Beschreibung der Studie

Augenmuskeloperationen dienen der Korrektur eines Schielens. Die Dosis einer Operation wird in Millimeter angegeben und entspricht der Strecke, um die der Ansatz des betreffenden Augenmuskels am Augapfel versetzt werden muss, um das Schielen um das gewünschte Ausmaß zu korrigieren. Bislang bleibt hierbei die Größe des Augapfels in der Routine weitgehend unberücksichtigt. Jedoch haben Studien gezeigt, dass größere Augäpfel bei gleichem Muskelstreckenversatz eine geringere Schielwinkelreduktion erfahren. Folglich muss, um einen gleichgroßen Schielwinkel an zwei verschieden großen Augäpfeln zu operieren, beim größeren eine höhere Dosis gewählt werden, um den gleichen Effekt (Winkelkorrektur in Grad) zu erzielen. Ein weiterer in der Praxis überwiegend unberücksichtigter Effekt besteht darin, dass Schielwinkel durch die prismatische Nebenwirkung von Brillengläsern geringfügig falsch gemessen werden: sie werden bei Plusgläsern (gegen Weitsichtigkeit) zu klein und bei Minusgläsern (gegen Kurzsichtigkeit) zu groß gemessen. Da beide Effekte (Bulbuslängeneffekt und prismatischer Messfehler) gegenläufig sind und sich somit größtenteils neutralisieren, werden sie in der Praxis in ihrer Konsequenz für die Operationsplanung im Sinne eines einfacheren Ablaufs meist ignoriert. Besonders jedoch bei sehr großen / kleinen Augapfellängen und starken Brillengläsern fällt einer der beiden Effekte jedoch stärker ins Gewicht und es kann vermutet werden, dass der Patient von einer Berücksichtigung der Effekte profitieren dürfte. Der Erfolg einer Augenmuskeloperation misst sich daran, in wieweit die erzielte Schielwinkelkorrektur mit der präoperativ geplanten Schielwinkelkorrektur korreliert. Bei Abweichung spricht man von einer Streuung des Operationsergebnisses (Schielwinkels). Ziel dieser Pilotstudie ist es zu zeigen, ob die Streuung von Augenmuskeloperationen bei horizontalem Schielen durch Berücksichtigung der o.g. Effekte in der Praxis reduziert werden kann und Patienten von dem neuen Verfahren (Berücksichtigung der beiden Effekte) profitieren könnten.

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Studiendetails

Studienziel Abweichung der individuellen Restschielwinkel (nach drei Monaten) von den individuell angestrebten Restschielwinkeln (präoperativ festgelegt) in Interventions- und Kontrollgruppe, Schielwinkelmessung mit dem alternierendem Prismen-Abdecktest
Status Teilnahme nur nach Einladung
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitäts-Augenklinik Schielbehandlung und Neuroophthalmologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten jeden Alters zur Operation ausschließlich an horizontalen Augenmuskeln

Ausschlusskriterien

  • Gleichzeitige Operation an anderen als den horizontalen Augenmuskeln
  • Vorangegangene Augenmuskeloperationen am zu operierenden Auge

Adressen und Kontakt

Universitäts-Augenklinik Schielbehandlung und Neuroophthalmologie, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Bei Augenmuskeloperationen gegen Strabismus bleiben Bulbusgröße und prismatische Nebenwirkung von Brillengläsern bislang weitgehend unberücksichtigt, wie eine Umfrage auf dem Strabologentreffen Aachen im Februar 2016 zeigt: neun von zehn strabologischen Leitern an deutschen Universitätskliniken berücksichtigen die beiden beschriebenen Effekte nicht. Jedoch haben Studien gezeigt, dass größere Augäpfel bei gleichem Muskelstreckenversatz eine geringere Schielwinkelreduktion erfahren. Ein weiterer in der Praxis überwiegend unberücksichtigter Effekt besteht darin, dass Schielwinkel durch die prismatische Nebenwirkung von Brillengläsern geringfügig falsch gemessen werden: sie werden bei Plusgläsern zu klein und bei Minusgläsern zu groß gemessen. Da beide Effekte (Bulbuslängeneffekt und prismatischer Messfehler) gegenläufig sind und sich somit größtenteils neutralisieren, werden sie in der Praxis in ihrer Konsequenz für die Operationsplanung im Sinne eines einfacheren Ablaufs meist ignoriert. Besonders jedoch bei sehr großen / kleinen Augapfellängen und starken Brillengläsern fällt einer der beiden Effekte jedoch stärker ins Gewicht und es kann vermutet werden, dass der Patient von einer Berücksichtigung der Effekte profitieren dürfte. Der Erfolg einer Augenmuskeloperation misst sich daran, in wieweit die erzielte Schielwinkelkorrektur mit der präoperativ geplanten Schielwinkelkorrektur korreliert. Bei Abweichung spricht man von einer Streuung des Operationsergebnisses (Schielwinkels). Ziel dieser Pilotstudie ist es zu zeigen, ob die Streuung von Augenmuskeloperationen bei horizontalem Schielen durch Berücksichtigung der o.g. Effekte in der Praxis reduziert werden kann und Patienten von dem neuen Verfahren (Berücksichtigung der beiden Effekte) profitieren könnten.

Quelle

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