Beschreibung der Studie

Altern ist der Hauptrisikofaktor für die idiopathische Parkinson-Krankheit, die wichtigste motorische Erkrankung unter den neurodegenerativen Erkrankungen (in der EU 1% der über 65-Jährigen und etwa 4% der über 80-Jährigen). Neuere Forschungen zeigen, dass die Parkinson-Krankheit und das Altern mehrere Merkmale teilen, was darauf hindeutet, dass die Parkinson-Pathologie ein "Abweichen" von physiologischen Mustern des Alterungsprozesses darstellen könnte. Das Ziel des PROPAG-AGEING-Projekts ist es, Parkinson-Patienten mit erfolgreich Alternden (Neunzigjährige und Hundertjährige) zu vergleichen, um neue molekulare Profile für eine frühzeitige Diagnose und Therapie dieser Erkrankung zu identifizieren (Identifizierung von Wirkstoffzielen). Während der Phase 1 werden die PROPAG-AGEING-Forscher modernste molekularbiologische und analytische Methoden verwenden, um Proben von Kohorten (Parkinson-Patienten, gesunde Kontrollpersonen und Hundertjährige), die vorher in Italien, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Schweden rekrutiert wurden, zu analysieren. Auf Phase 1 folgt Phase 2, bei der die vielversprechenden Marker mit den gleichen Analysen in einer neu rekrutierten Kohorte, die Geschwister von Parkinson-Patienten einschließt, bestimmt werden sollen. Das PROPAG-AGEING-Projekt wird im Rahmen des Horizont 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union unter der Projekt- Nr. 634821 finanziert.

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Studiendetails

Studienziel Validierung von Biomarkern für die Früherkennung der Parkinson-Krankheit
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 560
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme
Weitere Informationen Studienwebseite

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Einschlusskriterien

  • Geschwister von Patienten/Patientinnen mit einer Diagnose eines idiopathischen Parkinson-Syndroms, entsprechend der UK Brain Bank Criteria
  • unterzeichnete Einverständniserklärung

Ausschlusskriterien

  • Diagnose eines idiopathischen Parkinson-Syndroms nach UK Brain Bank Criteria;
  • Probanden/Probandinnen mit klinisch relevanter Erkrankung des Zentralen Nervensystems (z. B. Alzheimer-Krankheit, vaskuläre Enzephalopathie, Multiple Sklerose, etc.).

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Altern ist der Hauptrisikofaktor für die idiopathische Parkinson-Krankheit (PD), die wichtigste motorische Erkrankung unter den neurodegenerativen Erkrankungen (in der EU 1% der über 65-Jährigen und etwa 4% der über 80-Jährigen). Die jüngsten Daten zeigen, dass Altern und die Parkinson-Erkrankung wesentliche Gemeinsamkeiten aufweisen wie die Akkumulation alternder Zellen und Propagation beispielsweise entzündlicher Prozesse. Um die Pathogenese der Parkinson-Krankheit vollständig zu verstehen und innovative neuroprotektive Therapien zu etablieren, ist es zwingend erforderlich, PD im Rahmen des Alterungsprozesses zu begreifen. Das Hauptziel des PROPAG-AGEING-Projektes ist es, spezifische zelluläre und molekulare Störungen, die vom gesunden Altern in Richtung PD abweichen, zu identifizieren. Zu diesem Zweck werden in PROPAG-AGEING Phase 1 (DRKS-ID: DRKS00009427) Daten und biologische Proben aus großen bestehenden Kohorten von den Projektpartnern in Italien, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Schweden, die PD-Patienten, gesunde Kontrollen und Hundertjährige umfassen, analysiert und ausgewertet. Während der Phase 2 werden die aus der Phase 1 hervorgegangenen klinischen, zellulären und molekularen Marker in einer neu rekrutierten Kohorte, die nicht von PD betroffen, aber ein erhöhtes Risikoprofil für PD zeigt, getestet. Diese Kohorte wird von 4 PROPAG-AGEING Partnern rekrutiert werden: Azienda Unità Sanitaria Locale di Bologna - Istituto delle Scienze Neurologiche di Bologna (AUSL-ISNB, Italien), Universitätsmedizin Göttingen (UMG-GOE, Deutschland), Servicio Andaluz de Salud (SAS, Spanien) und University College of London (UCL, UK). Da eine positive Familienanamnese für PD mit einem erhöhten PD-Risiko verbunden ist, sollen nicht erkrankte Geschwister von Parkinson-Patienten rekrutiert werden. Jeder Proband/ jede Probandin wird klinisch charakterisiert werden, einschließlich Tests für die häufigsten nicht-motorischen PD-Symptome (RBD, Hyposmie, Obstipation), die der Erkrankung um mehr als ein Jahrzehnt vorausgehen können. Innerhalb der Geschwisterkohorte erfolgt die Zuteilung in eine Gruppe mit und ohne REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD), da diese die Wahrscheinlichkeit, im Verlauf eine neurodegenerative Erkrankung zu entwickeln, deutlich erhöht. Zudem werden Blut-, Urin- und Stuhlproben gewonnen. Hier wird auch unter der Hypothese einer Darm-Hirn-Achse mit PD-Auslösung durch zum Beispiel entzündliche und metabolische Stimuli aus dem Darm das intestinale Mikrobiom untersucht. Im Rahmen des gleichen Projekts wird im University College of London (UCL, UK) eine kleine Gruppe von 20 Personen, die Mutationsträger von bekannten Mutationen in PD Risikogenen sind (wie LRKK2, SNCA oder GBA), nicht aber die UK Brain Bank Kriterien für PD erfüllen, rekrutiert. An dieser Kohorte werden die gleichen Tests und Analysen durchgeführt.

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