Beschreibung der Studie

Es wird untersucht werden, inwieweit sich der im Gaumen vorhandene knöcherne Kanal (Canalis incisivus) und besonders dessen horizontale Ausdehnung bei in der Oberkieferfront bezahnten und unbezahnten Patienten unterscheidet. Hierzu wird die Höhe, die Fläche und der Durchmesser der beiden Austrittspunkte (Foramina incisivum, palatinaler und nasaler Anteil) durch die Vermessung von Computertomografieaufnahmen von in der Oberkieferfront bezahnten und unbezahnten Patienten erfasst. Da der Oberkieferknochen auf natürliche Weise mit zunehmendem Alter kleiner wird und bei Patienten weiblichen Geschlechts generell kleiner ist, werden, um altersbedingte und genderspezifische Veränderungen auszuschließen, die zu untersuchenden Patientengruppen ein vergleichbares Durchschnittsalter und die gleiche Anzahl beider Geschlechter aufweisen. Zudem ist darauf zu achten, dass die Patienten keine Knochendefekte aufweisen, nicht an Knochenerkrankungen im Bereich des Kiefers leiden und die Verknöcherung des Zahnfachs nach Zahnverlust bereits abgeschlossen ist. Zahlreiche Studien belegen bereits einen beschleunigten Verlust des Knochenangebots bei einer nicht mehr vorhandenen natürlichen Belastung durch die Zähne. Das Forschungsvorhaben soll klären, ob ein Zusammenhang zwischen dem Verlust und der Zunahme des Durchmessers des Kanals beobachtet werden kann. Die gewonnen Daten haben eine besondere Relevanz bei geplanten Implantatinsertionen im oberen Frontzahnbereich.

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Studiendetails

Studienziel Vermessung des Foramen incisivus in DVT-Datensätzen mit 3DonDemand
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 250
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erfolgte Digitale Volumentomographie-Untersuchung, Alter 40-90 Jahre, Geschlecht m/w, Vorhandensein der Zähne 11 und 21

Ausschlusskriterien

  • Schichtdicke über 0.25mm, Alter unter 40 Jahren, Alter über 90 Jahre, Implantate im Frontzahngebiet, Artefakte, knöcherne Defekte, Extraktionsalveolen, anatomische Besonderheiten

Adressen und Kontakt

Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Freiburg

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Bei der Insertion dentaler Implantate im Frontzahngebiet des Oberkiefers wird das Knochenangebot durch den mittig nach kranial verlaufenden Canalis incisivus begrenzt. Zahlreiche Studien belegen eine Degeneration des Kieferknochens bei ausbleibender dentaler Belastung (Atrophie) und mit zunehmendem Alter. Ob diese Degeneration jedoch lediglich an der bukkalen Knochengrenze stattfindet, oder auch von einer Vergrößerung innenliegender Hohlräume wie dem Canalis incisivus abhängig ist, wurde bislang nicht hinreichend untersucht. Studien, welche einen Zusammenhang untersuchen, sind selten und greifen neben anderen Zielparametern auf Methoden zurück, die stets nur den Durchmesser an der Grenze zur Mundhöhle, und somit lediglich die bukkolinguale und mesiodistale Dimensionierung des Kanals erfassen. Durch die große Vielfalt an anatomischen Formen des Foramens und durch den oft trichterförmigen Übergang zum Canalis incisivus eignet sich für eine Bestimmung der Größe daher eher die Erfassung der Fläche an dem ersten durch Kortikalis begrenzten Teil orthogonal zum Verlauf des Kanals. Um aussagekräftige Vergleichswerte zu bestimmen, werden 250 DVT-Datensätze von Patienten der Universitätsklinik Freiburg untersucht. Ziel ist es, nach der Anwendung von Ein- und Ausschlusskriterien 80 Datensätze in zwei Gruppen betreffend ihres Zahnstatus einzuteilen und nach Hauptzielgrößen und Nebenzielgrößen auszuwerten. Um genderspezifische oder altersbedingte Unterschiede auszuschließen, sollen beide Gruppen dasselbe Durchschnittsalter und dieselbe Anzahl beider Geschlechter aufweisen. Nach dem statistischen Vergleich beider Gruppen soll anhand der gefundenen Werte eine höhere Voraussagbarkeit für das vorhandene Knochenangebot und die Erfolgsaussichten dentaler Implantate im mittleren Frontzahngebiet des Oberkiefers getroffen werden können.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien