Beschreibung der Studie

Ziel der Untersuchung ist der Nachweis, ob mit einem einfachen Test - dem Geldzähltest nach Nikolaus in Verbindung mit dem Nackengriff - die Mundhygienefähigkeit von pflegebedürftigen geriatrischen Patienten zuverlässig eingeschätzt werden kann. Daraus kann der Mundhygiene-Pflegebedarf durch Pflegende abgeleitet werden. Der Geldzähltest nach Nikolaus, ergänzt um den Nackengriff, wird durchgeführt und dokumentiert. Danach erfolgt die zahnärztliche Untersuchung für die Erhebung des Zahnstatus und das Sichtbar Machen des Zahnbelages mit einem Färbemittel für die Erfassung des Plaquebefalls. Der Patient führt danach selbständig die Mundhygiene durch und der verbliebene Plaquebefall nach Reinigung wird dokumentiert. Außerdem werden die Mundhygienegewohnheiten und die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität mittels Fragebogen erfasst. Die Hypothese, dass die Ergebnisse des Geldzähltests nach Nikolaus in Verbindung mit dem Nackengriff und die Plaquereduktion durch Mundhygienemaßnahmen bei pflegebedürftigen geriatrischen Patienten korrelieren, soll nachgewiesen werden.

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Studiendetails

Studienziel Cut-Off des Geldzähltests nach Nikolaus in Verbindung mit dem Nackengriff für die Entscheidung, ab wann die selbst durchgeführte Mundhygiene ausreichend ist.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 70
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Poliklinik für Präventive Zahnheilkunde und Kinderzahnheilkunde am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums Jena

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Stationärer Aufenthalt - Geriatrie

Ausschlusskriterien

  • Verweigerung/Abbruch der Teilnahme

Adressen und Kontakt

Geriatrie, Jena

Ansprechpartner: Dr. Ina Manuela Schüler

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Häufig gestellte Fragen

Die Mundgesundheit und Mundhygiene ist bei pflegebedürftigen geriatrischen Patienten schlechter als in der Normalbevölkerung vergleichbaren Alters. Für die Entscheidung, unter welchen Voraussetzungen ein Patient nicht mehr in der Lage ist, selbständig die Mundhygiene durchzuführen und deshalb auf Pflege durch Dritte angewiesen ist, gibt es keine genauen Parameter. Ziel dieser Studie ist der Nachweis, ob mit dem Geldzähltest nach Nikolaus in Verbindung mit dem Nackengriff die Mundhygienefähigkeit von pflegebedürftigen geriatrischen Patienten zuverlässig eingeschätzt werden kann. Material und Methoden: 70 Patienten der Geriatrischen Stationen des Universitätsklinikums Jena werden im Rahmen einer aufsuchenden Betreuung zahnärztlich untersucht, wobei der orale Befund aufgenommen sowie die Mundhygienegewohnheiten mit einem speziellen und die mundgesundheitsbezogene Lebensqualität mit einem standardisierten und validierten Fragebogen erfasst werden. Außerdem wird bei allen Probanden der Geldzähltest nach Nikolaus in Verbindung mit dem Nackengriff durchgeführt und dokumentiert. Der Mundhygiene- und Prothesenhygienestatus werden sowohl vor als auch nach der selbständigen Reinigung der Mundhöhle durch den Patienten erfasst. Die Hypothese, dass die Ergebnisse des Geldzähltests nach Nikolaus in Verbindung mit dem Nackengriff und die Plaquereduktion durch Mundhygienemaßnahmen bei pflegebedürftigen geriatrischen Patienten korrelieren, soll nachgewiesen werden. Ein Cut-Off des Geldzähltestes soll definiert werden, ab wann die selbst ausgeführte Mundhygiene ausreichend ist.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien