Beschreibung der Studie

Die Wirksamkeit verhaltenstherapeutischer Verfahren in der Migränebehandlung ist gut belegt. Allerdings ist bislang unklar, welche Kombination von Verhaltenstherapiemaßnahmen optimale Ergebnisse bringt. In dieser Vorstudie soll ein neu entwickeltes, kognitiv-verhaltenstherapeutisches Therapieprogramm zur Unterstützung der Krankheitsbewältigung bei Erwachsenen mit Migräne auf seine praktische Durchführbarkeit geprüft werden. Hierbei sollen vor allem die Akzeptanz, Nachvollziehbarkeit und Toleranz der einzelnen Therapieelemente des Programms bei einer kleinen Patientenstichprobe eingeschätzt werden.

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Studiendetails

Studienziel Therapieprozessvariablen: (i) Patientenbewertung der Gruppentherapiesitzungen (erfasst nach jeder Therapiesitzung mit dem Gruppentherapiestundenbogen – Patienten, GTS-P, Zoubek, 2013); (ii) Therapeutenbewertung der Gruppentherapiesitzungen (erfasst nach jeder Therapiesitzung mit den Gruppentherapiestundenbogen – Therapeuten, GTS-T, Zoubek, 2013); (iii) Gesamtbewertung der Gruppentherapie (erfasst nach der letzten Therapiesitzung mit einem Bogen zur Gesamtbewertung der Gruppentherapie, Klan, Caroli, Witthöft, Hiller, in Vorbereitung); (iv) Manualtreue (Therapeutenadhärenz, erfasst für den Gruppentherapiezyklus von 7 Sitzungen mit einem spezifischen Fragebögen von Klan, Caroli, Witthöft, Hiller, in Vorbereitung, Fragebogenentwicklung angelehnt an einen Fragebogen zur Erfassung der Therapeutenadhärenz von Weck, Neng, Richtberg, Jakob, & Stangier, 2015); (v) Therapeutenkompetenz (Erfassung für den Gruppentherapiezyklus von 7 Sitzungen mit einem Fragebogen in Anlehnung an den DCTS-G von Rund, 2014, und die Deutsche Version der Cognitive Therapy Scale, CTS von Weck, Hautzinger, Heidenreich & Stangier, 2010)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 1 bis 2
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Psychologisches Institut,Johannes Gutenberg Universität Mainz

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • i) Vorhandensein einer Migräneerkrankung („Migräne ohne Aura“ oder „Migräne mit Aura“ oder „Chronische Migräne“) gemäß der internationalen Kopfschmerzklassifikation ICHD-3 beta;
  • ii) Relevante Kopfschmerzaktivität: mind. 4 Kopfschmerztage/Monat; Erkrankungsdauer von mindestens 12 Monaten, davon mind. die letzten 6 Monate stabiles Muster an Kopfschmerzen;
  • iii) Psychische Faktoren (psychosoziale Belastungsfaktoren oder dysfunktionale oder exzessive Gedanken, Emotionen, Verhaltensweisen) sind im Zusammenhang mit der Migräne von Relevanz (im Sinne eines Vorliegens der DSM-IV-Diagnosen 307.89 oder 316 oder der DSM-5-Diagnosen F45.1 oder F54);
  • iv) ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache; Internetzugang

Ausschlusskriterien

  • i) Vorhandensein eines Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch (MOH) gemäß ICHD-3 beta
  • ii) bestehende Komorbidität mit einer relevanten körperlichen oder psychischen Erkrankung, die die Teilnahme an der Intervention erschweren könnte, insbesondere Vorliegen einer Abhängigkeitserkrankung;
  • iii) akute Suizidalität;
  • iv) bestehende oder aktuell geplante Schwangerschaft; in der Stillzeit

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Migräne-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Evidenz verhaltenstherapeutischer Verfahren in der Behandlung der Migräne gilt als gesichert. Es gibt noch weiteren Forschungsbedarf im Hinblick auf die Frage, inwieweit durch die Kombination traditioneller verhaltenstherapeutischer Verfahren (z.B. Entspannung, Stressbewältigung) mit neueren verhaltenstherapeutischen Ansätzen (z.B. „Learning to Cope with Triggers“ [LCT] bzw. Triggermanagement) eine Optimierung der Migräneprophylaxe erzielt werden kann. In einer Pilot-Studie soll an einer kleinen Stichprobe von erwachsenen Migränepatienten ein neu entwickeltes, integratives kognitiv-verhaltenstherapeutisches Therapieprogramm (7 Sitzungen) überprüft werden, welches neben klassischen verhaltenstherapeutischen Elementen (Entspannung, Stressbewältigung) zusätzlich Aspekte zur Desensibilisierung der Angst vor Migräneauslösern (LCT) beinhaltet. Hierbei soll eine Prozessevaluation im Sinne einer Einschätzung der praktischen Durchführbarkeit (u.a. Akzeptanz, Nachvollziehbarkeit, Toleranz beim Patienten) vorgenommen werden.

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