizienten risiko-angepassten KRK-Screening-Strategien in der Hochrisikogruppe von Personen mit familiärer Anamnese von KRK; b) die Ermittlung und Bewertung neuer Biomarker für die nichtinvasive Risiko-Stratifizierung und Früherkennung des KRK und seiner Vorstufen bei Personen mit familiärer Anamnese eines KRK. Der Ablauf der Rekrutierung der Studienteilnehmer besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil der Studie werden ca. 160 000 Personen im Alter von 40-54 Jahren aus der Allgemeinbevölkerung in Dresden, München und Stuttgart angeschrieben und gebeten einen Online-Fragebogen auszufüllen. Das primäre Ziel dabei ist es Personen mit einer familiären Vorgeschichte von Darmkrebs zu identifizieren. Im zweiten Studienteil werden diese Personen (erwartete Anzahl: 3000 Personen) zu einem Beratungsgespräch über Darmkrebsprävention in die Studienzentren eingeladen. Im Rahmen des Beratungsgesprächs werden die Teilnehmer um das Ausfüllen eines weiteren Fragebogens sowie die Abgabe einer Blutprobe und Rücksendung einer Stuhlprobe gebeten. Sofern den Teilnehmern im Rahmen des von gastroenterologisch tätigen Ärzten durchgeführten Beratungsgespräches eine Darmspiegelung empfohlen wird, werden die Ergebnisse dieser Darmspiegelung ebenfalls in die Analysen miteinbezogen. Mit diesem Projekt wird eine empirische Basis für die Ausgestaltung und Umsetzung neuer, risiko-adaptierter Darmkrebs-Screening-Strategien geschaffen, die eine zielgerichtete, effektivere Prävention von Darmkrebs in der Hochrisikogruppe von Personen mit familiärer Vorgeschichte ermöglichen soll.

Quelle

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