Beschreibung der Studie

Das primäre Ziel unseres Forschungsprojektes ist die Erfassung der Häufigkeit der Zustände mit "zu viel oder zu wenig" Blut in der Region des nördlichen Sachsen-Anhalt. Zudem sollen auch die Zusammenhänge zwischen den o.g. Zuständen und Depression untersucht werden. Im Falle der Zustimmung und erfüllten Einschlusskriterien (Alter über 50 Jahre und Wohnsitz in den folgenden Landkreisen - Wolmirstedt, Altmarkkreis Salzwedel, Landkreis Harz, Börde, Stendal, Jerichower Land und Magdeburg) wird kapilläres Blut, bei zusätzlicher Zustimmung auch peripheres Blut gewonnen. Zusätzlich werden Studiendaten zur depressiven Symptomatik und Lebensqualität mittels geprüfter Fragebögen erhoben. Das Ziel der Studie ist eine Erweiterung unseres Wissens über die Bluterkrankungen zu erlangen.

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Studiendetails

Studienziel a) Erfassung von Prävalenz von Anämien und von Polyzythämien (Polyzythämia vera, essentielle Thrombozytose und primäre Myelofibrose (MF)) bei Einwohner über 50 Jahre den Landkreisen des nördlichen Sachsen-Anhalt mittels folgender Laborparameter: Leukozyten, Erythrozyten, Hb, HKT, MCV, MCHC, MCH, Thrombozyten und maschinelles Differentialblutbild b) Aspekte gesundheitsbezogener Lebensqualität und depressiver Symptomatik gemessen mittels Medical Outcomes Study 12-Item Short Form Survey Instrument (SF-12), Patient Health Questionnaire-9 (PHQ-9), ärztliches Interview zur Lebenszeit- und 12-Monats-Prävalenz einer depressiven Episode
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 3058
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, Mitteln der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds inder Förderperiode 2014-2020

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwohner der Landkreise des nördlichen Sachsen-Anhalts (Wolmirstedt, Altmarkkreis Salzwedel, Landkreis Harz, Börde, Stendal, Jerichower Land und Magdeburg)
  • Alter > 50 Jahre
  • Schriftliche Zustimmung zu den Studienbedingungen

Ausschlusskriterien

  • Alter < 50 Jahre
  • Hauptwohnsitz außerhalb des definierten Bereiches
  • Fehlende schriftliche Zustimmung zu den Studienbedingungen
  • stationäre Behandlung innerhalb der letzten 2 Wochen vor Studieneinschluss oder
  • ambulante Akutbehandlung

Adressen und Kontakt

Nordliches Sachsen-Anhalt

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Häufig gestellte Fragen

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Über dem 65. Lebensjahr ist zum Teil jeder zweite Mensch von einer Anämie (Blutarmut) betroffen. Dies ist mit z.T. erheblichen Auswirkungen auf den mentalen und somatischen Status und die Performance verbunden. Die Ursachen der hohen Anämie-Raten im Alter sind zum größten Teil chronische Entzündungsvorgänge wie die sogenannte Anämie der chronischen Entzündung oder das sogenannte myelodysplastische Syndrom (MDS) des Knochenmarks. Auf der anderen Seite kommt es im Alter häufig zu einem „zu viel“ an Blut (Polyzythämia vera (PV), essentielle Thrombozytose (ET)). Die Symptome sind oftmals eine unbemerkte Blutfülle die u.a. zu Thrombosen, Herzinfarkt, und Schlaganfall führen kann. Diese Erkrankungen sind ebenfalls mit einem ausgeprägten Inflammationssyndrom assoziiert.Trotz der erwähnten Relevanz gibt es wenig Erkenntnisse zur Prävalenz dieser Krankheiten.Gleichzeitig bleibt die Anzahl der „gesunden“ Mutationsträger von JAK2-V617F, sowie die Folgen solcher Zustände unklar. Des Weiteren ist es unklar, wie weit die Anämien eine Depression verursachen können. Diese Fragen möchten wir mittels unserer epidemiologischen Studie untersuchen. Für die Studie wurde eine Zielzahl von 3058 Probanden errechnet. Es sind kapilläre und periphere Blutentnahmen mit Bestimmung von Blutbild, Vitamin B12, Folsäure, Eisen, Ferritin, CRP, Mutationsanalyse in den Genen JAK2, MPL und CALR als auch die Erhebung von anamnestischen und epidemiologischen Zieldaten mittels geprüfter Fragebögen vorgesehen. Das Ziel unserer Studie ist die epidemiologische Erforschung der Anämie und Polyzythämie-Prävalenzen in der Modellregion Sachsen-Anhalt. Des Weiteren sind mehrere sekundäre Ziele in diesem Projekt vorgesehen. Zu einem soll die Grundanalyse der Anämie-Ursachen durchgeführt werden. Zum Anderen soll die Prävalenz der Mutationen in den Genen JAK2, MPL und CALR bei gesunden Probanden bestimmt werden. Darüber hinaus soll der mögliche Zusammenhang zwischen Anämie und Depression näher untersucht werden. Die Laufzeit unserer Studie ist für 3 Jahre geplant. Neben der endgültigen statistischen Auswertung sind mehrere Zwischenauswertungen vorgesehen.

Quelle

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