Beschreibung der Studie

Häufigkeit der postoperativen permanenten Gesichtslähmungen bleibt bei 4-7% der Patienten die sich einer Ohrspeicheldrüsenoperation unterziehen relativ hoch trotz Einsatz des intraoperativen Neuromonitorings. Die Mehrheit die Paresen entstehen obwohl der Nerv intraoperativ häufig als anatomisch intakt beschrieben wird. Daher spielen intraoperative Zerrungen und Dehnungen des Nervs offensichtlich eine entscheidende Rolle für die postoperative Nervenfunktion. In den letzten Jahren hat sich die Funktionalität des intraoperativen Neuromonitorings nochmals mit Einführung des kontinuierlichen intraoperativen Neuromonitorings (cIONM) erweitert. Beim cIONM erfolgt eine permanente Reizung des Nervs mit laufender Registrierung der Antwortpotentiale. Hier werden auch kleinste Potentialänderungen durch Manipulationen sichtbar und es kann bereits intraoperativ durch Amplitudenerholung die postoperative Nervenfunktion vorhergesagt werden. Die Vorteile eines cIONM gegenüber einem konventionellen, intermittierenden IONM sind bei der Chirurgie der Schilddrüse hinsichtlich der postoperativen Nervenfunktion bereits nachgewiesen. Daher besteht die Frage inwiefern das cIONM des Gesichtsnervs in der Chirurgie der Ohrspeicheldrüse einen prädiktiven Wert hinsichtlich der postoperativen Gesichtslähmung hat und ob der intraoperativ nachgewiesenen Signalveränderungen mit dem Ausmaß der Parese korreliert werden können. Sollte dies der Fall sein, können in Zukunft bereits intraoperativ drohende Funktionsstörungen des Nerven erkannt und damit durch Modifikation des chirurgischen Vorgehens vermieden werden. Die potentiellen Studienteilnehmer sind alle Patienten, die sich einer Ohrspeicheldrüsenoperation unterziehen. Die bei unserer geplanten Studie angewandte Operationstechnik ist etabliert und in unserer Klinik seit vielen Jahren nach aktuellen Indikationen praktiziert. Ergänzend wird eine Saxophonelektrode für das cIONM am Stamm des Gesichtsnervs für die kontinuierliche Reizung platziert. Es werden dabei keine neuen medizinischen Produkte oder andere Medikamente gebraucht. Die Sicherheit des cIONM wurde in verschiedenen Publikationen bei der Verwendung in Schilddrüsenchirurgie nachgewiesen.

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Studiendetails

Studienziel Korrelation der multiplen kombinierenden Ereignisse (MKE) und Signalverlust (SV) während des cIONM mit dem Grad der postoperativen Fazialisparese
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle HNO KlinikSANA Kliniken Leipziger LandBorna

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, die sich einer Parotisoperation (Teil-/totale Resektion) unterziehen, älter als 18 Jahren sind und die eine Patienteneinwilligung unterzeichnet haben.

Ausschlusskriterien

  • Revisionsoperation
  • präoperativ bestehende Fazialisparese
  • initiale EMG Amplitude des Gesichtsnervs < 500 µV
  • Alter < 18 Jahren
  • Patienten mit einem implantierten Herzschrittmacher
  • Patienten mit einem implantierten Defibrillator (ICD)
  • Patienten mit ausgeprägten Herzrhythmusstörungen
  • Schwangerschaft
  • Patienten, die an Epilepsie erkrankt sind

Adressen und Kontakt

HNO Klinik, Borna

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Häufigkeit der postoperativen permanenten Fazialisparesen bleibt bei 4-7% der Patienten relativ hoch trotz Einsatz des IONM. Die Mehrheit die Paresen entstehen obwohl der Nerv intraoperativ häufig als anatomisch intakt beschrieben wird. Daher spielen intraoperative Zerrungen und Dehnungen des Nervs offensichtlich eine entscheidende Rolle für die postoperative Nervenfunktion. In den letzten Jahren hat sich die Funktionalität des IONM nochmals mit Einführung des kontinuierlichen intraoperativen Neuromonitorings (cIONM) erweitert. Beim cIONM erfolgt eine permanente Reizung des Nervs mit laufender Registrierung der Antwortpotentiale. Hier werden auch kleinste Potentialänderungen durch Manipulationen sichtbar und es kann bereits intraoperativ durch Amplitudenerholung die postoperative Nervenfunktion vorhergesagt werden. Die Vorteile eines cIONM gegenüber einem konventionellen, intermittierenden IONM sind bei der Chirurgie der Schilddrüse hinsichtlich der postoperativen Nervenfunktion bereits nachgewiesen. Daher besteht die Frage inwiefern das cIONM des N. facialis in der Parotischirurgie einen prädiktiven Wert hinsichtlich der postoperativen Fazialisparese hat und ob der intraoperativ nachgewiesenen Signalveränderungen mit dem Ausmaß der Parese korreliert werden können. Sollte dies der Fall sein, können in Zukunft bereits intraoperativ drohende Funktionsstörungen des Nerven erkannt und damit durch Modifikation des chirurgischen Vorgehens vermieden werden. Die bei unserer geplanten Studie angewandte Operationstechnik ist etabliert und in unserer Klinik seit vielen Jahren nach aktuellen Indikationen praktiziert. Ergänzend wird eine Saxophonelektrode für das cIONM am Fazialisstamm für die kontinuierliche Reizung platziert. Es werden dabei keine neuen medizinischen Produkte oder andere Medikamente gebraucht. Die Sicherheit des cIONM wurde in verschiedenen Publikationen bei der Verwendung in Schilddrüsechirurgie nachgewiesen. Weder Veränderungen der Amplitude oder der Latenz wegen neuronal Stimulation noch kardiale, pulmonale oder gastrointestinale Nebenwirkungen wurden nachgewiesen.

Quelle

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