Beschreibung der Studie

Eine ECMO (ExtraCorporeal Membrane Oxygenation [deutsch: Sauerstoffanreicherung des Blutes über eine Membran hinweg außerhalb des Körpers]) bzw. ECLS (ExtraCorporeal Life Support [deutsch: außerhalb des Körpers befindlicher Herzersatz]) ist eine Maschine, welche in Fällen eines akuten Lungenversagens bzw. akuten Herzversagens die Funktion des ausgefallenen Organs - zumindest zeitweise - übernehmen kann. Diese Maschine arbeitet außerhalb des Körpers und wird über mehrere venöse und / oder arterielle Gefäßzugänge von außen mit dem Körper verbunden. Es ist seit einiger Zeit bekannt, dass eine ECMO/ECLS mit einer Entzündungsreaktion im Blut einhergeht bzw. einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben kann. Im Rahmen dieser Studie wollen wir untersuchen, ob und in welchem Ausmaß die ECMO/ECLS Einfluss auf Entzündung und Gerinnung im Blut hat. Im Rahmen mehrerer Blutproben werden Entzündungsparameter und deren Effekt auf andere Zellen untersucht. Auch sollen die Effekte der extrakorporalen Herz-/Lungenersatzmaschine auf die Blutgerinnung näher untersucht werden. Anhand der dadurch gewonnen Ergebnisse soll die Rolle entzündlicher Prozesse und die Auswirkung auf die Blutgerinnung bei Patienten mit extrakorporalen Herz-/Lungenersatz besser verstanden werden und dadurch in Zukunft die Therapie von Patienten mit extrakorporalen Herz-/Lungenersatz optimiert werden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Bestimmung von Veränderung der Hämostase und der vaskulären Entzündung anhand von Blutuntersuchungen (durchgeführt mittels standardisierter Laborverfahren und im Labor des Versuchsleiters mittels verschiedener Analysemethoden (u.a.FACS, PCR, Proteinanalysen)) vor, während und nach ECMO/ECLS-Versorgung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsherzzentrum Freiburg - Bad KrozingenAbteilung Kardiologie und Angiologie I

Ihr ganz persönlicher Atemnotsyndrom des Erwachsenen-Studienberater

Über 10.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit ECMO/ECLS

Ausschlusskriterien

  • hämato-onkologische Grunderkrankungen;
  • schwere, transfusionspflichtige Anämien (Hb < 7 g/dl)

Adressen und Kontakt

Freiburg im Breisgau

Ansprechpartner: Dominik Hentschel

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Eine ECMO (ExtraCorporeal Membrane Oxygenation) bzw. ECLS (ExtraCorporeal Life Support) ist ein extrakorporales Ersatzverfahren, welches - bei akuten Organdysfunktionen wie z.B. dem kardiogenen Schock, einem ARDS oder auch einem SIRS bei Sepsis - die Organfunktion von Lunge und/oder Herz temporär übernehmen kann. Aus klinischer Erfahrung ist bekannt, dass es unter einer Therapie mittels ECMO/ECLS zu Störungen der Hämostase und einer Verstärkung der Inflammation kommen kann. So sind u.a. thrombembolische Komplikation aber auch vermehrte Blutungsereignisse zu beobachten. Das Ziel dieser Studie ist es, die Grundlagen der Veränderung von Hämostase und Inflammation unter einer Therapie mittels ECMO/ECLS besser zu verstehen. Hierzu wird jedem Studienteilnehmer zu mehreren Zeitpunkten vor, während und nach Einsatz des Verfahrens Blut entnommen, welches zum einen mit standardisierten Laborverfahren und zum anderen im Labor des Versuchsleiters mittels verschiedener Analysemethoden (u.a.FACS, PCR, Proteinanalysen) untersucht werden soll. Aufgrund des sehr heterogenen Patientenkollektivs stehen hier vor allem intraindividuelle Veränderungen im zeitlichen Verlauf der Organersatztherapie im Vordergrund. Die Veränderungen von Hämostase und Inflammation sollen dann mit relevanten klinischen Ereignissen und dem klinischen Outcome des Studienteilnehmer korreliert werden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien