Beschreibung der Studie

Osteoarthrose (OA) ist die häufigste Gelenkerkrankung der Welt. Im Endstadium der OA des Hüftgelenkes ist die Implantation einer Hüft-Totalendoprothese (H-TEP) indiziert. Die Zahl der H-TEP Implantationen wird in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Zwischen Deutschland und den Niederlanden zeigen sich deutliche Unterschiede bezüglich der postoperativen Rehabilitation. In den Niederlanden kehren die Patienten postoperativ nach Durchlaufen eines sog. fast track-Programms innerhalb weniger Tage ohne weitere medizinische Rehabilitationsmaßnahme in die häusliche Versorgung zurück. In Deutschland dagegen folgt im Anschluss an den ca. 12-tägigen Krankenhausaufenthalt eine ganztags-ambulante oder stationäre Anschlussheilbehandlung in einer Rehabilitationseinrichtung, ggf. gefolgt von einer ambulanten Reha-Nachsorge. In Deutschland und den Niederlanden wird das kostengünstigere niederländische Modell der postoperativen Behandlung nach H-TEP unter dem Aspekt einer fraglichen suboptimalen Rehabilitation kritisch gesehen. Das primäre Ziel dieser Studie ist der Vergleich der medizinische Effektivität im Sinne der Prothesenfunktionalität und Patientenzufriedenheit sowie des Erhalts der Arbeits- und/oder Erwerbsfähigkeit der Patienten zwischen der in Deutschland gängigen medizinischen Rehabilitation nach Primärimplantation einer H-TEP und dem üblichen Prozedere in den Niederlanden. Diese Parameter werden mittels verschiedener Fragebögen und funktioneller Tests erfasst. Zudem sollen die in den jeweiligen Ländern anfallenden Kosten der postoperativen medizinischen Rehabilitation aus gesellschaftlicher Perspektive erhoben werden. Dadurch soll ein erster Eindruck darüber gewonnen werden, ob durch Einsparung von Kosten zur medizinischen Rehabilitation, wie es in den Niederlanden praktiziert wird, das Gesundheitssystem tatsächlich längerfristig finanziell entlastet wird. Studienteilnehmer sind Patienten im erwerbsfähigen Alter (18 bis 65 Jahre), mit klinischem und radiologischen Nachweis von Hüft-OA, die sich bewusst der Primärimplantation einer H-TEP unterziehen und sich einverstanden erklären, eine stationäre medizinische Rehabilitationsmaßname in der an dieser Studie beteiligten Rehabilitationseinrichtung durchzuführen. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass das deutsche Verfahren der medizinischen Rehabilitation nach Implantation einer H-TEP hinsichtlich funktioneller Therapieergebnisse und Patientenzufriedenheit effektiver als das postoperative Verfahren in den Niederlanden ist. Zudem wird vermutet, dass das deutsche Verfahren der medizinischen Rehabilitation im Anschluss an die Implantation einer H-TEP längerfristig effektivere ökonomische Ergebnisse als das Vorgehen in den Niederlanden aufweist.

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Studiendetails

Studienziel Funktionelles Therapieergebnis und Patientenzufriedenheit nach durchlaufen des jeweils länderspezifischen "usual care" nach elektiver Primärimplantation einer Hüft-Totalendoprothese. Die Evaluation erfolgt prä-operativ sowie 4 und 12 Wochen post-operativ mittels EQ-5D, SF-36, HOOS, PASS und Fragen zum Lebensstil sowie mittels der funktionellen Assessments "Timed up and Go Test" und "5-Times Sit to Stand Test". Ein Follow-up 6 Monaten post-operativ erfolgt unter Verwendung der gleichen Evaluationsinstrumente.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Medizinische Fakultät der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Mittel aus dem Forschungspool der Fakultät)

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 1) Erwerbsfähige Menschen im Alter von 18-65 Jahren
  • 2) klinischer Nachweis Hüftarthrose nach den Kriterien von Altman et al. (1991)
  • 3) radiologischer Nachweis Hüftarthrose anhand des Kellgren & Lawrence Scores 1-3
  • 4) Primärimplantation einer elektiven Hüft-Totalendoprothese
  • 5) Einwilligung zur Teilnahme an einer stationären medizinischen Rehabilitation (deutsche Kohorte)

Ausschlusskriterien

  • 1) Vorliegen medizinischer Konditionen, die die sichere Teilhabe an einem Rehabilitationsprogramm nicht zulassen
  • 2) kognitive Beeinträchtigung
  • 3) Unfähigkeit, die deutsche oder niederländische Sprache zu verstehen und Fragebögen in der jeweiligen Sprache auszufüllen
  • 4) Teilnahme an anderer wissenschaftlicher Untersuchung innerhalb der vorausgegangen 30 Tage
  • 5) gleichzeitige Teilnahme an anderweitigen Studien

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