Beschreibung der Studie

Es wurde lange angenommen, dass Gesprächspartner das gleiche sprachliche Verhalten (Betonung, Satzmelodie und Ausdrücke, die auf bereits gesagtes Bezug nehmen) und die gleichen kognitiven Fähigkeiten (Hineinversetzen in den Gesprächspartner und Herausfiltern unwichtiger Information) aufweisen. Neuere Forschung weist jedoch darauf hin, dass die Bedeutung individueller Unterschiede aus sprachwissenschaftlicher und psychologischer Sicht lange unterschätzt wurde. In dieser Studie soll die Rolle individueller Eigenheiten des Sprachverhaltens bei Kontrollpersonen und Personen aus dem autistischen Spektrum (Asperger-Syndrom) untersucht werden. Dabei wird analysiert, welche Betonung Versuchsperonen bei der Nacherzählung einer Bildergeschichte benutzen und wie sie, wenn sie Geschichten (mit und ohne Hintergrundgeräusche) selbst hören, unterschiedliche Formen der Betonung wahrnehmen und verstehen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Untersuchung der Rolle individueller Spezifität bei der Fähigkeit zum Perspektivwechsel sowie der Fähigkeit zur Informationsfilterung. Auf Verhaltensebene sollen dazu individuelle Unterschiede bei den linguistischen Parametern des referentiellen und prosodischen Ausdrucks von Informationsstatus (z.B. Hervorheben von neuen Referenten im Diskurs) und –struktur (Hervorhebung von besonders informativen Wörtern und Phrasen) betrachtet werden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für alle Proband*innen: Keine aktuelle psychotrope Medikation; Alter zwischen 18 und 60 Jahren; Rechtswirksame, schriftliche Einverständniserklärung des Probanden zur Teilnahme an der Studie, Muttersprache Deutsch // Kontrollproband*innen: Keine neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen // Autistische Proband*innen: Zugehörigkeit zur Diagnosegruppe F84.5 (Asperger-Syndrom) nach ICD-10, keine komorbiden psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen

Ausschlusskriterien

  • Minderjährige Personen und Personen, die älter als 60 Jahre sind; Personen mit Sprech- oder Hörstörung; Aktuelle oder vorhergehende Diagnose einer psychiatrischen oder neurologischen Erkrankung, außer F84.5 (Asperger-Syndrom); Vorbekannte Schädel-MRT- oder EEG-Auffälligkeiten; Aktuelle Schwangerschaft, Akute Suizidalität, eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten; Fehlende rechtswirksame Einverständniserklärung, nicht geschäftsfähige Personen und Personen in behördlicher oder gerichtlicher Verwahrung (PsychKG, BTG); Fehlende Muttersprache Deutsch

Adressen und Kontakt

Psychiatrie, Köln

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley

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Häufig gestellte Fragen

Es wurde lange angenommen, dass Gesprächspartner das gleiche sprachliche Verhalten (Gebrauch von prosodischen Kategorien und referentiellen Ausdrücken) und die gleichen kognitiven Fähigkeiten (Perspektivenwechsel und Herausfiltern irrelevanter Information) aufweisen. Neuere Forschung weist jedoch darauf hin, dass die Bedeutung individueller Unterschiede aus linguistischer und kognitiver Sicht lange unterschätzt wurde. In dieser Studie soll die Rolle individueller Spezifität des Sprachverhaltens bei Kontrollpersonen und Personen mit hochfunktionalem Autismus untersucht werden. Die Analyse wird sich dabei auf die Kodierung prosodischer Hervorhebung in der Produktion (anhand von Bildergeschichten) sowie ihrer Dekodierung in der Wahrnehmung (anhand von Stimuli mit und ohne Hintergrundgeräusche(n)) fokussieren.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Die Ergebnisse von klinischen Studien beeinflussen die Behandlungsmethoden, mit denen Betroffene in der Gegenwart und der Zukunft behandelt werden. Daher ist es wichtig, zuverlässige Ergebnisse zu erhalten. Um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, müssen Studien sorgfältig geplant werden. Dazu gehört, dass die Teilnehmer vor Beginn in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und genau definiert wird, wie die Gruppen behandelt werden. Auf diese Weise können Behandlungsmethoden unter gleichen Bedingungen miteinander verglichen werden. So kann im Anschluss der Studie eine Aussage darüber gefällt werden, welche der eingesetzten Behandlungsmethoden für die untersuchte Fragestellung am besten geeignet ist. Unabhängig davon, welcher Gruppe die Teilnehmer angehören, werden Sie intensiv durch das Studienpersonal betreut.

Damit man sich auf Studienergebnisse verlassen kann, müssen Studien möglichst vor äußeren Einflussfaktoren geschützt werden, die zu einer Verfälschung der Ergebnisse führen könnten. Zu den Einflussfaktoren gehören zum Beispiel das Alter oder der Schweregrad einer Erkrankung. Eine wichtige Methode, um die Auswirkung solcher Einflussfaktoren zu minimieren, ist die Randomisierung. Darunter versteht man, dass die Zuteilung zu den verschiedenen Teilnehmergruppen zufällig erfolgt. Das heißt, dass weder die Teilnehmer noch der Arzt einen Einfluss darauf haben, welcher Gruppe ein Teilnehmer zugeordnet wird. Durch die zufällige Zuteilung wird dafür gesorgt, dass sich die Einflussfaktoren gleichermaßen auf die Gruppen auswirken. So wird zum Beispiel verhindert, dass einer Gruppe nur die weniger stark betroffenen zugeteilt werden. In diesem Fall wäre es nicht möglich, die beiden Gruppen zuverlässig miteinander zu vergleichen.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien