Beschreibung der Studie

Patienten mit sekundären Lebertumoren erhalten eine Therapy mit SIRT (Selektive Interne Radiotherapie). Eine spezifische Bestimmung der Änderung der Funktion und des Volumens nach Yttrium-90-Radioembolisation des rechten Leberlappens.

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Studiendetails

Studienziel Die Veränderungen der Leberfunktion des nicht-embolisierten Lappens vor und nach der unilobaren Radioembolisation wird bestimmt. LIMONTEST und Leberfunktionsszintigraphie werden vor und nach Therapie durchgeführt.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Klinik für Radiologie und NuklearmedizinUniversität Magdeburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die für eine Yttrium-90-Radioembolisation (entweder nur rechter Leberlappen oder sequentiell der gesamten Leber, beginnend mit rechts) geplant sind.
  • Sekundäre Lebermalignome
  • ECOG 0-2

Ausschlusskriterien

  • Kontraindikationen für MRT oder Gd-EOB-DTPA oder eine Leberfunktionsszintigraphie.
  • Leberzirrhose
  • Lebereigene Tumoren (HCC / CCC)
  • Patienten, die bereits eine lokale Therapie oder eine Leberchirurgie im linken Leberlappen erhalten haben, bzw. Patienten, die eine weitere Behandlung der linken Leber im Beobachtungszeitraum erhalten sollen.
  • Tumorlast im linken Leberlappen >10%
  • Pfortaderthrombose
  • Volumen des nicht embolisierten Leberlappens >30%

Adressen und Kontakt

Radiologie und Nuklearmedizin, Magdeburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Bei Patienten mit isolierter rechtshepatischer Metastasierung, bei denen prinzipiell ein kurativer Therapieansatz durch Leberresektion in Frage kommt, ist die Durchführbarkeit dieser Operation u.a. von der Größe der linkslateralen Lebersegmente abhängig, da diese nach einer erweiterten Hemihepatektomie rechts allein die Leberfunktion gewährleisten müssen. Im Falle einer zu kleinen Restleber („future liver remnant“, FLR) kann eine präoperative Hypertrophieinduktion des FLR durchgeführt werden, wofür die Embolisation der Pfortaderäste des zu resezierenden Leberlappens das etablierte Standardverfahren ist. Mit dieser Maßnahme werden in spezialisierten Zentren bis zu 70% Volumenzuwachs des nicht-embolisierten Lebergewebes erreicht. Ein in der Literatur diskutierter Nachteil des Verfahrens ist, dass damit gleichzeitig das Tumorwachstum sowohl im embolisierten als auch im nicht-embolisierten Leberlappen stimuliert wird, wodurch es in bis zu 30% der Fälle während des Zeitraums der Hypertrophieinduktion (ca. 3-6 Wochen) zur Irresektabilität des Tumors kommt. In den letzten Jahren wurde in mehreren Studien beschrieben, dass es auch nach 90Y-Radioembolisation eines Leberlappens, die primär zur palliativen Therapie von Lebertumoren eingesetzt wird, zu einem Volumenzuwachs des kontralateralen Leberlappens kommt. Theoretisch würde dies bei Patienten mit kurativem Therapieansatz ermöglichen, eine für eine erweiterte Resektion ausreichende Hypertrophie des FLR mit geringerem Risiko einer Stimulation des Tumorwachstums im embolisierten Leberlappen zu erreichen, was vor allem für Patienten von Vorteil wäre, die aufgrund anatomischer Nähe des Tumors zu nicht resezierbaren Gefäß- oder Gallenwegsstrukturen irresektabel zu werden drohen. In einer vorangegangenen eigenen Analyse konnte aber gezeigt werden, dass der kontralaterale Volumenzuwachs nach 90Y-Radioembolisation zwar signifikant, jedoch schwächer ausgeprägt ist als nach Pfortaderembolisation. Es gibt aber Hinweise, dass der Funktionszugewinn des nicht embolisierten Leberlappens nach Pfortaderembolisation den Volumenanstieg deutlich übersteigt. Sollte dies auch für die 90Y-Radioembolisation gelten, so könnte dieses Verfahren möglicherweise trotz der geringeren Volumeninduktion als Alternativverfahren zur Pfortaderembolisation zur Konditionierung vor erweiterten Leberresektionen in Frage kommen.

Quelle

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