Beschreibung der Studie

Viele Patienten leiden unter Rückenschmerzen. Häufig ist die Ursache dabei noch unklar. Es wird vermutet, dass die Funktion der Rückenmuskulatur gestört ist. Im Rahmen dieser Studie soll daher die Funktion der Rückenmuskulatur im Bereich der unteren Wirbelsäule vor und nach eine Massage ähnlichen Therapie untersucht und mit gesunden Personen verglichen werden.

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Studiendetails

Studienziel Neuromuskuläre Fuktion des M. erector spinae in der Region L4/L5, gemessen mittels Tensiomyographie, vor und nach einer myofascialen Behandlung.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft, Arbeitsbereich Sport- und Bewegungsmedizin, Universität Hamburg

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Rückenschmerzen: (1) untere Rückenschmerzen seit mindestens 6 Monaten dauer (2) Durchschnittswert der letzten vier Wochen für unteren Rückenschmerz von mindesten 4 (gemessen mittels visueller Analogskala) (3) 18 - 65 Jahre
  • Gesunde: (1) 18 - 65 Jahre (2) gemachted auf Rückenschmerzpatienten

Ausschlusskriterien

  • 1) systemische Erkranungen wie Krebs, schwere Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis oder systemischer Lupus Eryhtematosus; (2) neurologische Störungen; (3) manualtherapeutische Behandlung in den letzten vier Wochen; (4) Operationen an der Wirbelsäule und/oder unteren Extremität in der Vergangenheit; (5) psychische Störungen

Adressen und Kontakt

Universität Hamburg, Fachbereich Sport- und Bewegungsmedizin, Hamburg

Ansprechpartner: MSc Ost, BSc Ost Christine Lohr

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Häufig gestellte Fragen

Rückenschmerzen haben eine hohe sozioökonomische Bedeutung. Mehr als 80% von Rückenschmerzen lassen sich den nicht spezifischen Rückenschmerzen zuteilen, wobei der Pathomechanismus unklar ist. Es gibt Hinweise, dass es bei lumbalen Rückenschmerzen zu einer veränderten Funktion des M. erector spinae im lumbalen Bereich kommt. Genaue Kenntnisse über diese Veränderngen fehlen bislang. Im Rahmen dieser Pilostudie soll die neuromuskuläre Funktion des M. erector spinae im Bereich L4/L5 von Personen mit Rückenschmerzen und gesunden Kontrollpersonen verglichen werden. Bei 30 Patienten mit seit mindestens 6 Monaten bestehenden lumbalen Rückenschmerzen und gesunden Kontrollpersonen wird die mittels Tensiomyographie (TMG) gemessene neuromuskuläre Funktion in Ruhe sowohl vor wie auch nach einer myofascialen Behandlung untersucht. Mögliche Unterschiede zwischen den Gruppen und von vor zu nach der Behandlung werden mittels einer ANOVA mit Messwiederholung untersucht.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien