Beschreibung der Studie

Der Verlust eines Angehörigen durch eine Krebserkrankung stellt für viele Betroffene eine große Belastung dar. Im Trauerprozess erfolgen eine Verarbeitung der Trauer und eine Loslösung von der verstorbenen Person. Dies ist häufig verbunden mit intensiven Gefühlen von Trennungsschmerz, Sehnsucht oder Traurigkeit, schmerzvollen, aber auch positiven Erinnerungen an den verstorbenen Menschen. Den meisten trauernden Hinterbliebenen gelingt die Anpassung an die neue Lebensrealität. Bei einigen lässt jedoch auch nach mehreren Monaten nach dem Verlust die intensive Trauer nicht nach und sie erleben eine langanhaltende Trauerreaktion. Es gibt verschiedene therapeutische Maßnahmen, die Menschen dabei unterstützen, eine solche ausgeprägte Trauer zu bewältigen. Ambulante Psychotherapien sind für manche schwer erreichbar oder schwer in den Lebensalltag einzubinden und oft erst nach langen Wartezeiten zugänglich. Eine Internettherapie soll hier eine leicht zugängliche Alternative darstellen. Bisherige Studien zeigten bei verschiedenen Gruppen von Betroffenen eine deutliche Reduzierung der psychischen Belastung nach Abschluss der internetbasierten Therapie. Nun möchten wir die Wirksamkeit dieser Behandlung bei Menschen, die eine nahestehende Person infolge einer Krebserkrankung verloren haben, nachweisen. An dieser Studie können deutschsprachige Erwachsene teilnehmen, die einen nahestehenden Menschen infolge einer Krebserkrankung verloren haben und eine langanhaltende Trauerreaktion erleben.

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Studiendetails

Studienziel Ausmaß der Trauer, gemessen mit der deutschen Version des Inventory of Complicated Grief (ICG-D; Lumbeck, Brandstätter, & Geissner, 2012). Erhebung vor Beginn, nach Beendigung/Warten (nach 5 Wochen) sowie 3, 6 und 12 Monate nach der Behandlung.
Status Teilnahme möglich
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 128
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. (Förderung der ersten Projektphase vom 01.08.2016 bis 09.03.2018)
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Mindestalter von 18 Jahren
  • Verlust einer nahestehenden Person infolge einer Krebserkrankung (11.01.17 bis 25.04.18 infolge einer hämatologischen Krebserkrankung)
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Zugang zum Internet
  • Informierte Einwilligung zur Studienteilnahme
  • Langanhaltende Trauerreaktion

Ausschlusskriterien

  • Schwere depressive Erkrankung
  • aktuelle akute Suizidalität
  • Psychose
  • Substanzmissbrauch (biografischer Fragebogen)
  • aktuelle psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung (biografischer Fragebogen)
  • aktuelle Einnahme von Psychopharmaka, wenn nicht seit mindestens 4 Wochen gleichbleibend
  • kognitive oder physische Beeinträchtigungen, die eine Teilnahme an der Internettherapie einschränken würden
  • Dissoziationsneigung
  • Posttraumatische Belastungsstörung aufgrund eines anderen Ereignisses als des Verlustes

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Leipzig AöR Department für Psychische Gesundheit Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Leipzig

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist der Wirksamkeitsnachweis eines internetbasierten kognitiv-behavioralen Interventionsprogramms bei der Zielgruppe der Trauernden, die eine nahestehende Person durch eine Krebserkrankung verloren haben. Bisherige Studien mit anderen Subgruppen von Trauernden sowie im Bereich Psychotraumatologie belegen bereits eine signifikante Reduzierung der psychischen Belastung nach Abschluss der Therapie. Weiterhin werden Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit der Behandlung untersucht. Ziel der Intervention ist die Verringerung der Trauerintensität und begleitender psychischer Symptome (Angst, Depressivität, Somatisierung, traumatisches Erleben) sowie eine Steigerung der Lebensqualität und der körperlichen und psychischen Funktionsfähigkeit. Die Wirksamkeit der Intervention wird in einer randomisiert-kontrollierten Studie im Vergleich zu einer Wartekontrollgruppe überprüft werden. Mit dem positiven Bescheid der Ethikkommission an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig vom 25.04.18 wurde die Zielgruppe erweitert: vom Randomisierungsbeginn 11.01.17 bis 25.04.18 wurden Hinterbliebene von Menschen mit einer hämatologischen Krebserkrankung in die Studie eingeschlossen, ab 26.04.18 werden Hinterbliebene von Menschen mit allen Krebserkrankungen eingeschlossen.

Quelle

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