Beschreibung der Studie

Wir untersuchen mit dieser Studie, ob das eigens entwickelte onlinebasierte Selbsthilfeprogramm „Knibbelstopp“ bei Personen, die von Pathologischem Hautzupfen/-quetschen (Skin Picking) betroffen sind, wirksam ist. Die Inhalte von "Knibbelstopp" basieren auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Enthalten sind Informationen zur Erkrankung, Übungen zur Selbstbeobachtung sowie zur Veränderung des Knibbelverhaltens.

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Studiendetails

Studienziel Vor Beginn und nach Erreichen des 10. (und letzten) Kapitels des Online-Selbsthilfeprogramms (voraussichtlich 6-8 Wochen nach Beginn der Studie, je nachdem, wie viel Zeit die TeilnehmerInnen benötigen), führen die Probanden ein Online-Knibbeltagebuch in dem das Knibbelverhalten zu fünf festen Zeitpunkten am Tag erfasst wird (vor Beginn der Online-Selbsthilfe 2 Wochen lang, bei Beginn des letzten Kapitels 1 Woche lang). Zu Beginn der Studie, vor Kapitel 1, nach Kapitel 5, 9 und 10 werden folgende Fragebögen per Online-Umfrage erhoben: Skin Picking Scale, modifizierte deutsche Version (mSPS-D; Mehrmann, Hunger, & Gerlach, eingereicht zur Veröffentlichung); Skin Picking Impact Scale, deutsche Version (SPIS-D Kurzversion;Mehrmann, Hunger, & Gerlach, eingereicht zur Veröffentlichung)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Lehrstuhl für Klinische Psychologie und PsychotherapieUniversität zu Köln
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Betroffene mit Pathologischen Hautzupfen/-quetschen, die ein Alter zwischen 18 und 55 Jahren haben. Die Pathologischen Hautzupfer/-quetscher sollten im Kurzscreening von einer Erschwerung Ihre Arbeit zu tun, Ihren Haushalt zu regeln oder mit anderen Menschen zu-recht zu kommen aufgrund des Hautzupfen/-quetschens während der letzten vier Wochen berich-ten. Des Weiteren sollte der Gesamtscore von mSPS-D über dem Cutoff von 7 liegen. Die Teilneh-merInnen sollten über die technischen Möglichkeiten zum Abrufen des Online-Tagesbuchs sowie der Online-Selbsthilfe verfügen.

Ausschlusskriterien

  • Aktueller Substanzmissbrauch oder -abhängigkeit (abgesehen von Nikotin); aktuelle psychotische oder bipolare Erkrankung; Suizidalität. Aktuell laufende psychotherapeutische Behandlung wegen Dermatillomanie.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Störung der Impulskontrolle-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Pathologisches Hautzupfen/-quetschen (Skin Picking) ist mit der Aufnahme in das DSM-5 eine an-erkannte psychische Erkrankung. Die bisherigen Schätzungen der Lebenszeitprävalenz für Pathologisches Hautzupfen/-quetschen schwanken zwischen 1.4% (Keuthen, Koran, Aboujaoude, Large, & Serpe, 2010) und 5.2 % (Hayes, Storch, & Berlanga, 2009). Bislang liegen nur wenige Studien zu psychotherapeutischen Behandlungsansätzen für den englischen und keine für den deutschen Sprachraum vor. In der geplanten Untersuchung soll die Wirksamkeit einer eigens erstellten onlinebasierten Selbsthilfeanwendung für Personen mit Pathologischem Hautzupfen/-quetschen erstmals auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Bisherige Studien zur Behandlung von Skin-Picking entstammen neben pharmakologischen Behandlungsansätzen dem Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie. In einer Metaanalyse von Gelinas (2013) erwiesen sich sowohl pharmakologische als auch psychotherapeutische Behandlungs-ansätze als wirksam in der Reduktion von pathologischem Hautzupfen/-quetschen. In zwei randomisiert kontrollierten Behandlungsstudien konnte für die Kognitive Verhaltenstherapie im Allge-meinen (Schuck, Keijsers, & Rinck, 2011) sowie das Habit Reversal Training im Besonderen (Teng, Woods, & Twohig, 2006) eine Effektstärke von 1.15 bzw.1.39 ermittelt werden. Dementsprechend ist auch hier geplant eine Intervention mit verhaltenstherapeutischen Bausteinen, wie beispiels-weise Habit-Reversal-Training und Stimuluskontrolle, zu prüfen. Aufgrund des noch geringen Bekanntheitsgrads dieser Erkrankung und der daraus resultierenden mangelnden qualitativ hochwertigen psychotherapeutischen Versorgung wurde zunächst ein Selbsthilfeprogramm entwickelt. Dies ermöglicht im Sinne eines „step care“ Modells niedrigschwellig eine Vielzahl von Betroffenen anzusprechen. Bevor dieses Programm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, soll jedoch die Wirksamkeit des Programms überprüft werden.

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