Beschreibung der Studie

Akupunktur ist eine Therapieform deren Wurzeln sowohl in die Chinesischen Medizin aber auch in andere asiatische Medizinsysteme reichen. Zahlreiche westliche Erweiterungen haben dazu beigetragen, dass Akupunktur heute eine weltweite angewandte ärztliche Methode darstellt. Insbesondere in Kombination mit schulmedizinischen Verfahren können die Symptome von Patientinnen und Patienten besser behandelt, und die Zahl möglicher Nebenwirkungen reduziert werden. Diese Studie untersucht diesen Zusammenhang bei Beschwerden der Wechseljahre. Eine Hormontherapie ist in den Wechseljahren die Therapie der Wahl, um z.B. Symptome wie Hitzewallungen zu lindern. Jedoch versucht man, diese Hormondosis so gering wie möglich zu halten, denn eine Hormontherapie hat ernste Nebenwirkungen. Eine niedrigere Hormondosis ist mit einem geringeren Risiko für Thrombosen und Schlaganfällen verbunden. Akupunktur kann lindernd auf die Symptome der Wechseljahre einwirken und somit dazu verhelfen, die benötigte Hormondosis noch niedriger zu halten. Im Rahmen dieser Studie möchten wir dies untersuchen. Das Projekt befasst sich mit klinischer Forschung. Das heisst dass die zu erwartenden Forschungsergebnisse unmittelbaren Einfluss auf die klinische Versorgung zukünftiger Patientinnen in der Menopause haben können. Eine reduzierte Anzahl hormon-bedingter Nebenwirkungen trägt zudem zu einer Entlastung des öffentlichen Gesundheitssystems bei.

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Studiendetails

Studienziel Veränderungen der Hitzewallungen pro Woche nach 12 Wochen im Vergleich zwischen der Gruppe ACU (Nadelakupunktur) und der Gruppe CON (Kontrollgruppe ohne zusätzliche Intervention)
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 320
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung, Placebo
Finanzierungsquelle Schweizer Nationalfonds

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Postmenopuase
  • Mindestens 50 Hitzewallungen pro Woche
  • Menopause Rating Scale ≥ 20
  • Frauen älter 40 Jahre mit dokuemntierte negativer Mammografie und normaler Brustuntersuchung
  • Patientinnen die für eine ultra-low-dose Hormonersatztherapie eingeplant sind
  • Freiwilligkeit
  • Bereitschaft sich einem Behandlungsarm zulosen zu lassen

Ausschlusskriterien

  • Einnahme von östrogen- oder östrogen/progestinhaltigen Arzneimitteln
  • berempfindlichkeit auf Östrogene
  • Bekannte oder vermutete östrogenabhängige Neoplasie
  • Endometriale Hyperplasie
  • Undiagnostizierte vaginale Blutung
  • Thromboembolische Ereignisse in der Anamnese
  • Zerebrovaskuläre Ereignisse
  • Chronische renale oder hepatische Erkrankung
  • Myokardinfakr oder ischemische Herzerkrankung
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Lebensbedrohende Erkrankung
  • Lebensqaulitätseinschränkende Psychiatrische Anamnese
  • Regelmäßige Einnahme psychiatrischer Arzneimittel, von Tranquilizern oder Neurostimulanzien
  • Akupunkturbehandlung in den letzten 4 Wochen
  • Komplementärmedizinische Behandlung in den letzten 4 Wochen

Adressen und Kontakt

Frauenklinik, Bern

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund der Studie: Die konventionelle Östrogen-Gestagen-Hormontherapie gilt als Goldstandard für die Therapie von klimakterischen Beschwerden. Oberstes Maxim ist es, die Hormondosis dabei so niedrig zu halten, dass insbesondere kardiovaskuläre und thromboembolische Nebenwirkungen vermieden werden können. In einer Pilotstudie konnten wir die Wirksamkeit von Akupunktur auf die Linderung von menopausalen Symptomen zeigen. Dies ist gleichbedeutend damit, dass die gegenwärtige Hormondosis reduziert werden oder zumindest beibehalten werden kann. Methoden: Auf der Grundlage von Arbeiten einer vorherigen Studie wurde ein 2+2 randomisiert kontrolliert partiell doppel verblindetes Studiendesign entwickelt mit einer 12-wöchigen Intervention und einem 36-wöchigen Follow-Up. Frauen die eine Ultra-Niedrigdosis Hormontherapie erhalten können an der Studie teilnehmen. Diese werden einer von vier Behandlungsgruppen zugelost. • Behandlungsgruppe ACU (additional needle acupuncture): 80 Frauen • Behandlungsgruppe CON (Kontrollgruppe ohne weitere Intervention): 80 Frauen • Behandlungsgruppe S-ACU (zusätzlich sham needle acupuncture): 80 Frauen • Behandlungsgruppe LAS (zusätzlich laser acupuncture): 80 Frauen Das besondere der Studie ost das pragmatische Akupunkturprotokoll. Durch die Anwendung von LAser- und Scheinnadelakupunktur können verschiedene Schein- und Plazeboeffekte demaskiert werden. Hypothese: Eine Serie von Akupunkturbehandlungen bei Frauen, welche aufgrund ihres klimakterischen Syndroms mit einer ultra-low-dose-Hormontherapie (ULD-HT) behandelt werden, trägt dazu bei, dass bei diesen Patientinnen die menopausalen Symptome (Hitzewallungen) im Vergleich zu einer Kontrollgruppe verbessert werden und so als klinische Folge niedrigere Hormondosen beibehalten oder gesenkt werden können. Ziel dieser Studie: Untersuchung der klinischen Wirksamkeit von Akupunktur auf die Reduktion der Häufigkeit und Schwere von Hitzewallungen bei klimakterischen Beschwerden.

Quelle

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