Beschreibung der Studie

Unklare körperliche Beschwerden, für die keine körperliche Ursache gefunden wird, sind in der hausärztlichen Versorgung häufig. Körperliche Erkrankungen können auch von einer übermäßigen Beschäftigung mit den Beschwerden und Sorge der Patientinnen und Patienten begleitet sein. Patientinnen und Patienten mit diesen Beschwerdebildern leiden an sogenannten somatoformen Störungen (nach DSM-IV) bzw. an einer somatischen Belastungsstörung (nach DSM-5, diagnostische Manuale aus dem Bereich der spezialärztlichen Versorgung). In der hausärztlichen Versorgung wird diese Störung häufig erst lange nach erstmaligem Auftreten der Beschwerden festgestellt. Dies beinhaltet unter anderem, dass viele medizinische Untersuchungen (Labortests, Überweisungen zu anderen Fachärzten) durchgeführt werden, ohne dass eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Die vorliegende Studie ist Teil eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts (BeSSD-GP), das die Barrieren für die Diagnose einer somatischen Belastungsstörung in der hausärztlichen Versorgung erforscht. Das Ziel dieser Teilstudie ist den diagnostischen Prozess an Einzelfällen aus Sicht der Patient/innen und Hausärzt/innen nachzuvollziehen und das subjektive Erleben Betroffener zu verstehen. Dazu werden Interviews mit einander bekannten Patient/innen und Ärzt/innen durchgeführt. Die Interviews werden mithilfe von Leitfäden durchgeführt und qualitativ ausgewertet.

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Studiendetails

Studienziel Induktive Kategorien einer qualitativen Inhaltsanalyse der Interviewtranskriptionen.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 32
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hausärzte (Vollversorger) mit eigener Praxis, aus einer Gemeinschaftspraxis oder einem medizinischen Versorgungszentrum, die eine/n Patient/in zur Teilnahme an den dyadischen Interviews rekrutieren.

Ausschlusskriterien

  • Hausärzte mit Zusatzangebot Psychotherapie.

Adressen und Kontakt

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Praxis, Hamburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Patientinnen und Patienten mit unspezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden konsultieren vorwiegend Hausärztinnen und Hausärzte. Aufgrund ihres Primärversorgungsauftrags übernehmen die Hausärztinnen und Hausärzte eine zentrale Rolle bei der Diagnosestellung und Therapie der somatoformen Störungen (nach DSM-IV) bzw. somatischen Belastungsstörung (nach DSM-5). In der hausärztlichen Versorgung werden diese Störungen häufig erst lange nach erstmaligem Auftreten der Beschwerden festgestellt und diagnostiziert. Verschiedene Faktoren scheinen dafür verantwortlich zu sein, darunter Aspekte der Arzt-Patienten-Beziehung, konzeptuelle sowie ökonomische Rahmenbedingungen. Gemäß der interdisziplinären S3-Leitlinie der AWMF 'Nicht-spezifische, funktionelle und somatoforme Körperbeschwerden' sind allerdings gesicherte Erkenntnisse zum diagnostischen Prozess aus qualitativ hochwertigen Studien unzureichend und es gibt wenig Informationen über Barrieren oder hinderliche Faktoren, welche die leitliniengerechte Diagnosestellung erschweren. Diese zweite Teilstudie schließt sich an eine Fokusgruppenstudie mit Hausärzt/innen an (DRKS-ID: DRKS00009736). Es werden hier nun Patient/innen, die Einschlusskriterien für eine somatoforme Störung (DSM-IV) oder eine somatische Belastungsstörung (DSM-5) erfüllen, und ihre jeweiligen Hausärzt/innen separat zu leitfadengestützten Interviews eingeladen. Die Teilnehmer/innen berichten hierbei über ihr subjektives Erleben des diagnostischen Prozesses der genannten Störungen. Eine qualitative Inhaltsanalyse der Interviewdaten zeigt die konkreten diagnostischen Prozesse bei Betroffenen mit somatoformer Störung oder somatischer Belastungsstörung auf.

Quelle

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