Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll das Blickverhalten von Menschen untersucht werden, während diese ohne weitere Instruktionen Bilder betrachten. Den Probanden werden auf einem Bildschirm jeweils zwei Bilder gleichzeitig angezeigt, eines auf der rechten Hälfte des Bildschirms und eines auf der linken. Die Motive stammen dabei aus verschiedenen Kategorien (Rauschen, Urbane Szenerie, Naturaufnahmen, Menschen und Gesichter). Während sie diese betrachten wird der Blick der Versuchsperson mittels spezieller Kamerasysteme (Eyetracker) registriert. Durch eine Analyse der Blickrichtung und Augenbewegungen des Probanden kann festgestellt werden, welches der beiden Bilder länger betrachtet wurde. Dabei sind besonders die ersten Millisekunden der Betrachtung des Bildpaares interessant, da angenommen wird, dass Augenbewegungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht der bewussten Kontrolle unterliegen. Stattdessen entscheiden sich Menschen in einer solchen Situation wahrscheinlich unbewusst und aufgrund physikalischer Merkmale der Bilder sowie individueller Interessen. Den Grad, zu dem ein bestimmtes Bild die Aufmerksamkeit der Betrachter erregt, nennt man visuelle Salienz. Aufgrund früherer Forschung ist zu erwarten, dass bei gesunden Probanden die Salienz für Gesichter größer ist, als für die anderen Kategorien. Es gibt Hinweise darauf, dass dieser Effekt bei Menschen mit Autismus schwächer oder gar nicht auftritt, jedoch sind diese teilweise noch widersprüchlich. In einem Vergleich zwischen Menschen aus dem autistischen Spektrum und gesunden Kontrollprobanden wollen wir Unterschiede bezüglich der Salienz verschiedener Kategorien von Bildern systematisch untersuchen.

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Studiendetails

Studienziel Ziel der Studie ist die Untersuchung systematischer Einflüsse von Bildkategorien auf die visuelle Salienz der Bilder. Daraus sollen Rückschlüsse über frühe Aufmerksamkeitsprozesse bei hoch-funktionalen Autismus gezogen werden.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum der Universität zu Köln

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Für alle Proband*innen: Keine aktuelle psychotrope Medikation; Alter zwischen 18 und 60 Jahren; Rechtswirksame, schriftliche Einverständniserklärung des Probanden zur Teilnahme an der Studie // Kontrollproband*innen: Keine neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen // Autistische Proband*innen: Zugehörigkeit zur Diagnosegruppe F84.5 (Asperger-Syndrom) nach ICD-10, keine komorbiden psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen

Ausschlusskriterien

  • Minderjährige Personen und Personen, die älter als 60 Jahre sind; Aktuelle oder vorhergehende Diagnose einer psychiatrischen oder neurologischen Erkrankung, außer F84.5 (Asperger-Syndrom); Akute Suizidalität, eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten; Fehlende rechtswirksame Einverständniserklärung, nicht geschäftsfähige Personen und Personen in behördlicher oder gerichtlicher Verwahrung (PsychKG, BTG)

Adressen und Kontakt

Psychiatrie, Köln

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley

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Häufig gestellte Fragen

In dieser Studie sollen Verhaltensdaten des visuellen Explorationsverhaltens der Probanden bezüglich verschiedener Stimuluskategorien verglichen werden. Dazu wird das Blickverhalten mit einem Eyetracker aufgezeichnet, während den Probanden jeweils zwei Bilder zeitgleich auf einem Bildschirm dargeboten werden (eines auf der linken und eines auf der rechten Bildschirmhälfte). Die Kategorien bestehen aus Rauschen, Urbanen Szenerien, Naturaufnahmen, Menschen und Gesichtern. Von besonderem Interesse sind frühe Aufmerksamkeitseffekte, welche auf die visuelle Salienz der Kategorien für den individuellen Probanden schließen lassen. Zusätzlich soll die Erinnerungleistung für die verschiedenen Bilder überprüft werden. In einem Vergleich zwischen Personen mit Diagnose Asperger-Syndrom und gesunden Kontrollprobanden sollen Unterschiede in frühen Aufmerksamkeitsprozessen wie der visuellen Salienz bei hochfunktionalem Autismus systematisch untersucht werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien