Beschreibung der Studie

Eltern von Kindern mit seltenen chronischen Erkrankungen sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt, die ihr eigenes psychisches Wohlbefinden beeinträchtigen können, was sich wiederum negativ auf ihre Lebensqualität und die Bewältigung der Therapie- und Alltagsanforderungen in der Versorgung des erkrankten Kindes auswirken kann. Aufgrund vielfältiger Hindernisse erhält bisher nur ein kleiner Teil der belasteten Eltern psychologische Unterstützung. Ziele der Studie sind die Evaluation eines internetbasierten psychologischen Unterstützungsprogramms (WEP-CARE) für Eltern von Kindern mit seltenen chronischen Erkrankungen sowie die Dissemination des Programms in die Versorgungspraxis. WEP-CARE soll Eltern bei der Bewältigung krankheitsbezogener Ängste unterstützen sowie zu einer Verbesserung ihrer Befindlichkeit und Lebensqualität beitragen. Wissenschaftliche Hauptziele der Studie sind die Wirksamkeitsüberprüfung, gemessen als Reduktion der psychischen Belastung sowie der Verbesserung von Lebensqualität und Bewältigungsstrategien der teilnehmenden Eltern. Um prüfen zu können ob das psychologische Unterstützungsprogramm wirksamer ist als die übliche psychosoziale Versorgung, werden 70 Teilnehmer rekrutiert und zur Intervention oder zur Kontrollbedingung mit üblicher Versorgung randomisiert. Teilnehmen können Eltern von 0-25 jährigen Kindern mit seltenen chronischen Erkrankungen, auch wenn zunächst erst ein Verdacht auf eine seltene chronische Erkrankung besteht. Die teilnehmenden Eltern sollten klinisch bedeutsame Angstsymptome berichten und während der Studienteilnahme Zugang zum Internet haben. Die Behandlung erfolgt als Schreibtherapie auf Basis eines strukturierten Therapiemanuals und dauert 12-14 Wochen. Der Kontakt mit den Therapeuten erfolgt über eine gegen Fremdzugriffe gesicherte Internetplattform.

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Studiendetails

Studienziel Angstsymptome, gemessen mit dem General Anxiety Disorder Questionnaire (GAD-7; Spitzer, Kroenke, Williams et al., 2006) als Online-Fragebogen, am Ende der Intervention bzw. Beobachtungszeit.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 70
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Robert Bosch Stiftung GmbH
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Die Studienteilnehmern sind Eltern von Kindern mit einer seltenen chronischen Erkrankung: Alter des Index-Kindes 0-25 Jahre; Diagnose einer seltenen chronischen Erkrankungen oder Verdacht auf eine SCE des Index-Kindes; Klinisch relevante psychische Belastung mit Angstsymptomen (Rohwert ≥ 7 im GAD-7) der Eltern; Zugang zum Internet während der Studienteilnahme; Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (Eltern); Informiertes Einverständnis zur Studienteilnahme

Ausschlusskriterien

  • Akute Suizidalität; Psychotische Symptomatik

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Diverse Studien haben gezeigt, dass Eltern eines durch eine seltene chronische Erkrankung (SCE) betroffenen Kindes vor dem Hintergrund der Erkrankung ein deutlich erhöhtes Risiko für ängstliche und depressive Symptome aufweisen. Die Inanspruchnahme psychologischer oder psychotherapeutischer Unterstützung fällt hingegen vergleichsweise gering aus, u.a. bedingt durch zeitliche und örtliche Barrieren. Internetbasierte Psychotherapie hat sich bereits bei psychischen Störungen wie Ängsten und Depressionen als wirksam erwiesen und bieten eine gute Möglichkeit, evidenzbasierte psychologische Interventionen niedrigschwellig sowie räumlich und zeitlich flexibel durchzuführen. Ziel des Projekts ist daher die Evaluation eines zuvor im Rahmen einer Pilotstudie entwickelten kognitiv-behavioralen Interventionsprogramms, das in Form einer internetbasierten Schreibtherapie durchgeführt wird. Das Programm soll ergänzend zur bisherigen Regelversorgung implementiert und bei positiver Evaluation nachhaltig etabliert werden. Die Evaluation erfolgt in einem randomisiertem Wartekontrollgruppendesign mittels standardisierter psychometrisch robuster Fragebögen mit Prä-, Post, und Follow-up Messung der Zielvariablen. Die Nachhaltigkeit der Effekte in der Interventionsgruppe wird in einer 3-Monats-Katamnese untersucht. Eltern von 0-25 jährigen Patienten mit SCE, die klinisch relevante Angstwerte in einem standardisierten Screeningfragebogen (GAD-7) aufweisen, wird zusätzlich zur üblichen Regelversorgung, die Teilnahme an der Studie angeboten. Grundlage des Interventionsprogramms ist ein störungsspezifisches Behandlungsmanual mit kognitiv-behavioralem Ansatz. Innerhalb eines Zeitraumes von 12-14 Wochen finden 12 Therapieeinheiten (à ca. 45 min) statt. Das Interventionsprogramm wird durch geschulte und supervidierte und in Internettherapie speziell geschulte Therapeutinnen durchgeführt. Die Kontrollgruppe erhält in der Wartezeit (12 Wochen) allein die übliche Versorgung. Das Interventionsprogramm wird hinsichtlich seiner Durchführbarkeit, der Akzeptanz durch die Teilnehmer und der Effektivität in der Reduktion krankheitsbedingter Ängste evaluiert. Zusätzlich wird die Auswirkung der Teilnahme auf depressive Symptome, Lebensqualität, Copingstrategien, Lebensqualität des Kindes mit SCE, Zufriedenheit der Nutzer und Therapeuten, Praktikabilität, Kosten-Nutzen Bilanz untersucht. Geplante Stichprobengroße ist N = 70. Alle Teilnehmer (ITT) werden zum Ende der Intervention/Wartezeit untersucht.

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