Beschreibung der Studie

Hauptzweck & Hintergrund der Studie: 24 Anfallskarten wurden entwickelten, um die Beteiligten im Arztgespräch aus dem Gedächtnis möglichst präzise zu unterstützen. Bevor diese 24 Anfallskarten in der Praxis verwendet werden dürfen, muss überprüft werden, ob sie wirklich das zeigen, was die Kolleg(inn)en vermitteln möchten (Validität) und ob sie zu den Karten in zwei unterschiedlichen Zeitpunkten konstante Antworten geben können (Reliabilität). Was wird gemacht: Die Teilnehmer werden zunächst nach allgemeinen Informationen über sie persönlich, wie z. B. ihr Geburtsdatum, ihre Ausbildung usw. befragt. Außerdem werden bei Patienten mit Epilepsie Fragen zu ihren Erkrankungen gestellt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten alle Fragen des Fragebogens beantworten. Den Fragebogen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwei Mal in einem Abstand von 3 Tagen ± 24 Stunden ausfüllen, die Fragebögen haben den gleichen Inhalt, jedoch in unterschiedlicher Reihenfolge. Die potentielle Studienteilnehmer: Patienten und Angehörigen, die im unseren Epilepsiezemtrum kommen für die ambulante und stationären Behandlung. Ziel: Die Anfallskarten müssen überprüft werden, ob sie wirklich das zeigen, was die Kolleg(inn)en vermitteln möchten (Validität) und ob sie zu den Karten in zwei unterschiedlichen Zeitpunkten konstante Antworten geben können (Reliabilität). Hypothese: Teilnehmer/innen erkennen die Anfallskarten richtig mit Ratio von mehr als 0.5.

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Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt ist der Anteil der Teilnehmer, die die computergenerierten Anfallskarten aus dem ersten Fragebogen korrekt interpretierten. Um zu bewerten, ob der beobachtete Anteil signifikant größer als 0,5 ist oder nicht, verwenden wir die z-Approximation. Wir prüfen auch die Korrelation zwischen den kognitiven Fähigkeiten und der Gesamtpunktzahl der richtigen Antworten. Die statistische Signifikanz wird bei p < 0,05 festgelegt.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Epilepsiezentrum Kork

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter zwischen 18 und 60 Jahre
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit oder ohne Bezug zu Epilepsie z.B. Patient(inn)en mit Diagnose einer Epilepsie, Angehörige des/der Patienten/Patientin mit Epilepsie und Proband(inn)en ohne Bezug zu Epilepsie.

Ausschlusskriterien

  • Diagnose von psychogenen Anfällen
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer körperlichen oder psychischen Erkrankung, bei denen die Forscher der Meinung sind, dass sie sich selbst gefährden könnten oder dass ihre Fähigkeit zur Teilnahme an der Studie reduziert ist, z. B. Patientinnen und Patienten mit Status epilepticus, akuter Psychose, akuter Atemnot oder schweren kognitiven Störungen.

Adressen und Kontakt

Epilepsiezentrum Kork, Kehl

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Eine präzise Beschreibung des Anfallsablaufs unterstützt Ärztinnen und Ärzte nicht nur bei der Diagnose einer Epilepsie, sondern auch bei der Identifizierung der symptomatogenen Zone bei bereits Epilepsie-diagnostizierten Patientinnen und Patienten, was vor allem bei Patientinnen und Patienten, bei denen eine Epilepsie-Chirurgie erforderlich ist, sehr wichtig ist (Tufenkjian & Luders, 2012). Um diese Erkenntnisse zu gewinnen benötigen die Epileptologen eine gewisse Zeit, die Abläufe von Ereignissen während der Erhebung der Anamnese zu rekonstruieren, was in der Praxis meist nicht einfach ist (Ali et al., 2016). Der Ablauf eines epileptischen Anfalls wird aus der Erinnerung der Betroffenen, d. h. der Patientinnen oder Patienten selbst rekonstruiert, wobei ihnen die Situation häufig Angst oder Schrecken bereitet und sie meistens zu kurz bewusst dabei waren, um bei der Situation alle Details aufnehmen zu können. Daher sind besonders für die Beurteilung von epileptischen Anfällen, die mit einer Bewusstseinsstörung einhergehen, für die Betroffene selbst keine Beschreibung geben können, Augenzeugen oft sogar wichtiger als die ärztliche Untersuchung oder das Elektroenzephalogramm (EEG) (Krämer 2005). Im Zweifelsfall benötigt man ein Video-EEG, ein ambulantes EEG-Monitoring oder Home-Video-Aufnahmen für die Diagnostik (Dash et al., 2016; Karterud, Knizek, & Nakken, 2010; Rosenow et al., 2016). Artur Tanezer und Kollegen entwickelten graphische Visualisierungen von verschiedenen Anfallszeichen, durch die Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit haben, den Anfallsablauf im Gespräch aus dem Gedächtnis der Beteiligten möglichst präzise rekonstruieren zu können und die Anfallskarten sollten dazu dienen, die Kommunikation zwischen Patientin oder Patient und Personal zu unterstützen (Tanezer, 2014). Mit diesen Karten werden Epileptologinnen und Epileptologen in der Lage sein, genaue Informationen innerhalb einer kurzen Zeit zu gewinnen. Da die Anfallskarten noch nicht auf ihre Validität und Reliabilität überprüft wurden, möchten wir vor einem Einsatz der Anfallskarten in der Praxis und auch für weitere Forschungen ihre Validität und Reliabilität bei Patientinnen und Patienten mit Epilepsie in unserem Epilepsiezentrum testen.

Quelle

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