Beschreibung der Studie

Ziel der Studie ist es, die Häufigkeit von Verhaltenssüchten bei Patientinnen und Patienten, die sich primär wegen anderer psychischer Erkrankungen in Behandlung in einer universitären Psychosomatischen Abteilung / Klinik befinden, zu erfassen. An der multizentrischen Studie nehmen acht Universitätskliniken für Psychosomatik teil. Die Patientinnen und Patienten werden gebeten, Fragebögen zu folgenden Störungsbildern zu beantworten: pathologisches Spielen, Internetsucht, pathologisches Kaufen, Sportsucht und Hypersexualität. Es wird angenommen, dass diese Störungsbilder im klinischen Alltag häufig übersehen und nicht diagnostiziert werden. Die Ergebnisse werden wichtige klinische Implikationen für die Diagnostik und ggf. die Entwicklung bzw. Ausweitung differentieller Behandlungsangebote mit sich bringen.

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Studiendetails

Studienziel Vorliegen von mindestens einer substanzungebundenen Abhängigkeit laut Fragebogenuntersuchung
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 800
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover

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Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientinnen und Patienten in ambulanter/tagesklinischer/stationärer psychosomatischer Behandlung

Ausschlusskriterien

  • Patientinnen und Patienten, die in zum jeweiligen Studienzentrum gehörenden Spezialambulanzen für substanzungebundene Abhängigkeiten behandelt werden

Adressen und Kontakt

Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Ansprechpartner: Prof. Astrid Müller

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Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz

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Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LWL-Universitätsklinikum Bochum der Ruhr-Universität Bochum, Bochum

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Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg im Breisgau

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Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen

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Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig

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Psychosomatische und Psychotherapeutische Abteilung, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen

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Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, Ulm

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Häufig gestellte Fragen

Anhand einer multizentrischen Querschnittsuntersuchung soll mittels standardisierter Fragebögen die geschätzte Punktprävalenz substanzungebundener Abhängigkeitserkrankungen bei Patientinnen und Patienten, die in universitären Psychosomatischen Abteilungen / Kliniken behandelt werden, untersucht werden. Ziel ist es, im konsekutiven Patientenkollektiv der Psychosomatischen Kliniken, nicht jedoch in ausgewiesenen Spezialambulanzen zu erheben. Es ist weiterhin geplant, die erhobenen Werte mit obligatorisch erhobenen soziodemographischen Variablen aus der Basisdokumentation sowie psychischen Komorbiditäten in Beziehung zu setzen.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien