Beschreibung der Studie

Patienten nach Schlaganfall, die eine schwere Handfunktionsstörung aufweisen, bekommen eine 1mA Gleichstromstimulation (20 Minuten)über der motorischen Hirnrinde der betroffenen Hirnhälfte in Kombination mit einer gleichzeitigen, 60 minütigen, gerätegestützten Therapie. Die Behandlung erfolgt über 10 Tage. Im Anschluss an eine 2 wöchige Pause bekommen die Patienten eine entsprechende Scheinstimulation in Kombination mit einer gleichzeitigen, 60 minütigen, gerätegestützten Therapie. Aufgrund der zufälligen Gruppenzuordnung kann sich die Reihenfolge der Interventionen umkehren. Die Stimulation erfolgt durch platzieren von zwei Elektroden auf der Kopfhaut. Durch die Stimulation soll eine vorübergehende Anregung der Aktivität in der entsprechenden Hirnregion ausgelöst werden. Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, inwieweit die Erholung der mehrbetroffenen Hand durch das angewendete Verfahren beeinflusst werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Die Motorische Funktion der betroffenen Hand wird mit zwei Handfunktionstests untersucht („Wolf Motor Hand Function Test“, „Motor Evaluation Scale for Upper Extremity in Stroke Patients“). Die Untersuchungen erfolgen jeweils direkt vor und nach der 2 wöchigen Intervention.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 158
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Helios Klinik Kipfenberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • erstmaligem Schlaganfall
  • schwere Störung der Handmotorik

Ausschlusskriterien

  • dementiellen Beeinträchtigung definiert mittels des Mini Mental Status Examination ≥ 24 (Folstein et al., 1975),
  • Depression definiert mittels des Beck’s Depression Inventary < 18 (Beck et al., 1996)),
  • Aphasie, Apraxie, Neglekt sowie Gesichtsfelddefiziten
  • koexistenten psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen
  • konsumierenden Erkrankungen oder ein schlechter Allgemeinzustand
  • nicht geschäftsfähige Personen und Personen in behördlicher oder gerichtlicher Verwahrung.
  • Kontraindikationen für die transkranielle Magnetstimulation (elektromagnetische Körperimplantate, wie jedes im Kopf implantierte Metall (außer dem Mund), Cochlea-Implantate, implantierte Hirnstimulatoren, Augenimplantate, Aneurysma-Clips oder Stents, Herzschrittmacher, Kardioverter-Defibrillatoren, implantierte Medikamentenpumpen oder intrakardiale Linien, signifikante Herzerkrankung, Hörverlust, Epilepsie, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Demenz, Kopftrauma, erhöhter intrakranieller Druck oder zentrales Nervensystem (ZNS) -Tumoren).

Adressen und Kontakt

Helios Klinik Kipfenberg, 85110 Kipfenberg

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Häufig gestellte Fragen

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Die vorliegende Studie untersucht den Effekt einer nicht invasiven Stimulation des ipsiläsionalen primärmotorischen Kortex (M1) bei Schlaganfallpatienten mit einem schweren motorischen Defizit der oberen Extremität. Über dem ipsiläsionalen primärmotorischen Kortex wird werktgl. über zwei Wochen eine anodale 1mA tDCS (20 Minuten) appliziert. Überprüft wird die Auswirkung der Intervention in Kombination mit einem spezifischen 60 minütigenTrainingsprogramm für die obere Extremität auf die Entwicklung der Handfunktionsstörung. Nach einer Interventionspause von 2 Wochen bekommen die Patienten eine entsprechende Scheinstimulation in Kombination mit einem spezifischen Trainingsprogramm für die obere Extremität. Aufgrund der Randomisierung kann sich die Interventionsreihenfolge umkehren. Die erhobenen Daten tragen zur Verbesserung der Therapie bei der Rehabilitation von Patienten mit schweren Handfunktionsstörungen nach Schlaganfall bei, da sie den Erkenntnisstand bzgl. des optimalen Applikationszeitpunktes nach dem Ereignis erweitern.

Quelle

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