Beschreibung der Studie

Zweck der Studie ist eine altersgerechte Optimierung der Angstbehandlung von 8- bis 16-jährigen Kindern. Dazu möchten wir die Ergebnisse zweier Behandlungsformen vergleichen: die der Schematherapie und die der Verhaltenstherapie. Hierzu suchen wir Kinder, die aktuell unter einer Trennungsangst bzw. Schulphobie und/oder sozialer Ängstlichkeit leiden. Zur Schematherapie im Kindesalter liegen bislang keine wissenschaftlichen Untersuchungen vor, die deren Wirksamkeit belegen. Informellen Berichten zufolge scheinen sie sich aber in der Praxis bewährt zu haben und den Kindern in der Regel Spaß zu machen. Mit unserer Studie möchten wir • die Effektivität und allgemeine Akzeptanz der Schematherapie (ST) untersuchen und mit der Standardbehandlung (kognitive Verhaltenstherapie, KVT) bei 8- bis 16-jährigen Kindern verglichen, • untersuchen, welche der beiden Therapieformen zu mehr Selbstsicherheit und zu einem größerem Wohlbefinden bei Kind und Eltern führt, • herausfinden, bei welcher begleitender Elternarbeit (ST oder KVT) die elterlichen Bezugspersonen stärker profitieren, das eigene Kind bei der Bewältigung von Trennungsängsten zu unterstützen. Zusatzinfo: Wir haben am 16.07.2018 die Altersgrenze von 12 auf 16 Jahre angehoben, um auch Jugendliche mit sozialer Ängstlichkeit einschließen zu können.

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Studiendetails

Studienziel AV 1: Einschätzung der individuellen Angst (typische Situation: Spannweiter: 0-100); falls zwei Situationen vor der Therapie benannt wurden, Mittelwert der beiden (wöchentliche Messung)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 140
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Heinrich-Heine-Universität DüsseldorfInstitut für Experimentelle Psychologie Abteilung für Klinische Psychologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ICD 10: F93.0 oder F 93.2 (Hauptdiagnose nach Kinder-DIPS)
  • Elterliche Bezugsperson stimmt Elternarbeit zu und ist willens, Online-Fragebögen auszufüllen
  • Kind ist zu wöchentlichen Sitzungen (à 50 Min.) und Online-Fragebögen im Stande und ist mit der Behandlung bzw. Studienteilnahme einverstanden
  • Indikation für eine ambulante Behandlung ist gegeben
  • Online-Fragebögen:
  • http://kp.psycho.uni-duesseldorf.de/schematherapiestudie_assessment_kind/ (ab 10 Jahren)
  • http://kp.psycho.uni-duesseldorf.de/schematherapiestudie_check_up_kind/
  • http://kp.psycho.uni-duesseldorf.de/schematherapiestudie_assessment_eltern/
  • http://kp.psycho.uni-duesseldorf.de/schematherapiestudie_check_up_eltern/

Ausschlusskriterien

  • Tiefgreifende Entwicklungsstörungen (ICD 10: F84.-)
  • IQ unter 80
  • Schwere der Erkrankung erfordert unmittelbare (vollstationäre) Behandlung, ohne Zeitverzug
  • Elterliche Bezugsperson zeigt wenig Kooperationsbereitschaft oder ist auf Grund eigener psychi-atrischer Erkrankungen (z.B. Depression, Borderline-Persönlichkeitsstörung) nicht zu einer intensivierten Elternarbeit und Unterstützung des Kindes bei wichtigen Behandlungsschritten (z.B. Modusarbeit oder Expositionen des Kindes in typischen Angstsituationen) fähig.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Es handelt sich um eine randomisierte Kontrollgruppenstudie mit zwei Armen. In der Experimentalgruppe (EG) erhält der Patient ST, anschließend eine Expositionsbehandlung wie in der VT üblich oder - wenn die Problematik der Angst hinreichend reduziert ist - Übungen z.B. aus dem Training Sozialer Fertigkeiten für 8-16-jährige Kinder, TSF-8-12 (Beck et al., 2008) oder GSK-KJ (Jürgens & Lübben, 2014). In der Kontrollgruppe (KG) erhalten die Patienten die Standardmethoden innerhalb der KVT mit Expositionsbehandlung und anschließend zusätzliche TSF 8-12 oder GSK-KJ Interventionen. Angestrebte Stichprobe: 140 Patienten, 8 bis12 Jahre, mit primärer Angststörung vom Typ „Emotionale Störung mit Trennungsangst des Kindesalters“ (ICD 10: F93.0) oder "Störung mit sozialer Ängstlichkeit des Kindesalter" (ICD 10: F93.2); die Patienten werden auf die EG und KG durch die Studienleitung randomisiert aufgeteilt, nachdem sie an den ersten maximal zehn diagnostischen Sitzungen teilgenommen haben. Voraussetzungen für teilnehmende Therapeuten • Approbation zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit dem Fachkunde-Nachweis in Verhaltenstherapie und • Zertifizierter Schematherapeut für Kinder und Jugendliche (gemäß ISST e.V.) oder zumindest weit fortgeschritten in der Ausbildung zum Schematherapeuten für Kinder und Jugendliche. Art der Therapie: Kurzzeittherapie (ca. 30 Sitzungen)

Quelle

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