Beschreibung der Studie

Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnheilkunde und behandelt Zahn- und Kieferfehlstellungen. Bislang existieren jedoch wenige evidenzbasierte Daten bezüglich der Bedeutung von fehlpositionierten Zähnen (Malokklusionen) und Kieferfehlstellungen (Dysgnathien) bzw. deren Korrektur für die orale Gesundheit und die assoziierte Lebensqualität der Patienten. Es wird angenommen, dass Engstände von Zähnen aufgrund der sich bildenden, über die Zahnpflege nur schlecht erreichbaren Schmutznischen zu einem erhöhten Auftreten von Karies, Zahnfleischentzündungen, parodontalen Taschen (Parodontitis) und Zahnfleischrückgang sowie einem erhöhten Risiko von Zahnfrakturen durch Überbelastung falsch stehender Zähne während Bewegungen führen. Karies und Parodontitis weisen eine extrem hohes Vorkommen von bis zu 90% bei Schulkindern auf und werden von der WHO als „wichtigste globale orale gesundheitliche Lasten“ bezeichnet. Sie führen langfristig zu einer eingeschränkten Kaufunktion und Sprachbildung sowie Zahnschmerzen und einem Verlust von Zähnen. Der kieferorthopädischen Korrektur könnte daher eine wichtige vorbeugende Funktion für die Entstehung und das Fortschreiten dieser Erkrankungen zukommen. Bislang fehlt jedoch eine klare evidenzbasierte Aussage über mögliche Zusammenhänge von Zahn-/Kieferfehlstellungen/Angewohnheiten und dem Auftreten verschiedener oraler Erkrankungen, darunter der Karies, der Parodontitis/Zahnfleischentzündung, kranio-mandibulärer Dysfunktionen (Kiefergelenksbeschwerden) sowie der Lebensqualität des Patienten bezogen auf die Mundgesundheit. Bisherige Untersuchungen zielten entweder auf jugendliche Patienten, hatten zu geringe Fallzahlen und zeigten unterschiedliche Ergebnisse. Wenn Zusammenhänge nachgewiesen werden, hat dies eine große Bedeutung für Patienten, da die epidemiologischen, evidenzbasierte Daten in diesem Fall eine Neubeurteilung, wissenschaftliche Bestätigung bzw. Erweiterung der Indikation einer kieferorthopädischer Therapie zur Korrektur von Malokklusionen und Habits nahelegen würden. Aus diesem Grund sollen mögliche Zusammenhänge einer Malokklusion/Habits mit oralen Erkrankungen und der assoziierten Lebensqualität in einer umfangreichen epidemiologischen multizentrischen Studie untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel 14 klinisch-orale Untersuchungen und 9 Fragebögen: a)Haben Malokklusionen und Habits, CMD/Okklusion einen Einfluss auf die Lebensqualität? b)Haben orale Erkrankungen einen Einfluss auf die Lebensqualität? c)Gibt es einen korrelativen Zusammenhang zwischen Malokklusionen/Habits und oralen Erkrankungen sowie CMD/Okklusion?
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 818
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Regensburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnehmer volljährig (über 18 Jahre alt);
  • Keine Syndrome/dentofaziale Anomalien (z.B. LKG-Spalten);
  • Keine aktuelle
  • kieferorthopädische Behandlung
  • kieferorthopädische Retention;
  • Keine frühere oder aktuelle
  • Dysgnathie-Chirurgie
  • Parodontalchirurgie;
  • Teilnehmer gesund
  • in den letzten 3 Monaten keine ernsten und keine chronischen Erkrankungen und Stoffwechselstörungen und keine Dauermedikation)

Ausschlusskriterien

  • Teilnehmer minderjährig (unter 18 Jahre alt);
  • Syndrome/dentofaziale Anomalien (z.B. LKG-Spalten);
  • aktuelle
  • kieferorthopädische Behandlung
  • kieferorthopädische Retention;
  • frühere oder aktuelle
  • Dysgnathie-Chirurgie
  • Parodontalchirurgie;
  • Teilnehmer nicht gesund
  • in den letzten 3 Monaten ernste oder chronische Erkrankungen und Stoffwechselstörungen und oder Dauermedikation)

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Regensburg

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Häufig gestellte Fragen

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Die Kieferorthopädie ist ein Teilgebiet der Zahnheilkunde und behandelt Zahn- und Kieferfehlstellungen. Bislang existieren jedoch wenige evidenzbasierte Daten bezüglich der Bedeutung von fehlpositionierten Zähnen (Malokklusionen) und Kieferfehlstellungen (Dysgnathien) bzw. deren Korrektur für die orale Gesundheit und die assoziierte Lebensqualität der Patienten. Es wird angenommen, dass Engstände von Zähnen aufgrund der sich bildenden, über die Zahnpflege nur schlecht erreichbaren Schmutznischen zu einer erhöhten Prävalenz von Karies, Gingivitiden, parodontalen Taschen (Parodontitis) und Rezessionen sowie einem erhöhten Risiko von Zahninfraktionen durch Überbelastung falsch angulierter Zähne während funktioneller Bewegungen führen. Karies und Parodontitis weisen eine extrem hohe Prävalenz von bis zu 90% bei Schulkindern auf und werden von der WHO als „wichtigste globale orale gesundheitliche Lasten“ bezeichnet. Sie führen langfristig zu einer eingeschränkten Kaufunktion und Phonetik sowie Zahnschmerzen und einem Verlust von Zähnen. Der kieferorthopädischen Korrektur könnte daher eine wichtige prophylaktische Funktion für die Entstehung und Progression dieser Erkrankungen zukommen. Bislang fehlt jedoch eine klare evidenzbasierte Aussage über eine mögliche Korrelation von Malokklusionen/Habits und dem Auftreten verschiedener oraler Erkrankungen, darunter der Karies, der Parodontitis/Gingivitis, kranio-mandibulärer Dysfunktionen sowie der Lebensqualität des Patienten bezogen auf die orale Gesundheit. Bisherige Untersuchungen zielten entweder auf jugendliche Patienten, hatten zu geringe Fallzahlen und zeigten unterschiedliche Ergebnisse. Wenn Zusammenhänge nachgewiesen werden, hat dies eine große Bedeutung für Patienten, da die epidemiologischen, evidenzbasierte Daten in diesem Fall eine Neubeurteilung, wissenschaftliche Bestätigung bzw. Erweiterung der Indikation einer kieferorthopädischer Therapie zur Korrektur von Malokklusionen und Habits nahelegen würden. Aus diesem Grund sollen mögliche Zusammenhänge einer Malokklusion/Habits mit oralen Erkrankungen und der assoziierten Lebensqualität in einer umfangreichen epidemiologischen multizentrischen Studie untersucht werden.

Quelle

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