Beschreibung der Studie

Kommerziell verfügbare Hörgeräte wurden so modifiziert, dass ein schmaler Anteil des Klangspektrums der akustischen Umgebung herausgefiltert wird (Kerbfilterung). Diese Filterung bedingt eine Veränderung der Nervenantworten in der Hörbahn im Bereich des Hirnstamms über Mechanismen der seitlichen Hemmung. In der Folge wird eine übersteigerte Aufmerksamkeitsbindung auf den Tinnituston reduziert und somit der Tinnituston in seiner Intensität abgemildert. Kerbgefilterte Hörgeräte können effektiv die Tinnitusbelastung von Patienten aller Schweregrade verringern. Dieser Effekt zeigt sich in der Patientenselbsteinschätzung (Fragebögen) und in der elektrischen Aktivität des Gehirns. Langzeit-Effekte einer Belastungsreduktion durch Habituation (Lernen) sind nachweisbar.

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Studiendetails

Studienziel Tinnitus Fragebögen TF52 (nach Goebel und Hiller). Ausgewertet wurden die TF52-Punkte über den Verlauf von sechs Monaten. Die Fragebögen wurden nach Beginn der Intervention, sowie nach 3 und 6 Monaten am Therapieort ausgefüllt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 43
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Chronischer (> 6 Monate), tonaler Tinnitus mit einer TQ12-Score über 10 ohne zeitliche Unterbrechungen.
  • Milder bis moderater Hörverlust
  • Keine neurologischen Vorerkrankungen

Ausschlusskriterien

  • Alzheimer'sche Krankheit, Morbus Meniere, Akustikusneurinom, Aufmerksamkeitsdefiziterkrankung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Tinnitus-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Scharfe spektrale Flanken in akustischen Stimuli erweisen sich als vielversprechend in der Behandlung von tonalem Tinnitus. Erhöhte neuronale Aktivität und eine reduzierte Interspike-Varianz in Tinnitus können durch gezielte Aktivierung lateraler Inhibitionspfade normalisiert werden, beispielsweise durch spektrale Kerbfilter in akustischen Stimuli. Kommerziell verfügbare Hörgeräte wurden derart modifiziert, dass 0.5 Oktaven zentriert auf die individuelle Tinnitusfrequenz ausgeblendet werden. Ein Kerbfilter mit steilen Flanken wird genutzt um die pathologisch veränderte neuronale Aktivität bei Tinnitus über laterale Projektionsbahnen zu normalisieren. Diese leicht zugängliche Methode bietet eine größere Unabhängigkeit von zeitlich festgelegten (Re-)Trainingseinheiten und zusätzliche Freiheitsgrade im individuellen Design der Tinnitusintervention. Wir evaluieren diesen Behandlungsansatz über eine Dauer von sechs Monaten mittels etablierten psychometrischen Instrumenten und mittels elektroenzephalographischer Daten in einer Doppel-Blind-Studie.

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