Beschreibung der Studie

Hintergrund: Viele ältere Menschen gehen mit Gehhilfsmitteln. Diese können auch ein Risikofaktor für Stürze sein. Neben anderen Risikofaktoren sollten auch die Gehhilfen optimiert werden. Der „Roll-Walker®“ ist ein neuartiges Gerät mit den Eigenschaften eines Rollators, kombiniert mit einem Sitz/Sattel (ähnlich wie das „Likeabike™ für Kleinkinder). Ziel der Studie Evaluation eines Prototyps des Roll-Walker®, aus Sicht von Anwenderinnen und Anwendern, um Gebrauchsfehler und Schwierigkeiten in Bezug auf die sichere Anwendung, die Ausführung in Bezug auf die Effizienz, sowie die Zufriedenheit beim Gebrauch des Roll-Walker® aufzuzeigen, und so dessen Weiterentwicklung zu unterstützen. Primäre Messgrössen: Erfassen von Gebrauchsfehlern und Schwierigkeiten in Bezug auf eine sichere Anwendung des Roll Walker® während der Ausführung von Alltagsaufgaben? Die Häufigkeit der Gebrauchsfehler und Schwierigkeiten wird erfasst und deren Schweregrad beurteilt. Ausserdem wird eine mögliche Verhinderung dieser Fehler durch den Anwender beurteilt (5er-Skala)= Sekundäre Messgrössen: Erfassen der Ausführungen (Probleme und Hilfestellung) im Umgang mit dem Roll-Walker®. Die Häufigkeit von Problemen wird erfasst, und deren Qualität beurteilt. Wie weit besteht Bedarf an Hilfe und Unterstützung durch eine Begleitperson? Weitere Messgrössen: Zufriedenheit in Bezug auf Komfort, Praktikabilität und Design (Interviews) Beurteilung: Qualität Design: Einmalige Erhebung im Querschnitts-Studien Design. Einschluss: Bewohner/innen des Alterszentrums Wolfswinkel in Affoltern, ZH, die selbständige Benutzer/innen eines Rollators sind. Ausschluss: Stürze in den letzten 2 Wochen, Operationen am Bewegungsapparat ≤ 3 Monate, kognitive Einschränkungen. methodisches Vorgehen: Die Teilnehmenden, gehen mit dem Prototyp des Roll-Walkers®, begleitet von einer Testperson (Physiotherapeutin) und führen dabei verschiedene alltagstypische Aktivitäten durch (z.B. Tür öffnen/schliessen, drehen etc.). Dabei werden sie von einer 2. Testperson beobachtet, welche Gebrauchsfehler und Schwierigkeiten betr. Sicherheit und Ausführung der Aufgaben (z.B. Kollisionen) beurteilt. Zusätzlich wird die Ausführung und benötigte Hilfe während der Ausführung beurteilt. Abschliessend findet noch eine kurze Befragung zur Zufriedenheit betr. Komforts, Praktikabilität und Design statt.

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Studiendetails

Studienziel Häufigkeit und Schweregrad von Benutzerfehlern im Umgang mit dem Roll Walker, beurteilt durch eine beobachtende Physiotherapeutin
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 12
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Andair AG

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • erwachsene Bewohner/innen eines Alterszentrums der Stadt Zürich (AZ Wolfswinkel, Affoltern ZH), mit eingeschränkter Mobilität, seit mindestens 3 Monaten selbständig am Rollator mobil. Teilnehmende sind zwischen 150 und 185 cm gross und ≤ 120kg schwer. Die Teilnehmenden sind kognitiv in der Lage, freiwillig und selbständig zu entscheiden, ob sie an dieser Studie teilnehmen wollen oder nicht, sowie ein Urteil über das Gerät anzugeben

Ausschlusskriterien

  • Ausschlusskriterien sind Stürze in den letzten 2 Wochen, Status nach Operationen am Bewegungsapparat ≤3 Monate, akute Erkrankungen, Tragen eines dauerhaften Blasenkatheters und/oder einer Infusion, starke kognitive Einschränkungen, so dass die Teilnehmerin/der Teilnehmer nicht in der Lage ist, sich selbständig für eine Studienteilnahme zu entscheiden und ein Urteil über das Gerät anzugeben.

Adressen und Kontakt

Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW), Winterthur

Ansprechpartner: Prof Karin Niedermann

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Häufig gestellte Fragen

Hintergrund: Viele ältere Menschen gehen mit Gehhilfsmitteln. Diese können auch ein Risikofaktor für Stürze sein. Neben anderen Risikofaktoren sollten auch die Gehhilfen optimiert werden. Der „Roll-Walker®“ ist ein neuartiges Gerät mit den Eigenschaften eines Rollators, kombiniert mit einem Sitz/Sattel (ähnlich wie das „Likeabike™ für Kleinkinder). Ziel: Evaluation eines Prototyps des Roll-Walker®, aus Sicht von Anwenderinnen und Anwendern, um Gebrauchsfehler (‚use errors‘/Schwierigkeiten) zur Sicherheit, die Performanz (Ausführung/Effizienz), sowie die Zufriedenheit beim Gebrauch des Roll-Walker® aufzuzeigen, und so dessen Weiterentwicklung zu unterstützen. Primäre Zielgrössen: Erfassen von Gebrauchsfehlern (Use Errors)/Schwierigkeiten in Bezug auf die sichere Anwendung des Roll Walker® während der Ausführung von Alltagsaufgaben? Die Häufigkeit von use errros/Schwierigkeiten wird erfasst und deren Qualität (5er-Skala) beurteilt. Die Qualität in Bezug auf den Schweregrad und mögliche Verhinderung von use-errors durch den Anwender (5er-Skala)= Sekundäre Zielgrössen: Erfassen der Performanz (Probleme und Hilfestellung) im Umgang mit dem Roll-Walker®. Die Häufigkeit der Ausführung und Probleme werden erfasst, und deren Qualität beurteilt (4er-Skala). Wie weit besteht Bedarf an Hilfe und Unterstützung durch eine Begleitperson? Weitere Zielgrösse: Zufriedenheit betr. Komforts, Praktikabilität und Design (Interviews) Beurteilung: Qualität (4er-Skala) Design: Querschnitts-Studie. Einschluss: Bewohner/innen des Alterszentrums Wolfswinkel in Affoltern, ZH, die Benutzer/innen eines Rollators sind. Ausschluss: Stürze in den letzten 2 Wochen, Operationen am Bewegungsapparat ≤ 3 Monate, kognitive Einschränkungen. Methoden: Die Teilnehmenden, gehen mit dem Prototyp des Roll-Walkers®, begleitet von einer Testperson (dipl. Physiotherapeutin) und führen dabei verschiedene alltagstypische Aktivitäten durch (z.B. Tür öffnen/schliessen, drehen etc.). Dabei werden sie von einer 2. Testperson beobachtet, welche Use-Errors und Schwierigkeiten betr. Sicherheit und Ausführung der Aufgaben (z.B. Kollisionen) beurteilt. Zusätzlich wird die Performanz und benötigte Hilfe während der Ausführung beurteilt. Abschliessend findet noch eine kurze Befragung zur Zufriedenheit betr. Komforts, Praktikabilität und Design statt.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien