Beschreibung der Studie

In erster Linie wollen wir in dieser Studie untersuchen, welche Psychischen Begleiterkrankungen (insbesondere Aufmerksamkeits-Defizits-Hyperaktivitäts-Störung, Posttraumatischen Belastungsstörung und emotional-instabilen Persönlichkeits-störung) bei Patienten vorliegen, die innerhalb des letzten Jahres mindestens 5 stationäre Aufnahmen, oder aber mindestens 10 stationäre Aufnahmen in den letzten 5 Jahren in Anspruch nahmen. Zusätzlich wollen wir erfassen, welche Barrieren die Inanspruchnahme weiterführender Therapien bei dieser Patientengruppe behinderten. Im Rahmen der Untersuchung werden die Teilnehmer durch einen in klinischer Diagnostik erfahrenen Studienmitarbeiter zunächst in ei-nem standardisierten Interview zum Vor-handensein verschiedener Symptome psychischer Störungen befragt. Weiterhin soll der Verlauf des Trinkverhaltens im Leben möglichst genau erfasst werden. In einem teilstandardisierten Interview, wollen wir die Meinung des Patienten zu verschiedenen Hindernissen auf dem Weg zu einer Besserung der Behandlung erfragen. Zusätzlich werden verschiedene Fragebögen vorgelegt. Weitere Informationen zur Behandlungsdauer, -häufigkeit und Intensität wollen wir zusätzlich aus der Krankenakte des behandelnden Krankenhauses entnehmen. Ein größeres Verständnis über die Rolle und Häufigkeit dieser psychischen Begleiterkrankungen bei Patienten, die auch von wiederholter stationärer Behandlung nur unzureichend von der Therapie profitieren, kann helfen, verbesserte Therapieoptionen zur Vermeidung von Rückfällen bei Alkoholabhängigkeit zu entwickeln und die Behandlung der psychischen Begleiterkrankung zu verbessern.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Diagnose von psychiatrischen Komorbiditäten bei Alkoholikern, besonders Borderline Persönlichkeitsstörung, adultes ADHS und Traumatisierungserfharungen um verlässliche Aussagen über Prävelenzraten dieser Komorbiditäten in der Zielgruppe treffen zu können.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Ministerium für Arbeit und Soziale Ordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg

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  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Heavy User": >5 stationäre Behandlungen mit der Hauptdiagnose Alkoholaabhängigkeit im Vergangenen jahr oder >10 in den vergangenen 5 Jahren
  • Vergleichsgruppe: 2-3 Aufnahmen in den vergangenen 5 Jahren mit jeweils mind. 12 Monaten zwischen den Aufnahmen
  • Beide:
  • Alkoholabhängigkeit nach ICD-10
  • Telefonkontakt möglich, fester Wohnsitz
  • Ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift

Ausschlusskriterien

  • Schizophrenie oder psychozische Störung;
  • Demenz;
  • schwerwiegende somatische Erkrankung, welche die Befragung beeinträchtigen würde;
  • akute Suizidalität

Adressen und Kontakt

Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim

Ansprechpartner: Dipl. Psych. Isabella Mayer

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Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch

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Häufig gestellte Fragen

Die Studie soll bei Patienten, die nicht ausreichend vom Regelentzug profitieren (definiert durch >5 Aufnahmen im letzten Jahr oder >10 Aufnahmen in den letzten 5 Jahren) mögliche psychiatrische Komorbiditäten und wahrgenommene Hindernisse bei der Weiterbehandlung untersuchen. Im ersten Schritt liegt der Fokus auf ADHS, PTSD und der Borderline Persönlichkeitsstörung. Mithilfe von SKID I und II, einem qualitativen Interview und weiteren Fragebögen, sowie Einsicht in die Krankenakte sollen diese Informationen erhoben werden. Ziel der Studie ist eine Schätzung der Prävalenzen psychiatrischer Komorbiditäten bei Alkoholabhängigen und eine Optimierung der angebotenen Therapieoptionen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien