Beschreibung der Studie

Risse der stabilisierenden Muskulatur, welche den Kopf des Oberarmknochens umschließen (Rotatorenmanschette), können zu einem ausgeprägten Verschleiß des Schultergelenks (Arthrose) führen. In der Folge kommt es häufig zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Die Therapie der Wahl ist der Gelenkersatz mit einer sogenannten Inversen Prothese. Bei dieser Prothese wird der Oberarmknochen minimal verlängert und das Drehzentrum der Schulter verlagert. Der Schulterkappenmuskel (Delta-Muskel) erhält dadurch eine erhöhte Vorspannung und kann die Aufgabe der defekten Rotatorenmanschette teilweise übernehmen. Dem Delta-Muskel kommt folglich eine zentrale Bedeutung für die spätere Funktion der Prothese zu. Die Vitalität des Delta-Muskels kann durch kontrastmittelgestützten Ultraschall (contrast-enhanced ultrasound, CEUS) über die Durchblutung der Muskulatur dargestellt werden. In dieser Studie soll untersucht werden, inwiefern die Vitalität der Delta-Muskulatur vor und nach der Operation mit der postoperativen Schulterfunktion und der Zufriedenheit des Patienten zusammenhängt. Zu diesem Zweck wird vor und nach der Operation eine Ultraschalluntersuchung mit Kontrastmittel durchgeführt. Dieses Kontrastmittel besteht aus Mikrobläschen, wird über die Vene gegeben und innerhalb weniger Minuten über die Lunge abgeatmet. Des Weiteren erfolgen eine Kraftmessung, Beweglichkeitsprüfung und die Erhebung verschiedener Scores. An der Studie teilnehmen können Patienten, welche eine Operation erhalten, bei der ein Gelenkersatz durch eine Inverse Prothese erfolgt. Des Weiteren schließen wir zu einer einmaligen Untersuchung gesunde Probanden ein, um das Ergebnis an unterschiedlichen Gerätetypen zu erfassen und die Qualität des Verfahrens zu überprüfen.

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Studiendetails

Studienziel Postoperative Schulterfunktion: Contant-Murley-, ASES-, DASH-Score, Simple Shoulder Test, Psychosoziales Outcome: SF-12, Schmerz: Visuelle Analogskala; jeweils 6 und 24 Monate postoperativ
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universität Heidelberg, Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Paraplegiologie

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit geplanter Implantation einer Inversen Prothese;
  • Gesunde Probanden

Ausschlusskriterien

  • bekannte Kontrastmittelunverträglichkeit gegenüber SonoVue
  • schwere Herzinsuffizienz NHYA III/IV
  • Myokardinfarkt in den letzten 14 Tagen
  • schwere Lungenerkrankungen
  • Schwangerschaft/Stillzeit

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Bei Defektarthropathien und mehrfragmentären proximalen Humerusfrakturen stellt die Inverse Prothese eine vielversprechende Therapieoption dar. Die langfristige postoperative Schulterfunktion hängt wesentlich vom M. deltoideus ab, welcher durch die Medialisierung des Rotationszentrums eine zentrale Rolle in der Stabilisierung und Mobilität des Schultergelenks übernimmt. Durch eine erhöhte Vorspannung des Muskels wird kompensatorisch eine partielle Wiederherstellung der Schulterfunktion ermöglicht. Die Integrität der Deltoideus-Muskulatur ist von zentraler Bedeutung und kann über die Perfusion mittels kontrastverstärktem Ultraschall (CEUS) in Echtzeit quantifiziert werden. Das zur Erhöhung der signal-to-noise ratio verwendete Kontrastmittel SonoVue besteht aus Schwefelhexafluorid-Bläschen mit einer Phospholipidhülle, bleibt streng intravasal, wird über die Lunge eliminiert und ist sehr gut verträglich. In dieser Studie soll die prä- und postoperative Muskelperfusion des M. deltoideus mit den Ergebnissen des funktionellen, psychosozialen und radiologischen Outcomes korreliert werden. Entsprechend der zentralen Hypothese kann eine reduzierte präoperative Mikroperfusion der Deltamuskulatur eine reduzierte Schulterfunktion nach 6 und 24 Monaten postoperativ prognostizieren. Eingeschlossen werden Patienten, bei welchen die Implantation einer Inversen Prothese geplant ist. Des Weiteren schließen wir zu einer einmaligen CEUS-Untersuchung gesunde Probanden ein, um Resultate unterschiedlicher Gerätetypen zu erfassen und die Qualität des Verfahrens zu überprüfen

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