Beschreibung der Studie

Mit Hilfe dieser Studie soll die Wirksamkeit eines speziellen Trainings der Wahrnehmung und der Kontrolle von Bewegungen des unteren Rückens im Vergleich zu einem üblichen körperlichen Training eingeschätzt werden. Ähnliche spezielle Behandlungsverfahren haben bei anderen chronischen Schmerzpatienten bereits Wirkung gezeigt und es gibt erste Hinweise, dass es auch für Patienten mit Rückenschmerzen wirksam sein könnte. Das spezifische Wahrnehmungs-/Kontrolltraining wird mit einem allgemeinen körperlichen Training (Kraft, Koordination) bezogen auf die Endpunkte Schmerz, körperliche Funktion und Lebensqualität verglichen. Teilnehmen können Patienten mit Rückenschmerzen von mindestens 3 Monaten Dauer und einem Alter von mindestens 18 Jahren, die gemäß standardisierter körperlicher Untersuchung durch die Therapeutinnen eine reduzierte Bewegungskontrolle aufweisen. Die Studie kann dazu beitragen, die Versorgung von Patienten mit Rückenschmerzen zu verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Schmerzintensität und -interferenz (BPI=Brief Pain Inventory), körperliche Funktion (RMDQ=Roland Morris Disability Questionnaire und ODI=Oswestry Disability Index), Lebensqualität (SF-36=Short Form 36); Erhebung jeweils 1-2 Wochen vor Interventionsbeginn, direkt vor Interventionsbeginn, 3 Wochen später (nach Interventionsende)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Hochschule für Gesundheit

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Schmerzen/Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule (≥ 3 Monate)
  • 18 Jahre alt
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse (Schrift und Sprache)
  • ausreichende geistige Fähigkeiten, um eine Einverständniserklärung geben zu können
  • unverletzte Haut am unteren Rücken

Ausschlusskriterien

  • ernsthafte Erkrankungen/Red Flags (Tumore, Frakturen, akute Infekte, zentralneurologische Erkrankungen)
  • konservative physiotherapeutische Einzeltherapie oder ärztliche Schmerztherapie im Zeitraum der Studie
  • akute neurologische Symptome (z.B. Parästhesien, Kennmuskelschwäche, Reflexausfall, Straight Leg Raise Test <30°) oder Symptome distal des Knies, die schlimmer als der Rückenschmerz sind
  • Bewegungseinschränkung in der schmerzreproduzierenden Bewegungsrichtung
  • Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates (inklusive Rückenschmerzen), die eine Teilnahme an einem Bewegungstraining unmöglich machen Roland and Morris Disability Questionnaire (RMDQ) >18)
  • Erkrankung, wegen der ein Arzt ausdrücklich untersagt hat, körperlich aktiv zu sein
  • Schwangerschaft
  • Operation der Lendenwirbelsäule vor <1 Jahr

Adressen und Kontakt

Hochschule für Gesundheit, Bochum

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund Chronisch unspezifischer Rückenschmerz (CURS) ist ein erhebliches Gesundheitsproblem. Der Erforschung neuer spezifischer Therapiemethoden für einzelne Subgruppen von Patienten mit CURS kommt laut einer europäischen Leitlinie große Bedeutung zu. Es existieren erste spezielle Trainingsprogramme zu Steigerung der Bewegungskontrolle und taktilen Wahrnehmungsschärfe, deren Effekte insbesondere bei Patienten mit CURS und „control impairment“ nach der Klassifizierung von O’Sullivan jedoch weitgehend unklar sind. Ziel Ziel dieser randomisierten kontrollierten Studie ist es, ein spezifisches Wahrnehmungs-/Bewegungskontroll-Training mit einem allgemeinen körperlichen Training bei Patienten mit chronisch unspezifischen Rückenschmerzen und Bewegungskontrolldysfunktion („control impairment“) zu vergleichen. Material und Methoden Chronische Rückenschmerzpatienten mit ‚control impairment‘ werden nach einer umfassenden körperlichen Untersuchung in die Studie eingeschlossen und erhalten entweder ein sensomotorisches Trainingsprogramm oder ein allgemeines Training in der Gruppe. Primäre Outcomes sind Schmerz (BPI), Funktion (RMDQ und ODI) und Lebensqualität (SF-36). Sekundär werden die taktile Wahrnehmungsschärfe, die Bewegungskontrolle, Angst-Vermeidungs Verhalten (FABQ) und unerwünschte Nebenwirkungen erfasst. Die Datenanalyse erfolgt gemäß intention to treat, auf Veränderungen der abhängen Variablen wird durch einen ANOVA mit Messwiederholung geprüft.

Quelle

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