Beschreibung der Studie

In der Forschungsliteratur finden sich Hinweise auf eine besondere psychische Belastung von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern (LAA) im Vorbereitungsdienst (ehemals ‚Referendariat‘; Zimmermann et al., 2012). Diese kann sich im späteren Berufsalltag fortsetzen und geht mit einer erhöhten Prävalenz an körperlichen und psychischen Erkrankungen einher (Schaarschmidt & Kieschke, 2007; Seibt, Hübler, Steputat, & Scheuch, 2012). Dem Einsatz von Stresspräventionsprogrammen für Lehrerinnen und Lehrer konnten in deutschen sowie in internationalen Studien positive Effekte auf die psychische Gesundheit nachgewiesen werden (Abujatam, Arold, Knispel, Rudolf, & Schaarschmidt, 2007; Benn, Akiva, Arel, & Roeser, 2012). Die Vermittlung von achtsamkeitsbasierten Methoden hat sich hierbei bereits als wirksam erwiesen (Biglan et al., 2013; Franco et al., 2010). Im Bereich des Vorbereitungsdienstes liegt nach aktuellem Kenntnisstand bisher nur ein evaluiertes Programm zur Stressprävention vor (Abujatam et al. 2007), woraus sich die Notwendigkeit eines weiteren Forschungsbemühens für diese Zielgruppe abzeichnet. Vor diesem Hintergrund wurde in Kooperation zwischen der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und der Unfallkasse Rheinland-Pfalz ein Training zur Stressprävention bei LAA entwickelt und speziell auf ihre Bedürfnisse angepasst („startklar - achtsamkeitsbasiertes Stresspräventionstraining für Lehramtsanwärter/-innen“). Dieses Training soll unter Einbezug von Elementen der Achtsamkeit, der Akzeptanz- und Commitment-Therapie sowie der kognitiven Verhaltenstherapie einen positiven Einfluss auf das Stresserleben von LAA nehmen und vor den resultierenden Folgen im Sinne erhöhter psychischer Belastungssymptome schützen. Die vorliegende Studie soll die Wirksamkeit und Effektivität von „startklar“ überprüfen. Dafür werden die Studienteilnehmer/-innen nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Gruppen („startklar“ und Wartekontrollgruppe) zugeteilt. Es sollen insgesamt mindestens 96 Probanden eingeschlossen werden. Diese füllen an vier aufeinanderfolgenden Zeitpunkten Fragebögen aus, die das Stresserleben, psychische Symptome (wie z.B. Ängste oder Depression), Symptome eines Burnout sowie das Selbstwirksamkeitserleben erfassen. Über dieses Vorgehen können Effekte durch die Teilnahme an "startklar" aufgedeckt werden.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt ist die Evaluation der Wirksamkeit von „startklar“. Die Wirksamkeit wird über die Analyse des primären Zielparameters Stresserleben (Perceived Stress Questionnaire) geprüft. Es wird erwartet, dass sich das Stresserleben in der Interventionsgruppe „startklar“ im Verlauf zwischen Baseline- und Post-Messung signifikant positiv unterschiedlich zum Verlauf in der Wartekontrollgruppe entwickelt (signifikante Interaktion zwischen Messzeitpunkten und Untersuchungsgruppe). Die Untersuchungszeitpunkte des primären Zielparameters sind Baseline-Erhebung (T0), Post-Erhebung I (T1) und 3-Monats-Katamnese (T2).
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 96
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Unfallkasse Rheinland-Pfalz

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Lehramtsanwärter/-in im Vorbereitungsdienst an einem staatlichen Studienseminar in Rheinland-Pfalz

Ausschlusskriterien

  • Da von einer gesunden Probandenstichprobe ausgegangen wird, gibt es keine expliziten Ausschlusskriterien. Sollte eine schwere psychische/körperliche Kontraindikation gegen die Teilnahme vorliegen, kann dies zu einem Ausschluss aus der Studie führen.

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz; staatliche Studienseminare, Rheinland Pfalz

Vielen Dank! Wir haben Ihnen die angeforderten Kontaktdaten aus Rheinland Pfalz via E-Mail geschickt.

