Beschreibung der Studie

Untersucht werden Patienten, bei denen die Entnahme von Knochenmaterial aus dem Beckenkamm Teil einer Operation ist. Hintergrund für dieses Vorgehen ist die Verwendung eines gesunden Teils des Körpers des Patienten zur Reparatur eines beeinträchtigten Teils. Um eine zusätzliche Beeinträchtigung zu vermeiden, ist es Ziel, die Schmerztherapie insbesondere des zuvor unbeeinträchtigten Teils, also der Region des Beckenkamms, zu optimieren. Dabei gibt es verschiedene Ansätze für die Therapie der dort auftretenden Schmerzen, welche in ihrer Wirksamkeit miteinander verglichen werden sollen. Zu diesem Zweck werden in dieser Untersuchung drei Gruppen gebildet: Zum einen gibt es die klassische Therapie mit Schmerzmedikamenten, welche über die Venen zugeführt werden bzw. als Tabletten bzw. Tropfen eingenommen werden und welche die Schmerzempfindung im ganzen Körper herabsetzen. In der zweiten und dritten Gruppe wird zusätzlich dazu eine lokale, d.h. auf den Ort des Beckenkamms beschränkte, Therapie angewendet. Dies geschieht entweder mithilfe der Gabe von Lokalanästhetika über einen während der Operation eingelegten Schmerzkatheter oder über eine Betäubung der dem Beckenkamm anliegenden Schichten der Bauchwand mit einem ultraschallgestützt eingebrachten Schmerzkatheter. Vor und im Anschluss an die Operation werden die Patienten nach der Stärke der Schmerzen direkt nach der Operation und in den folgenden fünf Tagen gefragt. Sechs Wochen und drei Monate nach der Operation werden die Patienten noch einmal per Telefon zu eventuellen Schmerzen befragt.

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Studiendetails

Studienziel Unterschiede in der Stärke der Schmerzen zwischen den Patienten mit systemischer Schmerztherapie und den Patienten mit Transversus-Abdominis-Plane-Katheter; a) Postoperativer Tag 0-5: Fragebogen; b) 6 Wochen postoperativ:Telefoninterview; c) 3 Monate postoperativ: Telefoninterview
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 75
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Rostock

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten (ASA I-III), welche sich einer Operation mit notwendiger anteriorer Beckenspanentnahme unterziehen

Ausschlusskriterien

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule, Koxarthrose, Knie- oder Hüftprothesen, bereits erfolgte Beckenspanentnahme, eine Unverträglichkeit von Lokalanästhetika oder anderen Schmerzmedikamenten, Opiodabhängigkeit, chronische Einnahme von Analgetika, psychiatrische Erkrankungen, Infektionen der Bauchwand, Adipositas per magna (BMI ≥ 40)

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Rostock

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Häufig gestellte Fragen

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Im Hinblick auf die Entnahme von Knochenmaterial aus dem Beckenkamm zur operativen Versorgung anderer, primär morbiditätsbehafteter Regionen, wie maxillärem und oropharyngealem Wiederaufbau, Fusionsoperationen der Wirbelsäule oder Eingriffen an den distalen Extremitäten, stellt sich die besondere Problematik der Schaffung einer neuen, zuvor nicht bestehenden Komorbidität, welche in der Folge mitunter zu schlimmeren Schmerzen als an der primär zu operierenden Stelle und zu Stress sowie einer verzögerten Entlassung führen kann. Aufgrund der allgemeinen Anerkennung der Beckenspanentnahme als führende Technik für die Versorgung der Primärmorbidität stellt sich die dringende Frage einer optimalen Behandlung der erzeugten Komorbidität, deren häufigste Komplikation das Auftreten akuten und chronischen Schmerzes ist. In der hier vorgestellten Pilotstudie soll ein bisher ausstehender Vergleich zur Wirksamkeit der Schmerztherapie bei Beckenspanentnahme zwischen der lokalen Applikation von Ropivacain mithilfe eines Katheters und der präoperativen Anlage eines TAP-Katheters erfolgen. Als dritte Gruppe wird eine Kontrollgruppe, welche eine alleinige standardisierte systemische Schmerztherapie erhält, in die Studie einbezogen.

Quelle

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