Beschreibung der Studie

Die Wirksamkeit verhaltenstherapeutischer Verfahren in der Migränebehandlung ist belegt. Allerdings ist bislang unklar, welche Kombination von Verhaltenstherapiemaßnahmen optimale Ergebnisse bringt. Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit verschiedener verhaltenstherapeutischer Methoden in der Behandlung der Migräne bei Erwachsenen zu untersuchen. Die Durchführung der Verhaltenstherapie zur Migränebehandlung ist jeweils in Form einer Gruppentherapie mit 7 Sitzungen à 90 Minuten geplant.

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Studiendetails

Studienziel (i) Kopfschmerzfrequenz (Anzahl der Kopfschmerztage, 4-Wochen Zeitraum), online erfasst mit einem elektronischen Kopfschmerztagebuch/App; (ii) Kopfschmerzbedingte Beeinträchtigung, erfasst mit dem Inventar zur Beeinträchtigung durch Kopfschmerzen (IBK, Bauer, Evers, Gralow & Husstedt, 1999); (iii) Emotionale Belastung, erfasst mit den Depressions-Angst-Skalen (DASS, Nilges & Essau, 2015); (iv) Kopfschmerzspezifische Selbstwirksamkeitserwartung, erfasst mit der Kurzform des Fragebogen zum Kopfschmerzmanagement und zur Selbstwirksamkeit (FKMS-K bzw. HMSE-G-SF, Graef, Rief, French, Nilges & Nestoriuc, 2015); MESSZEITPUNKTE: Prä, Post (nach der letzten, d.h. nach der 7. Verhaltenstherapiesitzung bzw. - in der Wartekontrollgruppe - nach 7 Wochen), 4-Monats-Follow-up, 12-Monats-Follow-up
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 120
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Psychologisches Institut;Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • i) Vorhandensein einer Migräneerkrankung („Migräne ohne Aura“ oder „Migräne mit Aura“ oder „Chronische Migräne“) gemäß der internationalen Kopfschmerzklassifikation ICHD-3 beta;
  • ii) Relevante Kopfschmerzaktivität: mind. 4 Kopfschmerztage/Monat; Erkrankungsdauer von mindestens 12 Monaten, davon mind. die letzten 6 Monate stabiles Muster an Kopfschmerzen;
  • iii) Psychische Faktoren (psychosoziale Belastungsfaktoren oder dysfunktionale oder exzessive Gedanken, Emotionen, Verhaltensweisen) sind im Zusammenhang mit der Migräne von Relevanz (im Sinne eines Vorliegens der DSM-IV-Diagnosen 307.89 oder 316 oder der DSM-5-Diagnosen F45.1 oder F54);
  • iv) ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache; Internetzugang

Ausschlusskriterien

  • i) Vorhandensein eines Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch (MOH) gemäß ICHD-3 beta
  • ii) Bestehen einer herkömmlichen medikamentösen Migräneprophylaxe (z.B. Betablocker, Kalziumkanalblocker; Antikonvulsivum; Antidepressivum), einer vorbeugenden Behandlung mit Botulinumtoxin A (Botox) oder einer Therapie durch ein Verfahren der Neuromodulation. Bei vorheriger medikamentöser Migräneprophylaxe mind. 3 Monate vor Beginn der Studie Absetzen erforderlich;
  • iii) bereits abgeschlossene oder laufende Psychotherapie;
  • iv) bestehende Komorbidität mit einer relevanten körperlichen oder psychischen Erkrankung, die die Teilnahme an der Intervention erschweren könnte, insbesondere Vorliegen einer Abhängigkeitserkrankung;
  • v) akute Suizidalität;
  • vi) bestehende oder aktuell geplante Schwangerschaft; in der Stillzeit

Adressen und Kontakt

Psychologisches Institut/Poliklinische Institutsambulanz für Psychotherapie, Mainz

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Häufig gestellte Fragen

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Die Evidenz verhaltenstherapeutischer Verfahren in der Behandlung der Migräne gilt als gesichert. Neben der medikamentösen Therapie stellt die Verhaltenstherapie (VT) bzw. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) einen wichtigen Bestandteil der Prophylaxe von Migräneattacken dar. Es gibt noch weiteren Forschungsbedarf im Hinblick auf die Frage, inwieweit durch die Kombination traditioneller verhaltenstherapeutischer Verfahren mit neueren verhaltenstherapeutischen Ansätzen, die Aspekte zur Desensibilisierung der Angst vor Migräneauslösern beinhalten, eine Optimierung der Migräneprophylaxe erzielt werden kann. In einer RCT-Studie soll ein spezifisches kognitiv-verhaltenstherapeutisches Therapieprogramm zur Verbesserung der Krankheitsbewältigung und Attackenprophylaxe bei Erwachsenen mit Migräne evaluiert werden.

Quelle

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