Beschreibung der Studie

Der Krankheitsverlauf der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist durch eine zunehmende Verschlechterung der Lungenfunktion und eine zunehmende Beeinträchtigung des Befindens, der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität gekennzeichnet, insbesondere hervorgerufen durch wiederholte akute Verschlechterungen der Lungenfunktion und zunehmende Auswirkungen auf andere Organe. Zu der Therapie der akut verschlechterten COPD gehören je nach Schweregrad zum einen die medikamentöse Therapie, sowie eine ausreichende Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff, entweder durch die simple Sauerstoffinhalation, eine spezielle Nichtinvasive Beatmung mittels einer Beatmungsmaske kombiniert mit einer Eigenatmung des Patienten oder im schlimmsten Fall eine Intubationsnarkose. Obwohl die Therapieoptionen der nichtinvasiven Beatmung im deutschen Rettungsdienst mittlerweile weit verbreitet sind, gibt es noch keine klare Studienlage ob Patienten davon wirklich auch schon vor der Aufnahme im Krankenhaus profitieren. Deshalb werden wir über 18 Monate hinweg zur Eigenforschung die klinischen Daten aller Patienten mit einer akut verschlechterten COPD an den Notarztstandorten Heidelberg und Walldorf erfassen und danach auswerten. Dabei werden drei Patientengruppen verglichen: 1.) Patienten mit konservativer Therapie, medikamentöse Therapie kombiniert mit Sauerstoffinhalation 2.) Patienten mit medikamentöser Therapie kombiniert mit einem Versuch der nichtinvasiven Beatmung 3.) Patienten mit medikamentöser Therapie kombiniert mit einer Intubationsnarkose, ohne vorherigem Versuch einer nichtinvasiven Beatmung

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Studiendetails

Studienziel Verbesserung der Oxygenierung und eine Reduktion der CO2-Retention bei Aufnahme -> Es wird bei Aufnahme die periphere Sauerstoffsättigung mit der zu Beginn der Versorgung verglichen. Zudem werden der erste O2 und CO2 Wert der bei Klinikaufnahme in der Blutgasanalyse gewonnen wird dokumentiert.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für AnästhesiologieUniversitätsklinikum Heidelberg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • AECOPD (akuten Exazerbation einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung) und >18 Jahre

Ausschlusskriterien

Adressen und Kontakt

Klinik für Anästhesie / Notfallmedizin, Heidelberg

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Häufig gestellte Fragen

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Neben der konservativen, medikamentösen Therapie mit einfacher Sauerstoffinhalation über eine Sauerstoffmaske stellt die nichtinvasive Ventilation (NIV) mit speziellem Beatmungsmuster unter erhaltener Spontanatmung des Patienten eine Therapieoption dar, die auch in der aktuellen S3-Leitlinie "Nichtinvasive Beatmung als Therapie der akuten respiratorischen Insuffizienz" empfohlen wird. Bei sehr schweren Exazerbationen kann desweiteren eine Intubationsnarkose notwendig sein. Bei der NIV wird der Patient an ein spezielles Beatmungsgerät mit Beatmungsmaske angeschlossen. Hierbei wird die Atemarbeit des Patienten durch die NIV effektiv übernommen, zudem wird ein positiver Restdruck am Ende der Ausatemphase beibehalten (PEEP) was zur Eröffnung von Atelektasen führt und somit eine bessere Oxygenierung ermöglicht. Gleichzeitig werden Komplikationen der invasiven Beatmung vermieden (Fehlintubation, Intubationsschäden, protrahiertes Weaning). An den Notarztstandorten Heidelberg und Walldorf werden von uns über 18 Monate hinweg alle Patienten mit einer AECOPD eingeschlossen, zur Klärung der Fragestellung: - Ist bei Patienten mit einer AECOPD der präklinische Einsatz einer NIV sinnvoll? - Kann dadurch die Rate an Hyperkapnien bei Klinikaufnahme reduziert werden? Weiterhin sollen folgende Nebenzielkriterien untersucht werden: - Sind durch den Einsatz einer präklinischen NIV auch Outcomeverbesserungen möglich, im Sinne einer reduzierten Intensiv- / Krankenhausverweildauer und kann dadurch auch die Krankenhausmortalität reduziert werden? Die Studie ist rein deskriptiv, eine Verteilung in die jeweilige Gruppe ist abhängig von der Therapie die der Notarzt unabhängig von der Studie auswählt. Die Studie hat keinen Einfluss auf die Entscheidung des Notarztes! Es finden Studien bedingt auch keine weiteren Untersuchungen (z.B. Blutabnahmen) statt. Es werden nur die unterschiedlichen, bereits in der Praxis etablierten, Therapien gegeneinander verglichen. Die Studie hat drei Arme: 1.) Patienten mit medikamentöser Therapie kombiniert mit Sauerstoffinhalation 2.) Patienten mit medikamentöser Therapie kombiniert mit einem Versuch der nichtinvasiven Beatmung 3.) Patienten mit medikamentöser Therapie kombiniert mit einer Intubationsnarkose, ohne vorherigem Versuch einer nichtinvasiven Beatmung

Quelle

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