Bitte überprüfen Sie auch Ihren SPAM Ordner.

Wenn Sie weitere Fragen haben sollten, helfen wir Ihnen gerne. Unsere E-Mail-Adresse lautet kontakt@viomedo.de. Schreiben Sie uns Ihre Anregungen, Fragen und Tipps – auch Kritik und Probleme können Sie gerne äußern.

Erhalten Sie die Kontaktdaten

Wir senden Ihnen die Kontaktdaten des Studienarztes und Informationen über mögliche nächste Schritte an Ihre E-Mail-Adresse

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Durch das Absenden erkläre ich mich ausdrücklich damit einverstanden, dass Viomedo meine Daten, einschließlich Gesundheitsdaten, verarbeitet, um mir die Kontaktdaten der Studie zuzusenden und um mir Informationen (z.B. über klinische Studien) per E-Mail zuzusenden. Mein Einverständnis kann ich jederzeit widerrufen. Die Datenschutzerklärung, insbesondere die Hinweise zum Anfordern von Kontaktdaten und zum Studienberater, habe ich zur Kenntnis genommen.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Zielstellung: Ziel der Studie ist es, das speziell entwickelte achtsamkeitsbasierte Stresspräventionsprogramm („startklar“), das Elemente der Achtsamkeit, der Akzeptanz- und Commitmenttherapie sowie der kognitiven Verhaltenstherapie beinhaltet, auf seine Wirksamkeit zu überprüfen. Zielgruppe: In die Studie werden Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (LAA) im Vorbereitungsdienst eingeschlossen. Schwerpunktbezogen werden zuerst Studienteilnehmer/-innen an den staatlichen Studienseminaren für das Lehramt an Förderschulen in Rheinland-Pfalz rekrutiert. Gegebenenfalls werden LAA an weiteren Studienseminare mit eingeschlossen. Methode: Trainingskonzeption: Die Entwicklung der Trainingsinhalte und Durchführungsbedingungen erfolgte anhand einer systematischen Literaturanalyse sowie Interviews, Workshops und schriftlichen Befragungen von LAA. Darüber hinaus flossen Erfahrungen aus der Entwicklung und Evaluation eines in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie erstellten Stresspräventionstrainings für Medizinstudierenden (MediMind) in die Konzeption mit ein. Eingesetzte Instrumente: Perceived Stress Questionnaire (PSQ) Maslach-Burnout-Inventory (MBI-D) Brief Symptom Inventory (BSI) Allgemeine Selbstwirksamkeit Kurzskala (ASKU) Evaluation und statistische Auswertung: In zwei Gruppen („startklar“ vs. Wartekontrollgruppe) mit einer angestrebten Fallzahl von N=96 Studienteilnehmern/-innen wird sowohl Stresserleben, Burnout, Selbstwirksamkeit als auch psychische Morbidität mit validierten Messinstrumenten erfasst. Folgende Untersuchungszeitpunkte werden realisiert: Baseline-Erhebung (T0), Post-Erhebung I (T1), 3-Monats-Katamnese (T2) und Post-Erhebung II (T3; nur Wartekontrollgruppe). Die Datenerhebung wird über Online-Fragebögen realisiert. Nach Data-Mining und der Berechnung deskriptiver Kennwerte wird die Analyse des primären Zielparameters „Stresserleben“ (Perceived Stress Questionnaire) vorgenommen, für die eine Berechnung von Interaktionseffekten und Effektstärken in einem repeated-measures-ANOVA-Design vorgesehen ist. Darüber hinaus werden zur Baseline-Erhebung Daten von LAA miterhoben, die kein Interesse an einer Teilnahme an dem Stresspräventionstraining haben, jedoch bereit sind einmalig die Fragebögen auszufüllen. Die darüber gewonnene umfangreichere Baseline-Stichprobe soll anhand deskriptiver Analysen Aussagen über Prävalenzen von Stresserleben, Burnout und psychischer Morbidität bei LAA in Deutschland ermöglichen.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.