Beschreibung der Studie

Die Forschung der letzten Jahre zeigt, dass nicht nur das Multiple Myelom, sondern auch Veränderungen im Bereich des Knochens bzw. des Knochenmarks einen Einfluss auf die Prognose der Erkrankung haben können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, die Zusammensetzung der Knochenzellen und deren Oberflächenmarker (d.h. Proteine, die auf der Oberfläche der Zelle sitzen und bei jeder Zellart ein unterschiedliches Muster ausbilden) bei Patienten mit Multiplem Myelom näher zu charakterisieren und im Vergleich mit gesunden Probanden zu untersuchen.

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Studiendetails

Studienziel 1.) Untersuchung des Einfluss von IMiDs (Lenalidomid / Pomalidomide) auf MRD-Clearance von MM-Patienten. a) Einfluss der MRD-Clearance auf PFS und OS in Analogie zu Rawstron AC et al. Blut-125: 1932-5, 2015, wo - MRD Reduktion (numerische und logarithmische Abnahme) wird auf den Einfluss auf PFS und OS bewertet - Herkömmliche CR wird in Bezug auf MRD und der Vergleich des Einflusses beider auf PFS und OS. Theorien hierbei sind, dass a) Remissionsinduktion mit ImiDs ist beträchtlich, jedoch Remissionsinduktion über EBMT und IMWG Kriterien ist weniger sensitive als über MRD Diagnostik, b) welches FACS-basierte MRD-Protokoll (6-Farb-Panel, 8 Farb-Panel, 10 Farb-Panel) sollten am besten verwendet werden und kann empfohlen werden, dies wird mit diesem Projekt untersucht. c) wirkt sich die MRD-Clearance unter IMID Behandlung signifikant sowohl auf PFS und OS aus; handelt es sich um logarithmische MRD Reduktion oder weniger im Laufe der Zeit und wie dies in einer PFS / OS steigt, wird auch in dieser Arbeit angesprochen werden und d) MRD-geführte Behandlung über einen längeren Verlauf der IMID-basierten antimyeloma Behandlung kann helfen, aufzuklären und besser zu verstehen, die IMID Remissions und ist ein Gewinn für MM-Patienten, die dann für andere MM Gruppen empfohlen werden könnten. 2) Aufklärung des Einflusses von epigenetischen Substanzen (jeweils HDAC6-, Class-I-HDAC und panHDAC-Inhibitor sowie SIRT2-Inhibitor;.... Rumpf et al Nat commun 2015 Senger et al J Med Chem 2016) a) Das Expressionsmuster von neuen Zielen (beispiels Cereblon und Adhäsionsmoleküle) b) BM Mikroenvironment (BMM) in MM. Zu diesem Zweck und um am besten die BM Nische zu imitieren, ist eine Implementierung eines angemessenen und dennoch einfache 3D-Co-Kultur-Modell erforderlich. Mit Hilfe des "Freiburger Agarose-basierten Matrix-Modell" werden in-vivo-Bedingungen vereinfacht simulier und das Ansprechen auf die Behandlung (Lebensfähigkeit, Apoptose) und Änderung der Expressionsmuster über die Durchflusszytometrie, Fluoreszenz-Bildgebung, Western Blot und Lebensfähigkeitstests bestimmt.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 160
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 18 Jahre
  • Symptomatisch, IMiD-behandelte MM Patienten
  • MM Patienten unter Anti-Myelom Therapie die IMiDs enthalten
  • Routine Knochenmarkspunktion während der MM Behandlung mit IMiDs
  • Gesunde Personen, die sich einer Knochenoperation unterziehen

Ausschlusskriterien

  • lt;18 Jahre
  • Jegliche Art gesundheitlicher oder psychischer Probleme, die den Patienten daran hindern, die Einverständniserklärung zur Verwendung der Biomarker-Probe für dieses Forschungsprojekt zu verstehen und zu unterschreiben

Adressen und Kontakt

Klink für Innere Medizin I, Freiburg im Breisgau

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Häufig gestellte Fragen

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Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei Patienten mit einem Multiplen Myelom haben sich in den letzten Jahren substantiell gebessert. Auf Grund der verschiedene Oberflächenmarker von Myelomzellen, deren Expression durch verschiedene Therapien moduliert werden kann, ist eine gründliche und tiefgehende routinemäßige Diagnostik essentiell, um verbleibende Myelomzellen auch in niederfrequenter Anzahl im Knochenmark detektieren zu können. Diese Detektion kleinster Anteile an Myelomzellen ist wichtig, um sicherzustellen, dass bei residualer Grunderkrankung der Patient engmaschiger kontrolliert wird und in der refraktären Situation ggf. umgehend einer Therapie zugeführt werden kann. Auch das Expressionsprofil bzw. die Klonalität von Myelomzellen spielt bei der Therapieeinleitung im Rezidiv eine entscheidende Rolle und erhält zunehmend Einzug in die Routinediagnostik. Ziel des Projektes ist es zu prüfen, ob bei Patienten mit Multiplem Myelom (MM) nach der Induktionstherapie mit/ohne autologe oder allogene Stammzellentransplantion oder im Verlauf einer Therapie sowie bei Patienten mit einem MGUS oder SMM, bei denen zur Abklärung der Knochenmarkinfiltration eine Knochenmarkpunktion durchgeführt wird, möglicherweise residuale Tumorzellen im Knochenmark detektiert werden können. Weiterhin soll geprüft werden, ob das auf den detektierten Tumorzellen vorliegende Expressionsmuster mit dem der ursprünglichen Myelomzelle ident ist oder sich im Rezidiv im Sinne einer klonalen Tumorevolution selektioniert bzw. verändert hat. . Diese Beobachtungen können unter Umständen zu einem früheren Erkennen eines Rezidivs oder einer Verbesserung der Therapie beitragen. Zusammen mit der Untersuchung der Zusammensetzung der umgebenen Knochen- und Knochenmarkzellen, denen eine Tumor supportive Rolle zugeschrieben wird („protektive Knochenmarknische“) kann dies zur Verbesserung der zielgerichteten und supportiv-begleitendenTherapie von Patienten mit Multiplem Myelom führen.

Quelle

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