Beschreibung der Studie

Zahnimplantate stellen heute eine voraussagbare Option für den Ersatz von einem oder mehreren Zähnen dar. Titan gilt aufgrund seiner guten Eigenschaften als Goldstandard und als das Implantatmaterial der Wahl. Zirkonoxidimplantate stellen eine Alternative zu Titanimplantaten dar. Unter anderem können mit Zirkonoxidimplantaten die ästhetischen Probleme umgangen werden, die mit der dunkelgrauen Metallfarbe der Titanimplantate verbunden sind. Von Seiten der Patienten nimmt generell der Wunsch nach metallfreien Rekonstruktionen zu. Das erste Ziel der Studie ist es zu untersuchen wie sich das Keramikimplantat verhält. Anschliessend wird für die Kronenherstellung eines von drei Materialien nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Das zweite Ziel der Studie ist der Vergleich dieser verschiedenen Kronenmaterialien.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Knochenniveau nach 5 Jahren, gemessen mittels standardisiertem periapikalem Röntgenbild
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 45
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Standardtherapie
Finanzierungsquelle VITA Zahnfabrik

Ihr ganz persönlicher Zahnverlust-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Unterschriebene Einverständniserklärung
  • Patienten über 20 Jahre alt mit Bedarf einer implantatgetragenen Einzelzahnkrone
  • Keine generellen medizinischen Kontraindikationen für eine Implantatbehandlung
  • 1 fehlender Zahn im Ober- oder Unterkiefer, Prämolar oder Molar
  • Min. 10 mm vertikale Knochenhöhe im Unterkiefer für das Setzen eines 8 mm Implantates (2 mm Sicherheitsabstand zum N. alveolaris inferior)
  • Min. 7 mm vertikale Knochenhöhe im Oberkiefer (Möglichkeit für einen internen Sinuslift, 1 mm, Osteotomtechnik)

Ausschlusskriterien

  • Rauchen von mehr als 15 Zigaretten pro Tag
  • Schlechte Mundhygiene (Plaque index > 30%)
  • Aktive parodontale Erkrankung
  • Frauen, die zum Zeitpunkt des Einschlusses schwanger sind oder stillen
  • Bekannte oder vermutete Nicht-compliance, Drogen- oder Alkoholmissbrauch
  • Unfähigkeit, dem Studienprozedere zu folgend aufgrund von Sprachproblemen, psychischen Problemen, Demenz etc.

Adressen und Kontakt

Zentrum für Zahnmedizin, Klinik für Kronen- und Brückenprothetik, Teilprothetik und zahnärztliche Materialkunde, Zürich

Ansprechpartner: Prof. Ronald Jung

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Zahnimplantate stellen heute eine voraussagbare Option für den Ersatz von einem oder mehreren Zähnen dar. Titan gilt aufgrund seiner guten osseointegrativen Eigenschaften als Goldstandard und als das Implantatmaterial der Wahl. Zirkonoxidimplantate stellen eine Alternative zu Titanimplantaten dar, da Zirkonoxid chemisch inert und somit extrem biokompatibel ist. Ausserdem können mit Zirkonoxidimplantaten die ästhetischen Probleme umgangen werden, die mit der dunkelgrauen Metallfarbe der Titanimplantate verbunden sind. Von Seiten der Patienten nimmt generell der Wunsch nach metallfreien Rekonstruktionen zu. Für Titanimplantate gibt es Evidenz, dass kurze Implantate (<10 mm) genauso erfolgreich sind wie längere Implantate und darüber hinaus ein weniger invasives chirurgisches Vorgehen erfordern. Die klinischen 1-Jahres Daten für 8 mm lange Zirkonoxidimplantate sind vielversprechend. Zirkonoxidkronen mit Keramikverblendung auf Zirkonoxidimplantaten zeigten jedoch eine erhöhte Chippingrate der Verblendkeramik. Um diesen Mangel zu beheben, könnten monolithische Zirkonoxidkronen ohne Verblendung eingesetzt werden. Weiterhin kommen auch polymer-infiltrierte Keramik und Polymer in Frage.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Damit man sich auf Studienergebnisse verlassen kann, müssen Studien möglichst vor äußeren Einflussfaktoren geschützt werden, die zu einer Verfälschung der Ergebnisse führen könnten. Zu den Einflussfaktoren gehören zum Beispiel das Alter oder der Schweregrad einer Erkrankung. Eine wichtige Methode, um die Auswirkung solcher Einflussfaktoren zu minimieren, ist die Randomisierung. Darunter versteht man, dass die Zuteilung zu den verschiedenen Teilnehmergruppen zufällig erfolgt. Das heißt, dass weder die Teilnehmer noch der Arzt einen Einfluss darauf haben, welcher Gruppe ein Teilnehmer zugeordnet wird. Durch die zufällige Zuteilung wird dafür gesorgt, dass sich die Einflussfaktoren gleichermaßen auf die Gruppen auswirken. So wird zum Beispiel verhindert, dass einer Gruppe nur die weniger stark betroffenen zugeteilt werden. In diesem Fall wäre es nicht möglich, die beiden Gruppen zuverlässig miteinander zu vergleichen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien